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Die Weisheit deines Herzens Ein Buch für Suchende von Bambaren, Sergio (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 31.03.2014
  • Verlag: Piper Verlag
eBook (ePUB)
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Die Weisheit deines Herzens

Als seine beste Freundin und Seelenverwandte Sylvia im Sterben liegt, bittet sie Sergio Bambaren um einen letzten Gefallen: Er soll in ihrem Auftrag ein Buch schreiben und seine Leser in das Geheimnis eines glücklichen Lebens einweihen - aufrichtig und authentisch, egal, wie schmerzlich seine Wahrheiten auch sein mögen. Und so erweist Sergio Bambaren seiner treuen Freundin diesen letzten Liebesdienst und lässt sein Herz sprechen. Vom Grunde seiner Seele notiert er all das, was ihm im Leben wichtig war. Er erzählt, wie er auf seine innere Stimme hörte, sich von den Erwartungen der Gesellschaft löste und so zu wahrer Erfüllung gelangte. Ein sehr persönliches Buch und zugleich ein Wegweiser für alle Menschen, die erfahren wollen, worauf es im Leben wirklich ankommt und worin der Kern wahren Glücks besteht.

Sergio Bambaren, geboren 1960 in Peru, gelang mit 'Der träumende Delphin' auf Anhieb ein internationaler Bestseller. Er gab seinen Ingenieurberuf auf und widmete sich fortan ganz dem Schreiben und seiner Leidenschaft für das Meer. Nach längerem Aufenthalt in Sydney lebt er heute wieder in Lima, engagiert sich für 'Dolphin Aid' und ist Vizepräsident der Umweltschutzorganisation 'Mundo Azul'. Zuletzt erschienen von ihm auf Deutsch 'Die beste Zeit ist jetzt' und 'Die Stunde der Wale'.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 112
    Erscheinungsdatum: 31.03.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783492966153
    Verlag: Piper Verlag
    Originaltitel: The Promise
    Größe: 1867 kBytes
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Die Weisheit deines Herzens

Wenn ein Mann in seinem Leben einen Baum gepflanzt, ein Buch geschrieben und ein Kind gezeugt hat, dann hat er sich seine Träume erfüllt, heißt es. Das mag für einige Männer gelten, aber ganz bestimmt nicht für mich. Viele Jahre lang bin ich durch das offene Buch des Lebens gereist und habe dabei festgestellt, dass der wahre Weg zu meinem persönlichen Glück eine Abfolge von Entscheidungen war, die ich immer wieder in bestimmten kritischen Momenten treffen musste. Zwar bin ich auf meiner Reise manchmal gestolpert. Doch im Laufe der Jahre wurde mir klar, dass es einen Grund gab, warum ich so oft straucheln und Fehler machen musste. Zum Glück haben mir echte Seelenverwandte, die meinen Lebensweg kreuzten, die Sache einfacher gemacht. Menschen, die ihre Träume wahr gemacht und mir geholfen haben, an mich selbst zu glauben. Sie haben mir die Sicht auf die Dinge verdeutlicht, wenn ich kurz davor war aufzugeben, oder waren einfach nur da, wenn der Schmerz an meine Tür klopfte. Ich habe einen Baum gepflanzt, ein Buch geschrieben und ein Kind gezeugt. Ich hatte Glück. Aber es gibt noch mehr im Leben. Sehr viel mehr ... __ Vor einiger Zeit hat einer der wunderbarsten Menschen, die ich je kennenlernen durfte, diese Welt verlassen. Sie hieß Silvia. Wir kannten einander von Kindesbeinen an, wir stammen aus demselben Viertel einer Stadt am Meer, einer Stadt in einem fernen Land. Wir wuchsen zusammen auf, dann trennten sich unsere Wege, und ein jeder lebte das Leben, für das er sich entschieden hatte. Silvia und ich hatten die gleiche Lebenseinstellung, wir teilten die wundersamen Jahre unserer Kindheit. Wir waren beide Träumer, ja Seelengeschwister. Dies bestätigte sich, als sie viele Jahre später ihren lukrativen Job aufgab und sich für ein Leben als Malerin entschied, so wie auch ich aus der Geschäftswelt ausgestiegen und Schriftsteller geworden bin. In ihren letzten Jahren litt Silvia an einer unheilbaren Krankheit. Mit einundfünfzig Jahren schied sie schließlich aus dieser Welt. Ihr Leiden, das ich jahrelang mitverfolgt hatte, war endlich vorüber. Nun ist sie frei. Eine der bewundernswertesten und schönsten Seelen, die ich kannte, hat ihren todkranken Körper verlassen. Silvias Mut und ihr Wille, das Leben bis zum letzten Atemzug voll auszukosten, waren für mich etwas ganz Neues und Besonderes. Ich war beeindruckt, wie sie ihre Situation akzeptierte, anstatt sich darüber zu beklagen, dass das Leben sie so ungerecht behandelte. Ich hatte die Ehre, die letzte Person zu sein, mit der sie sprach, bevor sie in ein tiefes Koma fiel, aus dem sie nie wieder erwachte. Genau wie ich war auch Silvia ihrem Schicksal gefolgt und viele Male um die Welt gereist, bevor sie nach Jahren wieder in das Stadtviertel zurückkehrte, in dem wir beide groß geworden sind - eine Art Basislager voller wunderbarer Erinnerungen. Sie hatte sich dazu entschieden, zu Hause zu sterben, in ihrem kleinen Häuschen, das dem Märchen vom Aschenputtel entsprungen schien und einen atemberaubenden Blick aufs Meer bot. An den Wänden hingen jede Menge Bilder, die sie selbst gemalt hatte und die eine gewisse Beschaulichkeit ausstrahlten. Ein ganz kleines, bescheidenes Heim und doch so voller Liebe und Lebensfreude. Ich erinnere mich, wie sie mich vor ein paar Wochen anrief. »Ich muss mit dir reden, Sergio«, sagte sie. »Gern. Wann soll ich kommen?« »Am besten sofort.« »Ich komme, so schnell ich kann.« »Danke, Sergio. Sieh bitte zu, dass es nicht zu lange dauert.« __ Ich eilte zu ihr. Da sie nicht mehr aus dem Bett aufstehen konnte, hatte sie mir einen Hausschlüssel gegeben. »Hallo, meine Schöne!«, begrüßte ich sie. »Hallo, Sergio. Danke, dass du gekommen bist.« »Ich danke dir, dass du mich angerufen hast«, erwiderte ich. Es war kurz vor Sonnenuntergang. Goldenes Licht strahlte warm durch die offenen Fenster ihres Zimmers, und eine frische, salzige Abendbrise wehte herein. Mit schwacher, aber freundlicher Stimme bat Silvia ihre Krankenpflegerin, uns allein zu

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