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Dr. Daniel 42 - Arztroman Ein Kampf für die Liebe von Françoise, Marie (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 08.03.2016
  • Verlag: Martin Kelter Verlag
eBook (ePUB)
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Dr. Daniel 42 - Arztroman

Dr. Daniel ist eine echte Erfolgsserie. Sie vereint medizinisch hochaktuelle Fälle und menschliche Schicksale, die uns zutiefst bewegen - und einen Arzt, den man sich in seiner Güte und Herzlichkeit zum Freund wünscht. 'Du willst was?' fragte Manfred Klein und starrte seine Freundin dabei völlig entgeistert an. Ines Holbe blieb kühl. 'Ich gehe für ein halbes Jahr nach Japan', wiederholte sie gelassen. 'Oder glaubst du vielleicht, ich hätte in den vergangenen Jahren diese Sprache nur zum Spaß gebüffelt?' Fassungslos schüttelte Manfred den Kopf. 'Damit setzt du alles aufs Spiel, was zwischen uns war und noch immer ist.' Ines seufzte. Genau mit diesem Argument hatte sie schon gerechnet, dabei war ihre Beziehung zu Manfred in den vergangenen Wochen ziemlich abgekühlt, und diese Tatsache hatte für sie schließlich den Ausschlag gegeben, das Angebot aus Japan anzunehmen.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 64
    Erscheinungsdatum: 08.03.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783740900793
    Verlag: Martin Kelter Verlag
    Serie: Dr. Daniel Nr.42
    Größe: 375 kBytes
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Dr. Daniel 42 - Arztroman

"Du willst was?" fragte Manfred Klein und starrte seine Freundin dabei völlig entgeistert an.

Ines Holbe blieb kühl.

"Ich gehe für ein halbes Jahr nach Japan", wiederholte sie gelassen. "Oder glaubst du vielleicht, ich hätte in den vergangenen Jahren diese Sprache nur zum Spaß gebüffelt?"

Fassungslos schüttelte Manfred den Kopf. "Damit setzt du alles aufs Spiel, was zwischen uns war und noch immer ist."

Ines seufzte. Genau mit diesem Argument hatte sie schon gerechnet, dabei war ihre Beziehung zu Manfred in den vergangenen Wochen ziemlich abgekühlt, und diese Tatsache hatte für sie schließlich den Ausschlag gegeben, das Angebot aus Japan anzunehmen.

"Hör mal, Manfred, ich will ja deswegen nicht gleich auswandern", entgegnete sie in besänftigendem Ton. "Es ist nur ein halbes Jahr, und diese Zeit könnte doch uns beiden guttun. Vielleicht würde uns ein bißchen Abstand helfen, wieder zu dem zu finden, was wir einmal gehabt haben."

Manfred betrachtete seine außerordentlich attraktive Freundin und hatte plötzlich den unbändigen Wunsch, durch ihr dichtes, dunkles Haar zu streicheln und ihren sanft geschwungenen, sinnlichen Mund zu küssen. In letzter Sekunde beherrschte er sich aber, weil er genau wußte, daß jetzt nicht der richtige Zeitpunkt für solche Zärtlichkeiten war. Ines hätte das vermutlich gar nicht gewollt - ganz im Gegenteil. Sie war ja gerade im Begriff, eine ziemlich große Entfernung zwischen sich und Manfred zu legen.

"Du glaubst also, daß wir Abstand voneinander brauchen", murmelte Manfred niedergeschlagen. "Warum machst du dann eigentlich nicht gleich Schluß? Im Endeffekt zielt es doch sowieso darauf hinaus."

"Nein, Manfred, absolut nicht", entgegnete Ines in etwas aggressiverem Ton. Diese Diskussion begann allmählich, ihr auf die Nerven zu gehen. "Ich arbeite an meiner Karriere als Dolmetscherin, das mußt du akzeptieren, wenn du behauptest, mich zu lieben. Schließlich habe ich dir auch keine Steine in den Weg gelegt, als du dich entschlossen hast, die Fortbildungsseminare zu besuchen."

"Das ist ja wohl ein kleiner Unterschied", begehrte Manfred auf. "Immerhin fahre ich für meine Seminare nur nach München. Du aber willst gleich bis nach Japan. Und nicht nur für ein paar Wochen, sondern ein halbes Jahr lang."

Ines wurde jetzt wirklich wütend. "Du redest Unsinn! Wie soll ich denn in ein paar Wochen meine Sprachkenntnisse verbessern. Ein halbes Jahr ist doch das mindeste!" Sie zwang sich zu einem ruhigeren Ton. "Bitte, Manfred, stell dich doch nicht so an. Hast du noch nie gehört, daß eine Trennung auch ein neuer Anfang sein kann?"

Mißmutig winkte Manfred ab. "Ein neuer Anfang! Daß ich nicht lache! Für dich vielleicht. Schließlich wirst du ja neue Eindrücke gewinnen und andere Menschen kennenlernen. Vielleicht sogar die große Liebe." Die letzten Worte hatten ziemlich sarkastisch geklungen.

Ines reckte sich hoch. "Du redest jetzt wirklich Unsinn, Manfred. Ich gehe nicht nach Japan, um mich zu verlieben. Ich will meine Sprachkenntnisse verbessern - sonst nichts." Wieder zwang sie sich zu einem sanfteren Ton, denn sie wollte Manfred ja nicht ganz verlieren - wenn er ihr im Moment auch ziemlich auf die Nerven ging. Aber sie hatten eben auch eine schöne Zeit gehabt. "Wenn ich zurückkomme, dann können wir vielleicht ganz von vorn beginnen."

"Ja, vielleicht", stimmte Manfred zu, doch seiner Stimme war anzuhören, daß er nicht mehr daran glaubte.

Es war für Ines nicht ganz einfach, sich an die Lebensverhältnisse und die Mentalität ihrer japanischen Gastfamilie zu gewöhnen. Alles war hier so anders als zu Hause, und

Ines gestand sich ein, daß sie niemals so hätte leben wollen wie Fujiko Nakashida. Sie lebte nur für ihren Haushal

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