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Dr. Stefan Frank - Folge 2317 Zu jung für die Ehe?. von Frank, Stefan (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 17.11.2015
  • Verlag: Bastei Lübbe
eBook (ePUB)
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Dr. Stefan Frank - Folge 2317

Marc Schaller sitzt bei Dr. Frank in der Sprechstunde, die beiden führen ein ernstes Gespräch. Bei dem achtzehnjährigen Auszubildenden wurde ein Aneurysma im Gehirn entdeckt. Wenn Markus nicht handelt, ist die Wahrscheinlichkeit sehr groß, dass es irgendwann platzt. Seine einzige Hoffnung: eine baldige OP. Aber auch die Operation birgt dramatische Gefahren. Markus könnte während des Eingriffs sterben oder den Rest seines Lebens behindert sein.

Angesichts dieser Bedrohung reagiert seine blutjunge Freundin Ellen Radebrecht sehr ungewöhnlich: Sie macht ihrem Freund einen Heiratsantrag. Sollte etwas schiefgehen, soll ihre Liebe zumindest amtlich gewesen sein!

An ihrem siebzehnten Geburtstag informiert Ellen ihre Eltern über ihre Heiratsabsichten. Mutter und Vater Radebrecht fallen aus allen Wolken. Ihre hübsche Tochter soll erst einmal ihr Abitur machen, möglichst ins Ausland gehen und Erfahrungen sammeln! Sie verwehren Ellen ihre Zustimmung zur Eheschließung, und ohne die wird sich Ellens und Marcs Traum nicht erfüllen ...

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 64
    Erscheinungsdatum: 17.11.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783732519699
    Verlag: Bastei Lübbe
    Größe: 1110kBytes
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Dr. Stefan Frank - Folge 2317

Es war ein ungemütlicher, grau-kalter Tag, der die Bewohner Grünwalds in ihre Häuser und Wohnungen trieb. Allerorts wurden Kamine angezündet, Heizkocher angesteckt und Wärmflaschen bereitet. Die ganze Stadt sehnte sich nach Wärme und Behaglichkeit.

Ellen Radebrecht stand nachdenklich am Fenster und sah in den Nieselregen hinaus. Wer sie von draußen beobachtete, konnte eine angestrengte Falte auf ihrer mädchenhaften Stirn erkennen. Aber es war zu unwirtlich für Zaungäste, und so blieb das hübsche junge Mädchen unbemerkt.

"Ellen ..." Auf leisen Sohlen war ihre Mutter hinter ihr ins Zimmer getreten. "Nun komm doch bitte zurück an den Kaffeetisch. Auch wenn Marc schon so früh aufbrechen musste, wir anderen Gäste wollen weiter mit dir feiern!"

Sie fasste ihr einziges Kind sanft an der Schulter und schob das Mädchen vom Fenster weg. Marc hatte unter einem Vorwand das Geburtstagsfest verlassen, und nur Ellen wusste, was der wahre Grund für seinen raschen Aufbruch gewesen war.

Ihr Herz war schwer. Gerne hätte sie sich ihrer Mutter anvertraut, aber sie wusste nicht, wie sie das Schreckliche aussprechen sollte.

"Ich komme ja schon, Mutti!", sagte sie und rang sich ein Lächeln ab. "Du hast alles so schön vorbereitet!"

Sie folgte ihrer Mutter wieder hinunter ins Wohnzimmer, wo ihre Großeltern und ihr Vater warteten. Ihr Vater hatte sich extra freigenommen, um den siebzehnten Geburtstag seiner Tochter zu feiern. Seit Ellen denken konnte, hatte er an jedem ihrer Geburtstage Urlaub genommen.

Ihre Eltern hatten sich lange Jahre ein Kind gewünscht, doch es hatte erst geklappt, als keiner mehr damit gerechnet hatte. Seit ihrer Geburt war Ellen der Augenstern ihrer Eltern. Sie konnten ihr keinen Wunsch abschlagen und behüteten sie wie einen Schatz.

Sie ließ sich auf den freien Stuhl gleiten.

"Noch etwas von der Sachertorte?", fragte die Mutter. Sie war extra um sechs Uhr morgens aufgestanden, um Ellens Lieblingstorte zu backen.

Ellen wusste, dass sie keinen Bissen hinunterbringen würde. Trotzdem nickte sie tapfer - ihrer Mutter zuliebe.

"Ein nettes Geschenk hat dir dein Liebchen da gemacht!", neckte ihre Großmutter sie. Sie deutete auf den Ring an Ellens Ringfinger, den Marc Ellen in einer kleinen Schatulle überreicht hatte.

Das Schmuckstück war ein schlichter Silberring mit einem dunkelblauen, leicht abgesplitterten Stein in der Mitte. Sie hatten ihn gemeinsam auf dem Trödel entdeckt, und Ellen hatte er auf Anhieb gefallen.

Es war eine schöne Überraschung gewesen, als Marc ihr den Ring heute Nachmittag angesteckt hatte. Nein, mehr als eine Überraschung! Die Erinnerung an ein Versprechen, das er ihr vor wenigen Tagen gegeben hatte.

Ellens Blick schraubte sich an dem angeschlagenen Stein fest. Tränen füllten ihre Augen, doch zum Glück bemerkte es niemand.

"'Liebchen' ist der richtige Ausdruck dafür", sagte ihr Vater mit einem leicht abfälligen Ton in der Stimme. "Eine rührende Teenagerromanze. Aber gut ... wenn Ellen erst ihr Abitur hat und ins Ausland geht, werden sicher noch ganz andere Männer ihr schöne Augen machen."

Die Kaffeegesellschaft lachte, und wütend sah Ellen auf.

Tadelnd berührte ihre Mutter den Vater am Hemdsärmel.

"Wie kannst du so etwas sagen, Wolfgang!", murmelte sie. "Du weißt, wie verliebt unsere Ellen ist. Die beiden sind ein hübsches Paar ... und der Ring eine liebevolle Geste."

Ellen wusste nur zu gut, dass auch ihre Mutter Vorbehalte gegen Marc hatte. Aber nun waren sie beide seit einem Jahr ein Paar, und ihre Mutter murrte nicht mehr, wenn Ellen bei Marc übernachtete.

"Sei nicht so streng mit deinem Mann!", versuchte Ellens Großvater zu schlichten. "Er meint es doch nur gut mit eurem Kind. Und er hat ja recht: Diese Jugendlieben heutzutage sind nicht mehr für die Ewigkeit gedacht. Die jungen Leute wollen sich ausprobieren. Und mit ihrem Aussehen und

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