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Drei Männer - drei Frauen oder der Mann mit dem goldenen Lächeln von Jakob, Robert (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 05.12.2014
  • Verlag: AtheneMedia-Verlag
eBook (ePUB)
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Drei Männer - drei Frauen

3 Männer mit körperlichen Eigenheiten treffen in 3 Erzählungen auf 3 Frauen: Danach ändert sich ihr Leben! - Die Reise nach Jerusalem Ist Gott ein Mann oder eine Frau? Die Antwort weiß vielleicht ein Riese aus Nordgriechenland, der am Ufer des dunklen Flusses Styx sein Lager aufgeschlagen hat. Zuvor muss er jedoch die größte Herausforderung seines Lebens meistern. Wird er es schaffen, einen unerwarteten Gast sicher auf den Weg nach Jerusalem zu geleiten? - Der Mann mit dem goldenen Lächeln Eines Morgens nach einer Karnevalssitzung wacht Kalle Pressler auf und ist gelähmt. Aber nicht etwa von den Hüften abwärts oder in den Beinen, sondern im Gesicht! Zu Lachen hat er zunächst nichts, doch mit der Zeit gewöhnt Kalle sich an seine Behinderung. Ja, sie wird richtiggehend zum großen Glücksfall seines Lebens. Denn der einstige Miesepeter wird zum Charmeur, obwohl er sich nach außen hin gar nicht so fühlt. Er gewinnt nach und nach die Herzen aller Tiere, Kinder und sogar der Polizei. Und vielleicht auch das Herz seiner persönlichen Herzdame. - Kimme, Korn, ran Beruht auf einer wahren Begebenheit. Friedbert Rausch hat eine 'Marlboro-Mann-Stimme' vom vielen Rauchen. Er führt ein langweiliges Leben zwischen Bier und Tabak. Eines Tages scheint er das große Glücksrad drehen zu können. Er gewinnt eine Einladung in die berühmte Fernsehshow 'Der goldene Schuss'. Hostessen mit verbundenen Augen werden von den Kandidaten zur Abgabe eines Armbrustschusses auf eine Zielschreibe gesteuert. Wer trifft, gewinnt. Dem Kandidaten Friedbert Rausch wird leider seine brüchige Raucherstimme zum Verhängnis. Denn er kann das entscheidende Signal für den 'goldenen Schuss' nicht richtig ausrufen und verpasst damit knapp den Hauptpreis. Er bekommt jedoch eine zweite und ganz unerwartete Chance. Robert Jakob, Chemiker und Biochemiker, arbeitete zunächst in der Grundlagenforschung und im Pharmamanagement, ehe er Publizist wurde. Er ist Autor diverser Bücher und zahlreicher Artikel für Zeitungen und Magazine. Er war als Chefredakteur und Redaktionsleiter tätig, u.a. bei der NZZ-Gruppe.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 133
    Erscheinungsdatum: 05.12.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783869922386
    Verlag: AtheneMedia-Verlag
    Größe: 151 kBytes
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Drei Männer - drei Frauen

Seine Neugier war verständlich, denn was machte wohl ein sechs- oder siebenjähriges blondes Mädchen mit ke l tisch anmutenden Zöpfen allein im Libanon?

"Ich hei ß e Christa", erhielt er zur Antwort.

Die kräftigen Sonnenstrahlen, die das Wasser am Ufer noch verstärkte, erhellten ihr bleiches Gesicht. Ein paar kleine Sommersprossen auf jeder Wange gaben dem Mä d chen etwas Keckes.

"Christa, es ist schon etwas spät. Möchtest du nicht li e ber erst morgen weiter und die Nacht hier verbringen?", schlug der Thraker vor.

Dabei dachte er auch an den starken Wind, aber dieser hatte urplötzlich abgenommen, so dass jetzt eine unerwa r tete Stille herrschte.

"Nein, das kann ich nicht, denn in Jerusalem wartet man bereits auf mich", entgegnete die Kleine.

Dimitros spürte, dass er nicht mehr das Recht besa ß , weiter zu fragen.

"Dann la ß uns gehen ! ", sagte er nur noch und senkte zeitgleich Kopf und Sti m me.

Das ungleiche Paar machte sich schweigend , als kenne es sich schon eine Weile , auf den Weg zum Ufer. Dimitros zog seine Ledersandalen aus und lie ß sie an einem Hol z pfahl, der ihm ansonsten auch zum Anbinden von Vieh diente, zurück. Der Pflock stand an einer kleinen , unscheinbaren Biegung des Flusses. Dort gelangte die Str ö mung nicht hin. Daher stand das Wasser fast still, diente als sichere Viehtränke und sichere Einstiegsstelle gleichzeitig . Gleichwohl war das andere Ufer in guter Sichtweite. Mit ruhigem Gewissen konnte Dimitros hier sein Schuhwerk zurückla s sen. Ihm war nie etwas gestohlen worden, und er selbst hatte nie in seinem Leben gestohlen oder irgendetwas U n rechtes getan. Auch kannte er selber das Böse nur vom Hörensagen. Drum lie ß er seine Sandalen immer vo l ler Gottvertrauen am selben Ufer zurück, bereit, sie nach getaner Arbeit wie ein paar alte Weggefährten wiederzutre f fen. Dieser Ritus hatte sich tausende Male wiederholt. Er zurrte sich das Wams fest und nahm das Mädchen auf die Schu l ter. Dazu drehte er seine Handgelenke zu m Himmel, griff ihr unter die Ac h s elhöhlen und hievte sie senkrecht vor sich nach oben. Dann lie ß er sie mit ausgestreckten Armen ein wenig nach unten auf seinen Nacken gleiten. Feinglie d rig wie sie war, kam es ihm vor, als trüge er ein neugeborenes Läm m chen um seinen Hals gewickelt, s o leicht war ihm die Last. Er vergewisserte sich, dass sein Furtgast bequem sa ß und stieg über die knappe Böschung. Das Wasser war weder warm noch kalt, weder rei ß end noch tot. Ganz leicht kräuselte es sich im Schlag schatten der Fluten. Ta u sendm al hatte er diesen Weg genommen, war genau an derselben Stelle ein- und an der gleichen Stelle auf der gegenüberli e genden Seite wieder ausgestiegen. Nie war er gestrauchelt. Kein einziges Mal musste er vorzeitig umke h ren.

Doch kaum hatte

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