text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Du und ich und andere Leute Roman von Kearney, Fionnuala (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 13.04.2015
  • Verlag: Berlin Verlag
eBook (ePUB)
8,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Du und ich und andere Leute

Seit zwanzig Jahren sind Beth und Adam ein Paar - bis Adam wieder schwach wird, das eine Mal zuviel. Die Wunde nach seinem letzten Seitensprung ist gerade erst verheilt und Beth kann die neue Affäre einfach nicht ertragen. Zum Glück ist ihre gemeinsame Tochter mit vierzehn Jahren aus dem Gröbsten heraus, also setzt Beth ihren Mann kurzerhand vor die Tür, beginnt eine Therapie und versucht einen beruflichen Neuanfang als Songwriterin. Und sie hat Glück: Ausgerechnet der Titelsong zu einem Liebesfilm könnte ihr großer Durchbruch werden. Ihr Mitgefühl für den zerknirschten Adam, der nach der Trennung überhaupt nicht mehr auf die Beine kommt, hält sich in Grenzen. Doch dann lässt ihr Ex bei einem Treffen die nächste Bombe platzen: Adam hat einen unehelichen achtjährigen Sohn, der an Leukämie erkrankt ist. Und ausgerechnet die gemeinsame Tochter ist die Einzige, die ihm helfen kann ... Fionnuala Kearney wurde im irischen Cork geboren und wuchs mit sechs Geschwistern in Dublin auf. Sie arbeitete als Immobilienmaklerin in London, wo sie bis heute mit Ehemann und zwei Töchtern lebt. Seit fünf Jahren widmet sie sich ausschließlich dem Schreiben. Wohin die Liebe geht ist ihr erster Roman, der zeitgleich in acht Ländern erscheint.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 384
    Erscheinungsdatum: 13.04.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783827077790
    Verlag: Berlin Verlag
    Originaltitel: You, Me and Other People
    Größe: 600 kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Du und ich und andere Leute

SIEBZEHN

Ich habe Ben zu danken für die beste Zeile in meiner finalen Version des Lieds, das jetzt den Titel "Ich zerbreche" trägt. Sie heißt: "Ich liebe dich, brauche dich, du bist das Band, das mich hält - weil sonst alles auseinanderfällt." Josh hat mich gestern über Skype angerufen und buchstäblich einen Freudentanz über die positive Antwort aus L.A. aufgeführt. "Ich kann den Champagner schon schmecken", hat er geschrien. Ich bin mir da nicht so sicher. Ich hoffe, dass er recht hat und dass es nur meine eigenen Selbstzweifel sind, die sich wieder einschleichen. Wie dem auch sei, wir werden es schon bald wissen.

Heute Morgen höre ich mir das Lied auf dem Weg zur Arbeit wieder und wieder über meinen Kopfhörer an. Das Immobilienbüro in der High Street ist nur knapp zwei Kilometer vom Haus entfernt und ich denke, wenn ich an meinen Arbeitstagen zu Fuß hingehe und wieder zurück, wird das den Chips entgegenwirken, die ich in den letzten paar Monaten gegessen habe. Ich spüre es eher, als dass ich höre, wie ein Auto neben mir vorfährt, und ziehe die Stöpsel aus meinen Ohren.

"Soll ich Sie mitnehmen?" Giles hat den elektrischen Fensterheber betätigt und grinst mich an. Ich zögere einen Moment, aber meine Zehen sind eiskalt und es ist wirklich ein düsterer, schiefergrauer Novembermorgen. Ich klettere in sein Auto, schaudere und bin plötzlich dankbar für den Temperaturanstieg.

"Aufgeregt? Nervös?", fragt er mich nach ein paar Minuten. Ich bringe es nicht übers Herz, ihm zu erzählen, dass ich mir fast in die Hose mache und dass ich die letzte Nacht damit verbracht habe, durch Weybridge zu fahren, um sicherzugehen, dass ich die Route in- und auswendig kenne.

"Glauben Sie, das ist eine gute Idee, Giles?"

"Qualifiziert sind Sie allemal", sagt er und sieht nach rechts und links, während er das Auto auf seinem nummerierten Parkplatz hinter dem Büro parkt. "Sehen Sie es doch mal so, Sie sind uns wirklich eine große Hilfe. Stephanie bleibt nur noch zwei Monate bei uns, bevor sie in den Mutterschaftsurlaub geht, und inzwischen mag sie die Leute wirklich nicht mehr selbst herumführen. Sie wird die Mietmarktrecherche übernehmen, die Routen zusammenstellen und die Rezeption von Ihnen übernehmen, wenn Sie unterwegs sind."

Ich nicke, entschlossen dazu, Bereitwilligkeit zu zeigen.

"Kann ich meinen eigenen Wagen nehmen?" Ich stelle die Frage, die mir schon eine Weile durch den Kopf spukt. "Stephanies Wagen hat keine Automatik. Ich kann mit der Schaltung nicht umgehen."

Giles schüttelt den Kopf. "Die geschäftliche Nutzung wird bei Ihrem nicht abgedeckt sein. Nehmen Sie den hier." Er zuckt mit den Schultern. "Ich bin heute Nachmittag die meiste Zeit in einer Managementbesprechung und brauche ihn nicht."

Ich sehe mich in seinem hochmodernen Range Rover um; kreideweiße Ledersitze und ein Armaturenbrett, das aussieht, als gehörte es in ein Flugsicherungskontrollzentrum. Ein Bild von Giles' Auto, das sich um einen Laternenpfahl gewickelt hat, schiebt sich vor mein inneres Auge.

"Oh nein, nein, nein, nein."

"Was, Sie fahren auch keine Range Rover?"

"Ich fahre keine Panzer."

Giles lacht. "Hier, drehen Sie einmal eine Runde damit. Er fährt sich wie von alleine." Er überreicht mir den Schlüsselbund. "Machen Sie einfach, fahren Sie ein Stück die Straße hoch und wieder zurück - Sie werden schon sehen."

Bevor ich weiß, wie mir geschieht, ist er weg und durch die Hintertür im Büro verschwunden. Ich sehe auf den Zündschlüssel in meiner Hand und atme ganz tief ein. Ich rutsche hinüber auf den Fahrersitz, stelle ihn richtig ein, drehe den Rückspiegel ein wenig und drücke auf den Startknopf. Ich steuere das Auto vom Parkplatz hinunter langsam über die High Street und passiere am Ende Carolines Praxis. Ich frage mich, wie es ihr geht. Wer wohl gerade ihre Zeit in Anspruch nimmt? Ob momentan jemand bei ihr ist und auf demselben

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen