text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Don't HATE me von Kiefer, Lena (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 21.12.2020
  • Verlag: cbj Kinder- & Jugendbücher
eBook (ePUB)
9,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Don't HATE me

Er hat sie belogen.
Sie will ihn vergessen.
Aber das Schicksal hat andere Pläne.

KENZIE hat sich geschworen: nie wieder Kontakt mit dem Henderson-Clan. Nachdem Lyall ihr Herz gebrochen hat, will sie sich nur noch auf ihr Studium konzentrieren. Doch dann erhält sie von Theodora Henderson das verlockende Angebot, ein Resort auf Korfu mitzugestalten. Kenzie ergreift die Chance - ohne zu wissen, was sie dort erwartet.

LYALL versucht alles, um Kenzie zu vergessen, nachdem sie ihn als Lügner entlarvt und verlassen hat. Die Pläne für den Familienkonzern stehen für ihn nun an erster Stelle. Als seine Mutter Hilfe bei ihrem Hotel-Projekt in Griechenland benötigt, überlegt er nicht lange. Er ahnt jedoch nicht, wie sehr sein Herz dort auf die Probe gestellt werden wird ....

Alle Bände der Don't-Trilogie:
Band 1 - Don't Love Me
Band 2 - Don't Hate Me
Band 3 - Don't Leave Me
Shortstory - Don't Kiss Me (Nur als E-Book verfügbar)


Lena Kiefer wurde 1984 geboren und war schon als Kind eine begeisterte Leserin und Geschichtenerfinderin. Einen Beruf daraus zu machen, kam ihr jedoch nicht in den Sinn. Nach der Schule verirrte sie sich in die Welt der Paragraphen, fand dann aber gerade noch rechtzeitig den Weg zurück zur Literatur und studierte Germanistik. Bald darauf reichte es ihr nicht mehr, die Geschichten anderer zu lesen - da wurde ihr klar, dass sie Autorin werden will. Heute lebt Lena Kiefer mit ihrem Mann in der Nähe von Bremen und schreibt in jeder freien und nicht freien Minute.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 432
    Erscheinungsdatum: 21.12.2020
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641262730
    Verlag: cbj Kinder- & Jugendbücher
    Größe: 2257 kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Don't HATE me

1
Lyall

Der Lake Michigan sah um diese Jahreszeit aus, als wären wir auf einem fremden Planeten. Eis, so weit das Auge reichte, teils gebrochen, übersät mit Kristallen und Schnee. Ich stoppte und besah mir das surreale Bild, genau wie zahlreiche Leute entlang des Ufers, die ihre Smartphones gezückt hatten und das Schauspiel mit der Kamera festhielten. Meine eigene Faszination hielt sich in Grenzen, stattdessen war ich genervt. Zwar hatte ich nichts gegen Kälte, aber in diesem Fall bedeutete sie, dass ich schon seit Monaten nur im Indoor-Pool meines Wohnhauses schwimmen konnte und nicht draußen. Wahrscheinlich hätte ich vor dreieinhalb Jahren doch besser den Studienplatz in Los Angeles annehmen sollen.

Ich skippte auf meinem Kopfhörer zum nächsten Track in der Running-Playlist und setzte mich wieder in Bewegung. Eisiger Wind blies mir um den Kopf, als ich Richtung Navy Pier joggte, auf den Ohren Water von Bishop Briggs. Ich ließ die Vergnügungsmeile rechts liegen und schlug den Weg abseits der Luxusgeschäfte ein, die links begannen. Es war ein typischer Januartag, grau und irgendwie düster, sodass man glatt vergessen konnte, dass es bald wieder Frühling sein würde. Vielleicht lag das aber auch nur an mir.

Ich wich zwei Leuten aus, die Fotos vor dem Disney Store machten, und wurde langsamer. Vor mir ragte das John Hancock Center auf, dessen beeindruckender Fassade ich nach über drei Jahren in dieser Stadt immer noch nicht müde wurde. Der Teil meines Herzens, der für Architektur schlug, hüpfte erfreut bei diesem Anblick. Was gut war, denn so wusste ich, dass es noch zu Emotionen fähig war. Theoretisch zumindest.

Die Kälte wurde beißender, also steuerte ich auf direktem Kurs meine Wohnung an und war froh, als ich ins warme Foyer kam. Der Portier grüßte mich freundlich, und ich erwiderte es, bevor ich den Aufzug nach oben zu meiner Wohnung nahm, mir ein Handtuch aus dem Schrank schnappte und dann ins Untergeschoss fuhr, wo das Apartmenthaus über ein Schwimmbad verfügte. Das war mir im Gegensatz zur Aussicht oder der Größe der Wohnung damals am wichtigsten gewesen.

Das Becken war verlassen, niemand schien es am späten Nachmittag benutzen zu wollen. Ich zog die Trainingsklamotten aus und sprang nach einer schnellen Dusche ins Wasser, zog meine Bahnen, fast eine Stunde lang. Wie immer fegten mir die Stille und der sanfte Druck auf meinen Ohren alle Gedanken aus dem Kopf. Zu schwimmen war die einzig wirksame Methode, wie ich zur Ruhe kam. Mich von den Gefühlen frei machen konnte, die mich seit Ewigkeiten quälten, von dem Schmerz, der Schuld, dem Abgrund, der sich immer wieder vor mir auftat. Die Schwärze, die sich sonst nur ab und zu gemeldet hatte, war nun mein ständiger Begleiter. Als ich schließlich auftauchte und ausatmete, fühlte ich mich jedoch etwas leichter. Ich sank für einen Moment auf die Liege neben dem Ausgang und atmete durch.

Da sprach mich jemand an.

»Hey, Lyall. Was für ein Zufall. Ich wusste gar nicht, dass du auch um diese Zeit schwimmst.«

Ich sah auf.

»Hey, Sophia. Ist eigentlich nicht meine Zeit, aber ich habe noch an der Projektarbeit gesessen, deswegen bin ich spät dran.«

Sophia wohnte zwei Stockwerke unter mir, ein hübsches Mädchen mit dunklen Haaren, hellen Augen und einer Figur, die selbst meinen Cousin Finlay hätte interessiert aufsehen lassen. Außerdem studierte sie wie ich Architektur, so viel hatte ich auf dem Flur schon erfahren, als sie vor ein paar Wochen eingezogen war.

»Ich habe übrigens die Doku über Norman Foster gesehen, die du mir empfohlen hast«, sagte sie. »Die war echt krass interessant. Keine Ahnung, wieso ich sie noch nicht kannte, wo ich doch so auf strukturellen Expressionismus stehe.«

Ich nickte. »Sag ich doch, es ist ein Geheimtipp.«

»Wo du das erwähnst ...« Sie lächelte. »Ich wollte mir heute Abend Pizza holen und die anderen G

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen