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Die verlorene Frau Eine schicksalhafte Liebe von Lenz, Franz (eBook)

  • Verlag: TWENTYSIX
eBook (ePUB)
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Die verlorene Frau

Dr. Wolfgang Sommer kann es kaum fassen. Die Schauspielerin Charlotte Schön ist wieder in seiner Stadt. Vor vielen Jahren waren sie ein Paar - bis er ihre leidenschaftliche Liebe mit Füßen tritt und die wohlhabende Carmen Ferres heiratet. Voller Verbitterung verschwindet die zutiefst Verletzte auf Nimmerwiedersehen. Und nun taucht sie plötzlich wieder in seinem Leben auf. Sein Verhalten bereuend, versucht er die ihm Verlorengegangene wiederzugewinnen. Als starke Frau zeigt sie ihm zunächst die kalte Schulter und weist ihn brüsk zurück. Am Ende gewährt sie ihm - und der romantischen Zeit von damals - eine zweite Chance. Doch über Charlotte schwebt ein bedrohliches Schicksal. Franz Lenz wurde 1953 als erstes von fünf Kindern geboren und trug schon in jungen Jahren Verantwortung, was ihn früh prägte. Als späterer Rechtsanwalt vertrat er mit besonderem Engagement die Scheidungsangelegenheiten von Frauen. Mitte fünfzig begann er damit, sich seiner weiteren Leidenschaft zu widmen - dem Schreiben. Mit großer Hingabe verfasst er heute ebenso spannende wie äußerst gefühlvolle Romane, in denen seine Hauptfiguren empfindsame und zugleich starke Frauen sind, die ihrem tragischen Schicksal trotzen und am Ende die große Liebe erleben dürfen ('Die verlorene Frau - Eine schicksalhafte Liebe' sowie 'Schweigende Augen - Eine geheimnisvolle Liebe'). Als glücklich verheirateter Mann schreibt er zudem hoch emotionale Gedichte, Sinnsprüche und Kurzgeschichten über das, was uns alle am meisten bewegt - über die Liebe ('1000 bunte Schmetterlinge - Liebesgedichte und mehr'; drei Bände). Die Fertigstellung seines nächsten Romans erwartet er zum Weihnachtsfest 2016. Mehr Informationen über ihn sowie die Inhalte und Hintergründe seiner Romane finden Sie unter: www.franzlenz-romane.de

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 304
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783740718275
    Verlag: TWENTYSIX
    Größe: 1179 kBytes
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Die verlorene Frau

Kapitel 1

Er stand am Metallgeländer der großen Dachterrasse seiner Penthouse-Wohnung. Sein unsteter Blick wanderte hinunter zum Fluss, gleich darauf hinüber zu den Laubwäldern in der Ferne, doch kaum eine Sekunde später gen Himmel; nirgendwo aber fanden die Augen des sichtlich aufgeregten Mannes einen Ruhepol. Fahrig fuhr er mit der Hand durch sein dunkelbraunes Haar und zerzauste es - so, wie es stets geschah, wenn er angespannt war. Was er soeben auf der Heimfahrt von seiner psychotherapeutischen Praxis für einen kurzen Augenblick aus seinem Wagen heraus sah, hatte ihn völlig aus dem Gleichgewicht gebracht. Vor einem Blumengeschäft stand eine Frau, die dabei war, die Ladentüre abzuschließen. Sie war für ihn keine gewöhnliche Frau; das war ihm sofort klar. Nein, es war eine, mit deren Auftauchen er im Leben nicht mehr gerechnet hatte.

Er atmete tief ein und blies die Luft kräftig durch die Nase aus. "Du bist wieder da?", brach es aus ihm heraus. Seine Lippen bebten leicht, als er ihren Namen aussprach. "Lotte!" Vor seinem inneren Auge tauchten Bilder auf; Bilder aus der Zeit von damals, als sie ein Paar waren. Er spürte, wie sein Herz schneller zu schlagen begann. Beide waren sie junge Schauspieler, am Theater seiner Eltern - und total verliebt in einander. Drei lange Jahre hielt ihr Glück, bis .... Er seufzte schwer. Ja, bis alles anders kam. Sie verschwand auf Nimmerwiedersehen aus seinem Leben. Er hatte sie verloren.

"Und jetzt?", rief er laut aus. "Bist du tatsächlich wieder in der Stadt?" War das überhaupt vorstellbar, stutzte er? Nach dem, was damals geschah? Unschlüssigkeit warf einen Schatten über das, was er beobachtet hatte - und auch über seine Freude darüber; wie schön wäre es doch, wenn es wirklich Lotte war! Hatten ihn vorhin seine Sinne nur genarrt? Genarrt, weil er sich in der letzten Zeit so oft an sie erinnerte; an sie und an die Zeit ihrer großen Liebe. Nein! Ganz gewiss war jene Frau, die er wegen des Verkehrs nur kurz sehen konnte, nicht seine Charlotte Schön von damals! Sah sie nicht irgendwie anders aus? Er schloss die Augen und verglich die beiden Erscheinungen. Damals die hübsche Frau mit der beeindruckend weiblichen Figur, dem langen blonden Haar und den ebenmäßigen Gesichtszügen. Binnen weniger Minuten hatte er sich unsterblich in sie verliebt. Soeben aber jene unscheinbare Gestalt, deren halblanges, schwarzes Haar formlos unter einem braun gemusterten Kopftuch hervorlugte. Lotte hasste Kopftücher und Braun war ganz gewiss nicht ihre Farbe. Und das da knapp über ihrer Nase kannte er gar nicht - aufgeregt und irritiert zugleich hob er bei diesen Worten die Hand und wies mit erhobenem Zeigefinger in Richtung seines Kopfes; eine lange, hässliche Narbe. Auch diese Hornbrille - unmöglich! Charlotte liebte zierliche Metallgestelle. Seine Stirn legte sich in Falten. Auch wie sie sich so scheu umsah; wie ein ... - er suchte nach der passenden Beschreibung - ... verschüchtertes Reh. Wie sollte diese Person seine selbstbewusste Charlotte aus jener Zeit gewesen sein?

Genügte dafür tatsächlich alleine das, was ihn sofort an sie erinnert hatte? Diese Augen, die ihn tausendmal liebevoll angeschaut hatten. Diese Wangen, über die ein glückliches Lächeln kam, wenn sie auf ihn zulief. Dieser Mund, dessen volle Lippen er so oft küsste. Zudem sprach noch etwas anderes dafür, dass sie es tatsächlich war. Jene Frau vor dem Blumenladen hatte ein Bein nachgezogen; das erkannte er im Rückspiegel genau. So wie Charlotte; seit ihrem schweren Verkehrsunfall. War sie es also doch?! "Ach Lotte, du bist wieder da", frohlockte er halblaut. Hoffnung zum einen und Unsicherheit zum anderen hielten sich dabei jedoch die Waage. Er musste es herausfinden. Unbedingt! Gleich Morgen würde er dorthin fahren - und sie dann hoffentlich freudig begrüßen können.

Ohne es zunächst wahrzunehmen, bewegte er seinen Kopf erst sachte, dann heftiger hin und her. Durfte er es überhaupt wa

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