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Dr. Stefan Frank - Folge 2274 Bitte hilf mir, Dr. Frank!. von Frank, Stefan (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 20.01.2015
  • Verlag: Bastei Lübbe
eBook (ePUB)
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Dr. Stefan Frank - Folge 2274

Ella Hansen ist das Ein und Alles ihres Papas Daniel. Kein Wunder: Mit ihren blonden Haaren und den riesengroßen blauen Augen sieht das kleine Mädchen förmlich aus wie ein Engel. Doch fragt man Ellas Kindermädchen, so ist die Fünfjährige eher ein kleiner Satansbraten. Und so hat das Mädchen auch schon etliche Erzieherinnen in die Flucht geschlagen. Als es wieder einmal so weit ist, droht Daniel Hansen zu verzweifeln. Wo, um Himmels willen, soll er denn schon wieder ein neues Kindermädchen auftreiben?

Das Problem löst sich glücklicherweise fast wie von selbst, als er nur wenige Tage später die junge - und sehr hübsche - Kinderpsychologin Anna Winkler kennenlernt. Zugegeben, Anna verhält sich ähnlich divenhaft wie Ella, aber was hat Daniel schon für eine Wahl? Kurzentschlossen engagiert er Anna. Noch ahnt er nicht, dass diese Entscheidung sein und Ellas Leben für immer verändern wird ...

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 64
    Erscheinungsdatum: 20.01.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783732507665
    Verlag: Bastei Lübbe
    Größe: 893kBytes
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Dr. Stefan Frank - Folge 2274

Auch Dr. Stefan Frank, der beliebte Allgemeinmediziner und Geburtshelfer aus Grünwald, war nur ein Mann. Und als er einen Blick auf die neue Patientin warf, die kurz vor Mittag plötzlich in seinem Behandlungsraum stand, war es auch schon um ihn geschehen.

Die bildhübsche junge Dame senkte den Kopf, formte ihre erdbeerroten Lippen zu einem Schmollmund und produzierte einen filmreifen Augenaufschlag, um den die berühmtesten weiblichen Hollywoodstars sie glühend beneidet hätten.

Schon der erste Blick in ihre großen tiefblauen Augen brachte Stefan Franks Herz in Sekundenschnelle zum Schmelzen.

Verspielt wickelte sie eine Strähne ihres schulterlangen, blonden Haares um ihren Zeigefinger. Dann legte sie den Kopf schief, lächelte und klimperte kokett mit den langen, dunklen Wimpern.

Anschließend drehte sie sich ein wenig zur Seite, hob die linke Schulter an, legte ihr Kinn darauf, senkte in gespielter Verlegenheit den Blick und stieß ein kurzes leises Kichern aus.

Allerdings klang es nicht so schrill und gekünstelt wie bei manch einer Frau, sondern so hell und rein, als würde man nur ganz sanft die hohen Saiten einer Harfe zupfen.

Pling - pling - pling ...

Automatisch dehnten sich Stefans Lippen zu einem breiten Lächeln. Er legte den Kugelschreiber auf die Rezepte, die er eben unterschrieben hatte.

"Guten Tag, mein schönes Fräulein. Was kann ich denn für Sie tun?"

Die förmliche Anrede entlockte ihr ein amüsiertes Glucksen, dann wurde sie sehr ernst. Sie schlug die Zipfel einer kleinen weißen Kuscheldecke zurück, die sie mit einem Arm an ihren Körper gedrückt hielt.

"Olga hat ein Ohr ab."

Ein weißes, schon sehr abgewetztes Plüschtier undefinierbarer Gattung kam unter der Decke zum Vorschein. Eines der runden Ohren hing nur noch an einem Stück Zwirnsfaden.

"Huch!" Stefan schlug sich in gespieltem Entsetzen eine Hand vor den Mund. "Wie konnte denn das passieren?"

"Er wurde missgehandelt!"

"Misshandelt, meinst du? Er? Aber Olga ist doch ein Name für ein Mädchen."

Sie zog ihre Unterlippe zwischen die Zähne, legte die Zungenspitze auf die Oberlippe und dachte nach. Dann schüttelte sie entschieden den Kopf.

"Nein! Olga ist ein Junge! Das sieht man doch, oder?"

"Okay!" Stefan musste lachen. Dieser kleine Engel scherte sich offensichtlich kein bisschen um irgendwelche althergebrachten Regeln. Warum auch? "Aber jetzt sag mal, wer hat denn die ... den armen Olga so übel zugerichtet?"

Sie stellte sich auf die Zehenspitzen und warf einen prüfenden Blick durch das Fenster hinter Stefans Rücken. Dann schirmte sie ihren Mund mit einer Hand ab und beugte sich ein wenig weiter nach vorne.

"Frau Bärwald war das!", flüsterte sie mit bedeutungsschwerer Stimme. Um diese Ungeheuerlichkeit zu unterstreichen, nickte sie dreimal überdeutlich.

"Oh! Und ... wer ist ..." Auch Stefan warf einen Blick über die Schulter zurück und senkte dann seine Stimme zu einem Flüstern. "... Frau Bärwald?"

"Eine böse, böse Hexe", kam postwendend die Antwort. "Die wohnt im Wald und frisst kleine Kinder!"

"Du meine Güte!" Stefan verkniff sich ein Schmunzeln und griff zu einem der Formulare, die sich seitlich seines Schreibtischs in einem Regal stapelten. "Wir werden Olga operieren müssen. Dazu muss ich ihn aber erst einmal in meine Patientenkartei aufnehmen. Also: Wie alt ist er denn?"

"Uralt. Hundert."

"Okay. Olga, hundert Jahre ... ein Junge ...", trug Stefan in das Formular ein. "Und wie viel wiegt er ungefähr?"

"Olga ist ganz leicht. Er ist ja noch ein Baby. Siehst du das denn nicht?"

"Natürlich. Wo hatte ich nur meine Augen? Danke. Und isst Olga auch tüchtig?"

"Ja."

"Was isst er denn am liebsten?"

"Bonbons. Was sonst?"

"Alles klar. Hat Olga Fieber?"

Sie legte prüfend eine Hand auf die

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