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Die Verführte - Eleonoras geheime Nächte Roman von Bilotti, Sara (eBook)

  • Verlag: Blanvalet
eBook (ePUB)
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Die Verführte - Eleonoras geheime Nächte

Eine Frau, zwei Männer und ein italienischer Sommer voller Leidenschaft Eleonora ist in einer Beziehung mit Emanuele, doch so sehr sie sich auch bemüht - sie kann seinen Bruder Alessandro nicht vergessen. Nur dass der gerade geheiratet hat, und zwar niemand anderen als Corinne, Eleonoras Kindheitsfreundin, die mit ihr zusammen aufgewachsen ist. Doch auch Alessandro scheint Eleonora nicht aus dem Kopf zu bekommen. Er hält Kontakt zu ihr und schürt ihre Zweifel im Hinblick auf Emanueles Treue. Als dann noch eine dritte Frau auftaucht, kochen die Gefühle hoch ... Sarah Bilotti wurde 1971 in Neapel geboren, wo sie auch heute noch lebt. Sie hat klassischen Tanz studiert und arbeitet heute als Lehrerin und Autorin. Die Begehrte, Die Verführte und Die Geliebte sind ihre ersten Romane.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 320
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641186890
    Verlag: Blanvalet
    Originaltitel: La colpa (02)
    Größe: 549kBytes
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Die Verführte - Eleonoras geheime Nächte

1

In der Menschenmenge erkannte Eleonora das Gesicht ihrer Mutter, das gefasst und ergriffen zugleich wirkte, die Augen tränennass. Rita, gerade erst angekommen, streifte zwischen den Gästen umher und starrte fassungslos auf den von dichten Ranken überwucherten Burgturm.

Obwohl sie sich seit Monaten nicht gesehen hatten, begrüßte Rita ihre Tochter nicht. Sie sagte lediglich: "Sieh nur, was die Engländer angerichtet haben mit ihrem absurden Fimmel, alles zu restaurieren. Was soll so schön daran sein, etwas zu erneuern, das die Zeit abgenutzt hat? Gar nichts, sag ich dir."

Um zu verstehen, was ihre Mutter meinte, folgte Eleonora ihrem Blick und betrachtete den Turm, der Ende des neunzehnten Jahrhunderts in gotischem Baustil restauriert worden war. Die vorstehende Galerie mit den Zinnen erinnerte entfernt an den Wachturm an der Burgmauer, ohne allerdings den Stil getreu wiederzugeben.

Eleonora wandte sich ihrer Mutter mit einer Mischung aus Zärtlichkeit und Wut zu, jenen beiden Gefühlen, die ihre Jugend am stärksten geprägt hatten.

"Hallo, Mama. Wo warst du denn? Du bist erst ganz am Schluss in die Kirche gekommen, und dann habe ich dich aus den Augen verloren."

"Hallo, mein Schatz." Rita nahm einem der Kellner in Livree ein Champagnerglas aus der Hand und ging nicht weiter auf die Frage ihrer Tochter ein. "Zum Glück haben sie uns mit historischen Kostümen verschont."

Eleonora küsste ihre Mutter auf die Wangen. "Was trinkst du, Mama?"

"Champagner", antwortete Rita mit einem angedeuteten Lächeln. Dann erblickte sie Corinne, und ein Strahlen überzog ihr Gesicht.

Die Braut sah in dem schlichten, bodenlangen weißen Kleid aus wie ein Engel. Ein Kranz aus Jasminblüten krönte ihre Stirn und umrahmte die hellen Augen. An diesem Tag verkörperte Corinne jene Verheißung, die ihre Kindheit bereits hatte erahnen lassen und die sich später verflüchtigt hatte.

"Rita!"

Corinne drückte sie fest an sich, während Rita in der Bewegung innehielt und die Arme ausgebreitet ließ.

"Du bist tatsächlich gekommen!"

"Natürlich bin ich gekommen, schließlich heiratet meine geliebte Corinne. Lass dich anschauen." Sie ließ den Blick über Corinnes zarten Körper gleiten. Die Braut so glücklich zu sehen brachte Rita in Versuchung, sie vor der Vergänglichkeit aller schönen Dinge zu warnen. "Du bist wunderschön."

Hinter Corinne erschien Alessandro, und alles Strahlen ging von der Braut auf den Bräutigam über, obschon er ein schwarzer Engel war.

"Sie müssen Eleonoras Mutter sein."

"Ja, richtig. Ich bin Rita Sannino."

Alessandros Miene blieb reglos, während Ritas Pupillen sich weiteten und sie das Bild des attraktiven Mannes in sich aufnahm.

"Alessandro Vannini. Es ist mir eine große Freude, Rita. Gefällt es Ihnen hier?"

Er breitete die Arme aus, als wäre er der Besitzer des Anwesens, das ihm in Wahrheit aufgezwungen worden war. Alessandro hätte die Hochzeit gern in den prächtigen Gärten der Villa Bruges gefeiert, statt die beeindruckende, aber düstere Burg von Vincigliata zu mieten. Es war ihm vorgekommen, als hätte er die legendäre Spukgestalt von Bianca gesehen, die ihn aus einem der Turmfenster beobachtete, während er Corinne das Jawort gab.

"Die Burg stammt aus dem Jahr eintausend und wurde im Laufe der Jahrhunderte mehrmals zerstört und wieder aufgebaut, bis ..."

"... bis man sie schließlich zu einer Kopie ihrer selbst gemacht hat", fuhr Rita fort und leerte mit einem letzten Schluck das Champagnerglas. "Wenn der Mensch die Geschichte nicht beeinflussen kann, fühlt er sich machtlos."

Alessandro machte ein verdutztes Gesicht. Beunruhigt über die effekthascherischen Bemerkungen, mit denen Rita gern herausplatzte, wandte Corinne sich mit einem angedeuteten Lächeln ab und zog ihren Ehemann mit sich fort.

Eleonora schaute den beiden nach, die Augen auf Alessandros breiten Rücken und Corinnes Sch

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