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Diese Welt hat keinen Platz für mich Wie ein Mädchen in der Psychiatrie zerbricht von Marina (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 25.04.2014
  • Verlag: edition fischer
eBook (ePUB)
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Diese Welt hat keinen Platz für mich

Die hochbegabte Marina wird in der Schule gemobbt. Sie wird depressiv. Ein von ihr freiwillig gewählter Aufenthalt in einer offenen psychiatrischen Station für Kinder und Jugendliche soll ihr helfen, wieder gesund zu werden. Doch was so hoffnungsvoll beginnt, wird zum Albtraum für sie und ihre Eltern. Eine wahre Geschichte und ein aufrüttelndes, berührendes Plädoyer für eine verantwortungsvolle, individuelle, einfach bessere psychiatrische Behandlung.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 256
    Erscheinungsdatum: 25.04.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783899508321
    Verlag: edition fischer
    Größe: 1045kBytes
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Diese Welt hat keinen Platz für mich

PROLOG

Marinas Weg beginnt an einem Sonntag im April 1996, drei Wochen früher als vorausberechnet.

Zu diesem Zeitpunkt hat sie außer ihren Eltern zwei Großväter, eine Großmutter, drei Tanten, einen Onkel, zwei Cousinen und drei Cousins sowie viele weitere entfernte Verwandte.

Sie entwickelt sich rasch. Mit elf Monaten beginnt sie zu laufen. Mit 18 Monaten spricht sie ihre ersten Wörter und mit zwei Jahren Fünf-Wort-Sätze. Im Kindergarten löst sie Puzzles, die für ihre älteren Kameraden gedacht waren. Sie kann es kaum erwarten, in die Schule zu gehen. Sie ist dann enttäuscht über das langsame Lerntempo. Um die Langeweile auszugleichen, besucht sie die Musikschule, in der sie Klavier spielen lernt, und die Schule der Fantasie, in der sie malt und bastelt. Nachmittags spielt sie altersgerechte Spiele am Computer. Marina beginnt in der zweiten Klasse mit Freude, Bücher zu lesen. Das wird für sie ein wichtiger, schöner und dauerhafter Zeitvertreib. Zu jeder Zeit hat sie Freunde und Freundinnen, mit denen sie spielt und Spaß hat.

Die Vorfreude auf das Gymnasium ist groß. Auch hier fühlt sie sich aber nach kurzer Zeit unterfordert. Als zusätzliches Hobby wählt sie das Hallenklettern und nimmt an der Theaterspielgruppe teil. Sie liest sehr viele Bücher, was dazu führt, dass sie in eine andere Stadtbibliothek wechseln muss, um weiterhin Lesestoff zu erhalten. Am Computer spielt sie nun anspruchsvollere Simulationen und Strategiespiele.

Ihre Freundinnen aus der vierten Klasse wählen einen anderen Zweig oder ziehen weg. Ihre Freundin aus der fünften und sechsten Klasse schafft den Übertritt in das nächste Jahr nicht, so dass sie ab der siebten Klasse keine Freundin mehr in ihrer Klasse hat. Sie verbringt die Schulpausen mit Freundinnen aus der Parallelklasse.

In den Ferien der sechsten Klasse lernt sie im Englisch-Camp ein Mädchen kennen, mit dem sie sich eng anfreundet. Marina trifft sich jedes Wochenende mit ihr und telefoniert unter der Woche fast täglich meist stundenlang mit ihr.

Nachmittags und am Wochenende nutzt sie ihre tägliche Internetzeit, um mit ihrer Freundin an einem Online-Rollenspiel teilzunehmen.

In der siebten Klasse gerät Marina durch andauernde Ausgrenzung immer mehr ins Abseits, worüber sie sehr unglücklich ist und oft weint.

Es wird mit der Schule gesprochen, ob sie eine Klasse überspringen kann, weil sie sich unterfordert fühlt und in der Klasse ausgegrenzt wird. Das wird abgewehrt mit dem Hinweis, dass die Hochbegabung alleine nicht ausreiche und sie mehr Zweier als Einser habe. Ein Wechsel in die Parallelklasse, in der ihre Freundinnen sind, ist aufgrund der Sprachenfolge nicht möglich. Die parallel stattfindende Suche nach einem freien Platz in einer Hochbegabten-Klasse scheitert ebenfalls an der Sprachenfolge, so dass sie sich in Absprache mit ihren Eltern entschließt, in der Klasse zu bleiben. Sie hofft auf bessere Akzeptanz in der Klasse im nächsten Jahr.

Das achte Schuljahr verläuft unauffällig, aber sie wird weiterhin ausgegrenzt. Im Sportunterricht will niemand mit ihr in eine Gruppe, im Segellager ist sie mit den Freundinnen aus der Parallelklasse in einem Zimmer. Mitte der achten Klasse bewirbt sie sich für einen Schüleraustausch nach Frankreich. Die letzten zwei Monate des Schuljahres kommt die Austauschschülerin nach Deutschland und nimmt am Unterricht in Marinas Klasse teil. Mit der Austauschschülerin versteht sie sich sehr gut. In den Sommerferien besucht sie, wie zwei Jahre zuvor, mit Freundinnen eine Spielstadt. Das ist ein modellhaftes Abbild einer wirkliche

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