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Don't LOVE me von Kiefer, Lena (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.10.2020
  • Verlag: cbj Kinder- & Jugendbücher
eBook (ePUB)
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Don't LOVE me

ER hat ein dunkles Geheimnis.
SIE ist tabu für ihn.
Haben sie eine Zukunft?

KENZIE ist nicht gerade begeistert davon, in den schottischen Highlands ihr Design-Praktikum zu absolvieren. Doch als sie bei ihrem ersten Auftrag dem jungen Erben der Luxushotelkette begegnet, ändert sich alles. Der attraktive Lyall fasziniert sie von der ersten Minute an. Doch welches Geheimnis verbirgt er hinter seinem abweisenden Verhalten?
LYALL bleibt ein Sommer, um sich am Stammsitz seiner altehrwürdigen Familie zu bewähren. Gelingt ihm das nicht, ist seine Zukunft in Gefahr. Als er der Designstudentin Kenzie begegnet, gerät sein Plan ins Wanken. Denn ihrer Anziehungskraft kann er einfach nicht widerstehen. Doch keiner weiß besser als er, wie verhängnisvoll eine Beziehung zu ihm für sie enden könnte.
Alle Bände der Don't-Trilogie:
Band 1 - Don't Love Me
Band 2 - Don't Hate Me
Band 3 - Don't Leave Me
Shortstory - Don't Kiss Me (Nur als E-Book verfügbar)


Lena Kiefer wurde 1984 geboren und war schon als Kind eine begeisterte Leserin und Geschichtenerfinderin. Einen Beruf daraus zu machen, kam ihr jedoch nicht in den Sinn. Nach der Schule verirrte sie sich in die Welt der Paragraphen, fand dann aber gerade noch rechtzeitig den Weg zurück zur Literatur und studierte Germanistik. Bald darauf reichte es ihr nicht mehr, die Geschichten anderer zu lesen - da wurde ihr klar, dass sie Autorin werden will. Heute lebt Lena Kiefer mit ihrem Mann in der Nähe von Bremen und schreibt in jeder freien und nicht freien Minute.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 432
    Erscheinungsdatum: 01.10.2020
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641262723
    Verlag: cbj Kinder- & Jugendbücher
    Größe: 2334 kBytes
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Don't LOVE me

1
Kenzie

»Wie wäre es denn hiermit?« Ich zog einen hübschen türkisblauen Stoff aus dem Regal und legte ihn vor mir auf den Tisch. »Die Farbe würde perfekt zu den Schrankfronten in Ihrem Wohnmobil passen. Wenn wir dann noch mit den hellen Kissen einige Akzente setzen, wirkt das Ganze absolut harmonisch.«

Mister und Mrs Colby musterten den Ballen, als wäre er ein Wesen von einem fremden Planeten. Ich ahnte nichts Gutes.

»Ja ... also ...« Mister Colby rieb sich seine Glatze. »Ich glaube, das ist nicht ganz das Richtige für uns.«

Seine Frau befühlte den beigefarbenen Stoff, der direkt neben meiner Empfehlung lag. »Der hier gefällt mir sehr gut. Den sollten wir nehmen.«

Ich konnte gerade noch verhindern, das Gesicht zu verziehen. »Für die Sitzgruppe oder auch für die seitliche Bank?«

»Für alles. Auch die Kissen.« Mrs Colby strahlte. »Dann ist es einheitlich.«

»Ja, einheitlich todlangweilig«, murmelte ich.

»Was haben Sie gesagt?«, fragte Mister Colby nach.

Jetzt war die Frage - sollte ich den Mund halten oder nicht? Was soll's. »Ich habe nur überlegt, ob Sie tatsächlich ein so einheitliches Design möchten«, sagte ich ehrlich. »Beige, das ist nun wirklich nicht gerade originell.«

Die beiden wechselten einen irritierten Blick. »Wir wussten nicht, dass ein Wohnmobil originell sein sollte«, antwortete Mrs Colby etwas spitz.

Himmel, wieso hatte ich diese Diskussion überhaupt angefangen? Warum hatte ich nicht gelächelt, genickt und die Bestellnummer des beigefarbenen Stoffs in das Formular eingetragen, so wie jeder Mitarbeiter meines Vaters es getan hätte? Ach ja, richtig. Weil ich seine Tochter war. Und er auch versucht hätte, diese eigentlich sehr netten Leute von dem Look Fahrendes Seniorenheim abzubringen.

»Wissen Sie«, startete ich mein Plädoyer für kräftige Farben, »ein Wohnmobil ist ja mehr als nur ein rollendes Haus. Es ist ein Lebensgefühl. Und -«

»Kenzie?« David, einer von Dads Leuten, streckte den Kopf in unseren Showroom. »Telefon für dich.«

»Kannst du die Nummer aufschreiben und ich rufe zurück?« Unauffällig deutete ich auf die Colbys. Wenn ich jetzt ging, hatten die Gebrüder Langweilig & Beige gewonnen, das stand fest.

»Es scheint dringend zu sein«, meinte David. »Ich kann hier für dich übernehmen.«

Sofort schnellte mein Puls in die Höhe, ohne dass ich ihn mit Vernunft daran hindern konnte. Kalter Schweiß kroch mir in den Nacken, meine Hände verkrampften sich. So war es immer: Wenn jemand davon sprach, dass ein Anruf dringend war, machte mein Körper eine grauenhafte Zeitreise - zu dem Tag, als ein solcher Anruf unserer Familie einen schweren Schlag versetzt hatte. Einen Schlag, von dem wir uns niemals erholen würden.

David schien mir anzusehen, woran ich dachte. »Oh Gott, nein«, sagte er schnell und berührte mich an der Schulter. »Es ist nur jemand von dieser Agentur ... Olsen oder so. Nichts Schlimmes.«

Die Erleichterung schwemmte meine Panik weg, aber ihr Echo blieb. Tief atmete ich ein und nickte tapfer, brachte sogar ein Lächeln zustande. »Danke«, murmelte ich, dann entschuldigte ich mich bei den Colbys und verließ den Raum.

Quer durch die Halle waren es nur dreißig Meter bis zum Büro, sie reichten jedoch aus, um mich zu beruhigen. Olsen, das war die Londoner Agentur, in der ich den Sommer über arbeiten würde - eine wichtige Referenz, wenn ich nächstes Jahr die Chance haben wollte, einen Platz für Interior Design an der University of the Arts in London zu bekommen. Wahrscheinlich gab es noch irgendwelche Details zu klären.

In der Halle war es laut, aber die Mischung aus Radiomusik, dem Klang eines Trennschleifers und dem Kreischen der Tischkreissäge war für mich wie das Zusammenspiel eines Orchesters, dessen Schönheit nur wenige zu schä

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