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Die zwei Leben der Alice Pendelbury Roman von Levy, Marc (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 28.05.2013
  • Verlag: Blanvalet
eBook (ePUB)
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Die zwei Leben der Alice Pendelbury

Kann man der Liebe seines Lebens zweimal begegnen? Brighton, Dezember 1950. Alice verbringt mit ihren Freunden einen wunderbaren Tag am Meer. Als sie aus Spaß eine Seherin besucht, ahnt sie nicht, dass deren Worte ihr Leben für immer verändern werden: 'Der Mann, der der wichtigste Mensch für dich sein wird, derjenige, den du seit jeher suchst, ist gerade hinter dir vorbeigegangen. Um ihn zu finden, wirst du sechs bestimmten Personen begegnen müssen. In dir stecken zwei Leben - das, das du bereits kennst, und das andere, das noch auf dich wartet ...' Für Alice ist es der Beginn einer außergewöhnlichen Reise zu sich selbst - und zu der großen Liebe. Marc Levy ist 1961 in Frankreich geboren. Mit achtzehn Jahren engagiert er sich beim französischen Roten Kreuz, für das er sechs Jahre tätig ist. Gleichzeitig studiert er Informatik und Betriebswirtschaft an der Universität in Paris. Von 1983 bis 1989 lebte er in San Francisco, wo er sein erstes Unternehmen gründete. 1990 verließ er die Firma und eröffnete mit zwei Freunden ein Architektenbüro in Paris. Er entdeckte schon früh seine Liebe zur Literatur und zum Kino und schrieb mit siebenunddreißig Jahren seinen ersten Roman, "Solange du da bist", der von Steven Spielberg verfilmt und auf Anhieb ein Welterfolg wurde. Seitdem wird Marc Levy in neunundvierzig Sprachen übersetzt, und jeder Roman ist ein internationaler Bestseller. Marc Levy, der mit seiner Familie in New York lebt, ist mit 40 Millionen verkauften Büchern der erfolgreichste französische Autor weltweit.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 352
    Erscheinungsdatum: 28.05.2013
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641088903
    Verlag: Blanvalet
    Originaltitel: L'étrange voyage de Monsieur Daldry
    Größe: 706 kBytes
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Die zwei Leben der Alice Pendelbury

Kapitel 1

London, Freitag, 22. Dezember 1950

Die Tropfen trommelten auf das Glasdach über dem Bett. Ein heftiger Winterregen. Aber es würde noch viel mehr regnen müssen, um die Stadt vom Schmutz des Krieges reinzuwaschen. Es herrschte erst seit fünf Jahren Frieden, und London trug noch die Stigmata der Bombenangriffe. Das Leben nahm wieder seinen Lauf, man schränkte sich ein - weniger zwar als in den vorhergehenden Jahren, aber immer noch ausreichend, um sich an jene Tage zu erinnern, als man sich satt essen konnte und Fleisch nicht nur aus Konserven kannte.

Alice verbrachte den Abend in Gesellschaft ihrer Freunde zu Hause: Sam, Buchhändler bei Harrington & Sons und ein ausgezeichneter Kontrabassist; Anton, Schreiner und ein herausragender Trompeter; Carol, Krankenschwester, seit Kurzem von der Armee freigestellt und jetzt am Chelsea Hospital tätig; Eddy, der am Fuß der Treppe der Victoria Station oder, wenn es ihm erlaubt war, in den Pubs zur Gitarre sang.

Von ihm kam der Vorschlag, am nächsten Tag einen Ausflug nach Brighton zu unternehmen, um das bevorstehende Weihnachtsfest einzuläuten. Der Jahrmarkt, der an der langen Mole abgehalten wurde, war wieder eröffnet, und an einem Samstag herrschte auf dem Volksfest sicher eine Bombenstimmung.

Jeder hatte Kassensturz gemacht und seine letzten Pennys zusammengekratzt. Eddy hatte etwas Geld in einer Bar in Nottingham verdient, Anton hatte zum Jahresende eine kleine Prämie von seinem Chef bekommen, Carol hatte nichts, aber sie hatte sowieso nie Geld, und ihre alten Freunde waren daran gewöhnt, für sie zu bezahlen, Sam hatte eine Originalausgabe von The Voyage out und eine Zweitausgabe von Mrs. Dalloway - beide Titel von Virginia Woolf - an einen amerikanischen Kunden verkauft und damit an einem Tag so viel verdient wie sonst in der ganzen Woche. Was Alice anging, so verfügte sie über einige Ersparnisse, und nachdem sie das ganze Jahr über gearbeitet hatte wie eine Besessene, hatte sie es verdient, diese jetzt auszugeben. Außerdem wäre ihr jeder Vorwand recht gewesen, um einen Samstag mit ihren Freunden zu verbringen.

Der Wein, den Anton mitgebracht hatte, korkte und schmeckte nach Essig, aber alle hatten sie genug davon getrunken, um aus vollem Hals und von Lied zu Lied lauter zu singen, bis schließlich ihr Flurnachbar Mr. Daldry an die Tür klopfte.

Sam hatte als Einziger den Mut zu öffnen und versprach ihm, der Lärm würde sofort aufhören, übrigens sei es für sie ohnehin an der Zeit, nach Hause zu gehen. Mr. Daldry hatte seine Entschuldigung angenommen, allerdings nicht ohne etwas hochmütig zu erklären, er suche Schlaf und wisse es wirklich zu schätzen, wenn seine Nachbarn dieses Unterfangen nicht vereiteln würden. Es sei nicht die Bestimmung des viktorianischen Hauses, in dem sie wohnten, sich in einen Jazzklub zu verwandeln, und ihre Unterhaltung durch die dünnen Wände zu verfolgen sei schon unangenehm genug. Dann war er in seine nebenan liegende Wohnung zurückgekehrt.

Alices Freunde hatten Mäntel, Schals und Mützen angezogen, und man hatte sich für den nächsten Morgen um zehn Uhr an der Victoria Station auf dem Bahnsteig verabredet, von dem der Zug nach Brighton abfuhr.

Als sie allein war, schaffte Alice etwas Ordnung in dem großen Raum, der je nach Tageszeit als Atelier, Wohn-, Ess- oder Schlafzimmer diente. Als sie gerade das Sofa ausklappen wollte, richtete sie sich plötzlich auf und blickte zur Tür. Wie hatte ihr Nachbar die Unverfrorenheit besitzen können, einen so schönen Abend zu unterbrechen, und mit welchem Recht war er bei ihr eingedrungen?

Sie nahm ihr Tuch von der Garderobe, betrachtete sich in dem Spiegel im Eingang, hängte es zurück, weil es sie alt machte, und ging entschlossen los, um an Mr. Daldrys Tür zu klopfen. Die Hände in die Hüften gestemmt, wartete sie, bis er öffnete.

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