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Dr. Stefan Frank - Folge 2342 Das Geheimnis der schönen Apothekerin. von Frank, Stefan (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 10.05.2016
  • Verlag: Bastei Lübbe
eBook (ePUB)
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Dr. Stefan Frank - Folge 2342

Seit Emilia Manzoni in einer Internet-Partnerbörse den liebenswert-schüchternen Unternehmer Christopher Lichtenberg kennengelernt hat, schwebt sie auf Wolke sieben. Schon seit einigen Wochen schreiben die beiden sich E-Mails, in denen sie sich über Gott und die Welt austauschen, und nun wollen sie sich endlich auch einmal persönlich treffen! Emilia ist schon ganz aufgeregt. Ob Christopher auch im wahren Leben so nett ist, wie es im Internet den Anschein hat?

Tatsächlich entpuppt sich Christopher bei ihrem Treffen als sehr interessanter und einfühlsamer Gesprächspartner. Und wie gut er aussieht! Während sie sich tief in die Augen schauen, schlägt Emilias Herz immer schneller. Doch dann öffnet sich die Tür zu dem kleinen Café, und herein tritt eine wunderschöne Frau, die zielstrebig auf Christopher zusteuert. Ist sie etwa seine Freundin? Es sieht alles danach aus ...

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 64
    Erscheinungsdatum: 10.05.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783732529063
    Verlag: Bastei Lübbe
    Größe: 961kBytes
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Dr. Stefan Frank - Folge 2342

"Ich bedanke mich für Ihre Aufmerksamkeit!", sagte Patrick Kranzer. "Gibt es noch irgendwelche Fragen?" Der beliebte Besitzer der Einhorn-Apotheke sah fragend in die Gesichter der Zuhörer.

Zu seinem Vortrag über das Zika-Virus waren überraschend viele Besucher gekommen. Patrick Kranzer hatte bemerkt, dass eine große Verunsicherung bei Kunden vorherrschte, die demnächst größere Fernreisen planten. Und so hatte er sich spontan entschieden, seinen nächsten Infoabend diesem aktuellen Thema zu widmen.

Eine zierliche alte Dame meldete sich.

"In welchen Ländern besteht denn eine besondere Ansteckungsgefahr?", fragte sie. "Gibt es eine Liste der Orte, die man meiden sollte?"

Patrick Kranzer kratzte sich an der Schläfe.

"Es gibt eine Empfehlung der Deutschen Gesellschaft für Tropenmedizin. Diese rät aktuell, Reisen nach Brasilien, Mexiko und Kolumbien zu vermeiden. Aber Achtung: Die Empfehlung gilt nur für Schwangere. Deshalb ist Hysterie auch völlig fehl am Platz, und wir alle sollten einen kühlen Kopf bewahren."

Er deutete auf einen Papierstapel.

"Ich habe Ihnen sämtliche Informationen zum Zika-Virus in einem Faltblatt zusammengefasst. Und nun würden ich und meine Verlobte uns sehr freuen, wenn wir Sie noch auf einen kleinen Umtrunk einladen dürften."

Freundlicher Applaus schwappte durch den Raum, und die Zuhörer erhoben sich langsam. Auch Dr. Stefan Frank, der mit seiner Freundin Alexandra in der letzten Reihe saß, stand auf, um sich zu einem der Stehtische zu gesellen.

"Ein sehr interessanter Abend!", raunte Alexandra ihm zu. "Und einmal mehr ein Beweis dafür, wie viel Unsinn die Medien über manche Erkrankungen verbreiten. Gelegentlich macht es fast den Eindruck, als wollten die Zeitungen uns alle nur in Angst und Schrecken versetzen."

"Ja, dafür sind Zeitungen da!", witzelte Stefan Frank und reichte seiner Freundin ein Glas Johannisbeerschorle. Sie beide gingen regelmäßig zu den Infoabenden des engagierten und klugen Apothekenbesitzers.

Seit Patrick Kranzers Vater, der bisherige Inhaber der Einhorn-Apotheke, letzten Sommer überraschend verstorben war, hatte Patrick die alleinige Verantwortung für das Familienunternehmen übernommen.

Er führte die Apotheke am Stadtrand von Grünwald nun bereits in der vierten Generation. Und sollten er und seine Verlobte Anastasia von Langenbach irgendwann Kinder bekommen, so war es sehr wahrscheinlich, dass eines davon die Tradition fortsetzen und den Beruf des Apothekers ergreifen würde.

"Herr Dr. Frank!" Der neunundzwanzigjährige Apotheker war zu ihm getreten und schüttelte dem Mediziner herzlich die Hand.

"Es scheint mir, als hätten Sie noch keinen einzigen meiner Vorträge verpasst. Und das, obwohl Sie doch ständig Überstunden in Ihrer Praxis schieben!"

Dr. Frank lächelte verbindlich.

"Ob Sie es glauben oder nicht, auch ich kann bei Ihren Vorträgen noch einiges lernen. Der Zusammenhang zwischen dem Zika-Virus und Mikrozephalie war mir selbstverständlich bekannt. Oder dass die Krankheit vor allem durch die Gelbfiebermücke übertragen wird und konsequenter Mückenschutz deshalb oberste Priorität in Krisengebieten hat."

Er legte den Kopf schief.

"Neu hingegen ist mir, dass inzwischen auch die asiatische Tigermücke als Überträger in der Diskussion ist. Ist diese Information von der WHO, oder haben Sie ..."

Das angeregte Gespräch der beiden Herren wurde jäh unterbrochen, als Anastasia von Langenbach an ihren Tisch trat. Die junge, nette Hotelerbin gehörte zu Dr. Franks Stammpatientinnen, und sie war genauso weltoffen und weitgereist, wie es ihr mondäner Name vermuten ließ.

Ihre Eltern hatten ihr nicht nur ein beeindruckendes Hotelimperium hinterlassen, sondern ihre Tochter auch mit viel Witz und Klugheit ausgestattet. Im Gegensatz zu manch anderer Tochter aus reichem Hause, war aus Anastasia im Laufe der Zeit keine versnobte u

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