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Dr. Stefan Frank - Folge 2235 Das Lächeln der Maikönigin von Frank, Stefan (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 22.04.2014
  • Verlag: Bastei Lübbe AG
eBook (ePUB)
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Dr. Stefan Frank - Folge 2235

Im Englischen Garten ist alles für das alljährlich stattfindende Frühlingsfest der Waldner-Klinik geschmückt. Bunte Bänder flattern im Frühlingswind, und überall grünt und blüht es, dass es eine Freude ist. Gäste sitzen auf bunten Decken im Gras oder stehen mit einem Glas Maibowle beieinander. Da tritt der Klinikchef, Dr. Ulrich Waldner, auf die kleine Bühne. 'Ich freue mich, den Namen unserer diesjährigen Maikönigin verkünden zu dürfen', ruft er ins Mikrofon. 'Es ist ... Tamara Heller. Tamara, darf ich Sie zu mir bitten?' Beifall brandet auf, nur Stefan Frank sieht sich besorgt um. 'Tamara?', wiederholt der Klinikleiter fragend, und auch die Gäste rufen ihren Namen. Und tatsächlich: Plötzlich läuft eine zierliche junge Frau auf die Bühne zu - es ist Tamara. Sie lächelt, aber es wirkt gezwungen. Es muss bitter für sie sein, zur Maikönigin gekrönt zu werden, während der Mann, den sie liebt, nichts von ihr wissen will, überlegt Dr. Frank. Aber wie kann ich ihr helfen?

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 64
    Erscheinungsdatum: 22.04.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783838755700
    Verlag: Bastei Lübbe AG
    Serie: Dr. Stefan Frank Folge.2235
    Größe: 1283 kBytes
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Dr. Stefan Frank - Folge 2235

Der Himmel über Grünwald war grau und wolkenverhangen. Es regnete so stark, dass in den Rinnsteinen ganze Bäche rauschten. Dazu fauchte ein bitterkalter Wind durch die Straßen der Gemeinde südlich von München.

Es war einer jener Tage, an denen der Winter noch nicht weichen und der Frühling noch nicht kommen wollte. Die Dunkelheit zog früh herauf, und das Licht der Scheinwerfer auf den Straßen wurde vom strömenden Regen beinahe verschluckt.

Passanten hetzten durch die Stadt und duckten sich unter ihren Regenschirm, ohne nach rechts oder links zu blicken. So fiel auch niemandem die schwarz gekleidete Gestalt auf, die vor einer mit Efeu bewachsenen Villa stehen blieb und durch eines der Fenster im Erdgeschoss spähte.

Das moderne weiße Türschild bildete einen auffallenden Kon-trast zu dem geschichtsträchtigen Mauerwerk des Hauses. Zahnarztpraxis Dr. P. Steger , stand darauf. Darunter waren die Sprechzeiten notiert. Eines der hell erleuchteten Fenster war mit einer Lampe in Form eines Zahnes dekoriert. Quer über der Scheibe klebte ein Zettel: Schreibkraft gesucht!

Die Hände tief in den Manteltaschen vergraben, starrte die Gestalt ins Innere der Praxis. Regen tropfte von der Kapuze, die so tief in das Gesicht gezogen war, dass man unmöglich sagen konnte, ob es sich um eine Frau oder um einen Mann handelte. Plötzlich wich die Gestalt einen Schritt zurück, als hätte sie einen elektrischen Schlag bekommen.

Hinter dem Fenster tauchte eine junge Frau in einem weißen Kittel auf. Mit ihrem langen braunen Zopf, dem frischen Gesicht und den fröhlich blitzenden braunen Augen wirkte sie auf Anhieb sympathisch. Sie beugte sich gerade zu einem Kind hinunter und sagte etwas. Der Junge strahlte sie an, als wäre sie geradewegs vom Himmel vor seine Füße gefallen.

Die Gestalt im Regen schnaubte kaum hörbar. Tamara! Tamara hatte alles, wovon ein Mensch nur träumen konnte: ein Zuhause, einen schönen Job und einen Chef, der so aussah, als würde er in seiner Freizeit nichts anderes tun, als auf Berge zu klettern.

Doch all das würde schon bald der Vergangenheit angehören. Ja, Tamara würde alles verlieren, wie auch die Gestalt alles verloren hatte – dafür würde sie schon sorgen!

Der Wunsch nach Vergeltung brannte seit vielen Jahren in ihren Adern, und nun war endlich die Zeit gekommen, ihn zu verwirklichen. Noch ahnte Tamara nichts davon, aber ihr Leben würde sich dramatisch verändern – und zwar schon bald!

"Liebes, du klingst ja, als würdest du Espresso machen!" Sorgenvoll schüttelte Stefan Frank den Kopf, als seine Freundin von einem Hustenanfall geschüttelt wurde.

Alexandra Schubert presste eine Hand vor ihren Mund, aber sie konnte nicht aufhören zu husten. Erst nach einer Weile ließ der Hustenreiz nach, und sie schnappte hörbar nach Luft.

"Autsch!" Sie rieb sich mit unbehaglicher Miene die Kehle.

"Wir sollten lieber nicht ins Kino gehen, wenn es dir nicht gut geht." Stefan Frank legte ihr prüfend eine Hand auf die Stirn. "Du glühst ja beinahe!"

"Gestern ging es mir noch gut, aber heute früh bin ich mit Gliederschmerzen und Schnupfen aufgestanden. Seitdem wird es von Stunde zu Stunde schlimmer." Sie nieste herzhaft.

"In der Tat. Das kann ich hören." Dr. Frank legte einen Arm um ihre Schultern. "Leg dich zu Bett, ja? Ich werde dir etwas zu essen bringen."

"Aber ich habe leider nichts im Haus. Nur Cornflakes, für deren Haltbarkeitsdatum ich nicht mehr die Hand ins Feuer legen würde. Außerdem hatten wir uns doch auf den Film gefreut." Sie blinzel

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