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Die Tränen Rasputins The tears of Rasputin. von Rehberg, Juergen von (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 26.10.2016
  • Verlag: Books on Demand
eBook (ePUB)
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Die Tränen Rasputins

Ein Mann von edler Herkunft, der sich auf der Suche nach der wahren Liebe befindet, verläuft sich im Irrgarten der Liebe. Er sucht verzweifelt nach dem Ausgang, kann ihn aber nicht finden. Als er ihn scheinbar doch gefunden hat, kann er die Tür nicht öffnen. Er resigniert und ergibt sich seinem Schicksal. Juergen von Rehberg, Jahrgang 1944, lebt in Österreich in der Wachau. Begonnen hat alles mit kleinen Gedichten zum Muttertag, die er dann am Muttertagsonntag, am Fußende des Bettes seiner Mutter stehend, mit großer Hingabe und voll Stolz vorgetragen hat. Es war alljährlich das Highlight für die Mutter. Später kamen dann kleine Geschichten dazu, welche er aus eigenem Erleben geschöpft hat und aus Erzählungen seiner Eltern. Andere Geschichten stammen aus dem Reich der Fantasie, über welche der Autor in reichem Maße verfügt.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 160
    Erscheinungsdatum: 26.10.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783743105836
    Verlag: Books on Demand
    Größe: 198kBytes
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Die Tränen Rasputins

1. Versuch

"Hiermit erkläre ich Sie zu Mann und Frau!"

Die honigsüßen Worte aus des Priesters Mund und sein gütiges Lächeln senkten sich sanft auf die frisch Vermählten herab, und im gleichen Sermon fuhr der Mitarbeiter Gottes fort:

"Sie dürfen die Braut jetzt küssen!"

Waldemar tat, wie ihm geheißen. Er hob mit größter Behutsamkeit den Schleier seiner Braut in die Höhe und hauchte ihr einen verhaltenen Kuss auf den roten Mund.

Der Priester verfolgte mit großem Entzücken diesen Vorgang und sein Blick ruhte auf der wunderschönen Braut. Genauer gesagt auf deren Dekolleté.

Er hatte schon viele Trauungen vollzogen und irgendwie war es schon zur Routine geworden. Nicht doch heute. Was da aus dem Kleid vorwitzig heraus sah, ließ ihn für einen kleinen Augenblick sich wieder als Mann fühlen.

Das war einer der Momente, die ihn einmal mehr seine Berufswahl hinterfragen ließ. Einen kleinen Stoßseufzer hinter sich lassend, ging er auf die frisch Vermählten zu, um seine Glückwünsche auszubringen.

Als er der Braut in die Augen sah, von denen kleine, stechende Blitze hervor zuckten, und als sein Blick weiter nach unten wanderte, über den Mund bis zu den...

"Lass mich dich in den Arm neben, liebste Viktoria!"

Mit diesen Worten holte Die Mutter des Bräutigams, Baronin Senta von Soltenau, Hochwürden in seine triste Gegenwart zurück.

Sie hatte den geistlichen Herrn einfach auf die Seite geschoben.

"Ich bin ja so glücklich, dass mein Waldi dich gefunden hat, meine Liebe!"

Viktoria spürte die eiskalte Verlogenheit dieser Frau, mit der sie wohl nie ein harmonisches Verhältnis würde pflegen können, ließ sich aber nichts anmerken.

"Ich danke dir herzlich, liebe Schwiegermama!"

"Nicht doch, Schätzchen", erwiderte die Baronin in einer fast schroffen Art, "nenne mich bitte einfach Senta!"

"Wenn das dein Wunsch ist, dann will ich das gerne tun!" antwortete Viktoria, "aber nur, wenn du mich in Hinkunft nicht mehr Schätzchen nennst!"

Damit waren die Grenzen klar abgesteckt. Senta von Soltenau lächelte gequält und beließ es bei einem kleinen Nicken als Zeichen der Zustimmung.

Es war Viktoria wohl bewusst, dass sie als Schwiegertochter noch nicht einmal die zweite Wahl war. Aber Waldi, wie ihn seine Mutter zu nennen pflegte, hatte sich diese "Dahergelaufene" nun einmal in den Kopf gesetzt.

Und ausgestattet mit den Genen seiner Frau Mama, in Form eines Sturkopfes, ließ er sich Viktoria auch nicht ausreden. Und sein Papa unterstützte ihn darin; wenn auch eher in verdeckter Manier.

Die Riposte von Viktoria auf die Parade der Baronin würde hoffentlich genügen, damit diese nicht ihren wunderschönen Namen Viktoria in Vicki verschandeln würde.

Und ihrem soeben Angetrauten hatte Viktoria von Anbeginn klar gemacht, dass sie ihn niemals Waldi nennen würde. Und Waldemar war entzückt darüber, litt er doch von Kindesbeinen an unter dem Kosenamen, der eher an einen Dackel erinnert, denn an einen Menschen.

Was sich in der Schule weiterführte, erhielt sich bis in das Erwachsensein. Selbst auf sein Bitten, die Mutter möge ihn nicht Waldi nennen, ließ diese nicht davon ab.

Auch auf den Versuch seines Vaters auf die Mutter einzuwirken, blieb es bei Waldi. Der Vater war ja selbst ein Geschädigter. Er hieß Wolfram, was ihm aber nichts nützte. Die Baronin hatte ihn von der ersten Stunde ihrer Begegnung an zum Wolfi gemacht.

Viktorias Eltern hatten ein kleines Imperium geschaffen: "Fallers Fleisch- und Wurstwaren".

Was als eine kleine Metzgerei begann, weitete sich schon sehr bald aus und führte zum jetzigen Unternehmen, was der Familie einen beträchtlichen Wohlstand verschaffte.

Die zu erwartende Mitgift von Viktoria war schlussendlich dann wohl auch der Grund, warum Senta von Soltenau der unstandesgemäßen Verbindung zustimmte.

Der Gutshof der von Soltenaus hatte

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