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Du hast mich wachgeküsst von Mallery, Susan (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 04.05.2016
  • Verlag: CORA Verlag
eBook (ePUB)
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Du hast mich wachgeküsst

Seit Jahren führt Cathy wunderbare Gespräche mit dem reichen Stone, ihrem Traumprinzen, am Telefon. Und genau so lange hat Cathy sich vorgenommen, ihm die Wahrheit zu gestehen! Wie wird Stone darauf reagieren, dass alles erfunden ist, was sie ihm über sich erzählt hat?

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 144
    Erscheinungsdatum: 04.05.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783733767495
    Verlag: CORA Verlag
    Größe: 784 kBytes
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Du hast mich wachgeküsst

1. KAPITEL

Cathy Eldridge blickte ungeduldig auf ihre billige Armbanduhr. Sie sah der Mitternacht ebenso ungeduldig entgegen, wie Aschenbrödel davor gegraut hatte.

Während die Märchenprinzessin befürchten musste, dass ihre Träume mit dem Glockenschlag zerstört wurden, bedeutete die verhexte Stunde für Cathy den Zutritt zu ihrer Fantasiewelt. Denn um Punkt zwölf Uhr rief Stone Ward an.

Es war kurz nach halb zwölf. Sie seufzte in dem Wissen, dass sich die Minuten vor Mitternacht endlos ausdehnen würden - ebenso wie nach dem Telefonat bis sieben Uhr früh, wenn ihre Schicht endete. Doch während sie mit ihm telefonierte, verging die Zeit stets wie im Fluge. Es kümmerte sie nicht, dass er sie für eine völlig andere Person hielt, als sie in Wirklichkeit war. Es kümmerte sie ebenso wenig, dass nur in ihrer Fantasie eine innige Beziehung bestand. Es reichte ihr, seine Stimme zu hören und zu wissen, dass er das Gespräch ebenso genoss wie sie.

Es war ein ruhiger Abend beim Auftragsdienst. Cathy hatte mit einer vielschichtigen Klientel zu tun: von Ärzten über Privatdetektive und Anwälte bis hin zu einer Schriftstelleragentur, die Drehbücher für Hollywood vermittelte. Es gab auch einige seltsame Kunden - wie die charmante, aber vergessliche Witwe, die sich täglich sechs Mal anrufen und an die Einnahme ihrer Medikamente erinnern ließ. Und wie den Vertreter, der regelmäßig Nachrichten auf seinem Anrufbeantworter wünschte, damit sich seine Katze nicht so allein fühlte.

Cathy arbeitete bereits seit mehr Jahren für die Firma, als ihr lieb war, und sie erledigte jeden Anruf rasch und tüchtig. Für manche Kunden war sie die bevorzugte Kontaktperson - wenn auch nur aus Interesse an all den Geschichten über ihr aufregendes Privatleben, die sie erfand. Und dabei fiel ihr ein ...

Sie öffnete ihre große schwarze Nylontasche und holte ihren Laptop hervor. Das Gerät hatte viel Geld gekostet und stellte den einzigen Luxus dar, den sie sich in den vergangenen drei Jahren geleistet hatte, aber es war jeden Penny wert. Mit einer Telefonleitung und diesem Laptop konnte sie die ganze Welt bereisen. Niemand brauchte zu erfahren, dass sie in einem schäbigen kleinen Büro hockte und eine stumpfsinnige Arbeit verrichtete, aus der es keinen Ausweg zu geben schien.

Sie schaltete das Gerät ein und meldete sich bei ihrem Provider an. Von dort aus besuchte sie das Internet - einen Ort, der ihr die Macht gab, sich zu verändern. Immer wieder wunderte sie sich über die Fülle der erhältlichen Informationen.

Das Wochenende über hatte sie bereits Hotels und Clubs in dem Urlaubsort Cancún in Mexiko erforscht. Nun fehlte ihr nur noch ein exotisches Restaurant mit der richtigen Speisekarte.

Es dauerte etwa zehn Minuten, das Gesuchte zu finden. Sie machte sich ein paar Notizen, nahm zwischendurch drei Anrufe von verschiedenen Klienten entgegen und gab Nachrichten an einen Anwalt weiter, der Überstunden einlegte. Währenddessen behielt sie die Uhr ständig im Auge. Noch fünf Minuten, dann drei, dann eine, und dann ...

Es klingelte. Ihr Herzschlag hatte sich bereits vor einer Viertelstunde beschleunigt. Nun wurden ihre Handflächen feucht, und ihr Magen flatterte. Die Symptome waren ihr vertraut, denn sie traten jedes Mal auf, wenn er anrief. Sie rückte das Mikrofon ihres Headsets zurecht und drückte den blinkenden Knopf auf der Konsole.

"A bis Z Auftragsdienst" , sagte sie in mühsam gelassenem Ton, damit er nicht merkte, wie aufgeregt sie war. Obwohl sie sich schon seit Monaten unterhielten, beunruhigte er sie immer noch.

"Hi, Cathy, wie war dein Wochenende?"

Der tiefe, verführerische Klang seiner Stimme ließ sie förmlich dahinschmelzen und machte es ihr beinahe unmöglich, zu denken oder zu atmen.

"Hi, Stone. Mein Wochenende war großartig. Und deines?"

"Nicht besonders aufregend. Ich habe gearbeitet."

Sie malte sich sein Büro aus:

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