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Dr. Holl - Folge 1776 von Kastell, Katrin (eBook)

  • Erschienen: 09.02.2016
  • Verlag: Bastei Lübbe
eBook (ePUB)
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Dr. Holl - Folge 1776

In buchstäblich allerletzter Sekunde wird eine junge Frau mehr tot als lebendig in die Berling-Klinik eingeliefert. Offenbar hat sie einen gefährlichen Medikamentencocktail geschluckt. Wie durch ein Wunder gelingt es den Ärzten, das Leben der Patientin zu retten. Alles weist auf einen Selbstmord hin, dennoch wollen die einzelnen Puzzlestücke für Dr. Holl, den Chefarzt der Klinik, nicht zusammenpassen. Warum sollte eine so gut gekleidete, gepflegte junge Frau in einer dreckigen Absteige aus dem Leben scheiden wollen?

Als die Patientin nach fünf Tagen aus dem Koma erwacht, weiß sie nicht mehr, wer sie ist. Ihre Vergangenheit ist vollkommen ausgelöscht. Doch eines weiß sie ganz sicher: Mit dem Mann, der an ihrem Bett sitzt und den besorgten, liebenden Ehemann spielt, ist sie bestimmt nicht verheiratet ...

Produktinformationen

    Größe: 1029kBytes
    Herausgeber: Bastei Lübbe
    Untertitel: Ich weiß nicht mehr, was gestern war.
    Sprache: Deutsch
    Seitenanzahl: 64
    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Unterstützte Lesegerätegruppen: PC/MAC/eReader/Tablet
    ISBN: 9783732523979
    Erschienen: 09.02.2016
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Dr. Holl - Folge 1776

"Bist du dir sicher, dass dein Chef das genauso sieht wie du?", fragte Marion Freyer spöttisch und musste wieder einmal den Kopf über die Naivität ihrer besten Freundin schütteln, wenn es um Männer ging.

Kira war geradezu verboten attraktiv. Überall zog sie gierige Männerblicke auf sich, und die Mienen der Frauen vereisten, wenn sie an ihnen vorbeiging. Marion fand das witzig und liebte es, mit ihrer Freundin durch Hamburgs Fußgängerzone zu streifen. Was sie allerdings nicht verstand, war die Tatsache, dass Kira ihre eigene Schönheit ablehnte und weitgehend ignorierte.

"Herr Klaus ist einundfünfzig und zweimal geschieden. Er hat eine Tochter und einen Sohn, die in meinem Alter sind. Manchmal hörst du das Gras wachsen, Marion. Er geht hin und wieder abends etwas mit mir essen, weil er nicht gerne alleine ist. Er schätzt meine Gesellschaft, das ist es auch schon. Wir verstehen uns gut und haben beide niemanden, der zu Hause auf uns wartet", wehrte Kira Leonhardt ab.

"Ach so! Wenn du es sagst!", erwiderte Marion spöttisch.

"Unke! Nicht jeder Mann denkt gleich an Sex, wenn er eine Frau einlädt. Er ist ein guter Chef und ein anständiger Mann", beharrte Kira, fühlte sich aber nicht mehr ganz so sicher. Leider erwiesen sich Marions Prognosen in der Hinsicht oft als richtig.

"Tja, und noch einmal: Wenn du es sagst!", wiederholte ihre Freundin und musste lachen.

"Komm schon! Ich habe ein Büro, das größer ist als mein Wohnzimmer zu Hause, und wenn ich meine Gehaltsabrechnung bekomme, fühle ich mich immer wie eine Diebin, weil ich nicht fassen kann, wie gut ich verdiene. Die Stelle ist ein Traum."

Kira arbeitete erst seit sechs Monaten für den Steuerberater Peter Klaus und betrachtete es als großes Glück, dass er sie eingestellt hatte. Im Gegensatz zu dem Beraterbüro, in dem sie zuvor gearbeitet hatte, passte bei Herrn Klaus einfach alles. Die Arbeit machte Spaß, die Klienten waren spannend, und es blieb von Fall zu Fall eine Herausforderung. Kira mochte das.

"Herr Klaus ist ein erfolgreicher, erfahrener Mann, der genug Geld hat, um sich jede Frau leisten zu können. Was sollte er von einer Frau wie mir wollen?"

"Keine Ahnung, Schatz! Lass mich kurz überlegen! Vielleicht steht er auf blauäugige Blondinen, die wie ein Starmodel aussehen und dabei auch noch freundlich, fleißig, hochintelligent und humorvoll sind. Was glaubst du?"

"Marion, jetzt hör aber auf! Es reicht!", schimpfte Kira, die es nicht ausstehen konnte, wenn ihre Freundin so über sie sprach. Wenigstens Marion sollte sie nicht auf ihr Äußeres reduzieren. Um Schönheit bewarb man sich nicht, und man verdiente sie sich auch nicht, aber man musste dafür bezahlen - jeden Tag.

"Schon gut! Ich finde nur, dass du seine Einladungen öfter einmal ablehnen solltest. Mach ihm dezent klar, dass du gerne für ihn arbeitest, aber nie und nimmer mit ihm ins Bett gehen wirst. Wehret den Anfängen - das hat meine Oma immer gesagt. Erinnerst du dich? Omi war eine weise Frau."

"Und ob! Doppelt weise, weil sie all ihre Weisheit an ihre Enkelin weitergereicht hat", erwiderte Kira, und ihre Miene wurde weich. Sie hatte Marions Großmutter sehr gern gehabt und vermisste sie noch immer. Vor zwei Jahren war sie gestorben.

"Das nehme ich als gewaltiges Kompliment aus deinem Munde." Marion strahlte.

Die Freundinnen waren schon zusammen in den Kindergarten, dann zur Schule und anschließend zur Uni gegangen. Kiras alleinerziehende Mutter war dankbar gewesen, dass ihre Tochter in Marions Familie herzlich aufgenommen worden war. Im Grunde waren Marion und Kira daher eher Schwestern als Freundinnen.

"Schalte einfach unmerklich einen Gang zurück und bremse ab, bevor du wieder mit einem Schleudertrauma endest!", warnte Marion noch einmal ausdrücklich.

"Wird gemacht, auch wenn ich nach wie vor überzeugt bin, dass Herr Klaus sich nicht als Mogelpackung entpuppt und am Ende nur dassel

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