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Dunkle Oliven die kuriosen Abenteuer eines Callboys. von Franke, F. M. (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 10.12.2015
  • Verlag: Books on Demand
eBook (ePUB)
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Dunkle Oliven

Max, Callboy aus Passion, führt seit Jahren ein lukratives Ein-Mann-Unternehmen. Eines Tages taucht eine Fremde in seiner Wohnung auf. Diese beobachtet, wie Max mit einer Klientin flirtet und intim wird. Als beide sie bemerken, stellt sich die Unbekannte als Lisa vor und verschwindet gleich darauf wieder. Ungeachtet der peinlichen Störung und der Dreistigkeit des Eindringlings ... ist Max von dieser Lisa fasziniert und wie geblendet. Er muss sie unbedingt wiedersehen.

Das Manuskript wurde im Sauerländischen, auf einem schlüpfrigen Dachboden, gefunden. Es steckte in einem Umschlag, mit der Anschrift des Fundorts, -doch war weder der Poststempel identifizierbar, noch gab es einen Absender. Am Ende des letzten Kapitels fand man die Unterschrift des anonymen Autors. Nur soviel ist sicher: der Autor ist im Westfälischen geboren und aufgewachsen. Er hat dort in verschiedenen Berufen seine Erfüllung gesucht und ist dann, um der kleinstädtischen Idylle zu entfliehen, nach Kalifornien ausgewandert.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 364
    Erscheinungsdatum: 10.12.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783738677539
    Verlag: Books on Demand
    Größe: 674kBytes
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Dunkle Oliven

Kapitel I

Frauen streben nach Erfüllung ihrer Wünsche und Sehnsüchte. Nun ja, mehr oder weniger. In jedem Fall wollen sie aber begehrt, hofiert, ernst genommen, beschützt, nochmal begehrt, und auf Händen getragen werden. Das war, ist und wird immer gelten und wahr bleiben.

Diesem Ansatz wollte ich folgen. Mein Dienst sollte auf Einfühlungsvermögen, Respekt, Intimität und Diskretion beruhen.

Der weibliche Lockruf war doch zu verführerisch ... -selten verhalten, -eher mal laut, -oder gar überdreht -wie auch immer- aber kaum zu ignorieren und also übermächtig. Mir war bewußt, es grenzte an Vernarrtheit, den Schönen und Edlen dienen zu wollen, doch war es auch nicht ganz uneigennützig.

"Frauen streben nach Erfüllung ihrer Wünsche und Sehnsüchte."

Ja, dies sollte mein Grundgedanke, mein Leitfaden sein, meine Idee von Wohlfahrt (in eigener Sache, und der Sache der Frauen). Darauf wollte ich aufbauen und mein künftiges Leben ausrichten. Unterhaltsam und kurzweilig sollte es für die Damen werden. Meine Hilfe bot ich all denen an, die nur genug Mut aufbrachten, ihr Verlangen offen einzufordern, um am Ende die Befriedigung zu bekommen, die ihnen vorschwebte.

Erfahrungen glaubte ich genügend gesammelt zu haben, wie Frauen ticken und wie man(n) sie umschmeicheln und willfährig machen kann.

Ich legte immer viel Wert auf Blickkontakte. Es lag etwas Süßes und gleichsam auch Bitteres darin, die Nähe auszuloten, je nach der Dehnung des Augenblickes und, wie lange man etwa diesen Augenblick in der Schwebe halten konnte, ohne, dass es peinlich wurde ...

Das Unverhoffte war manchmal wie ein Balsam, der die Haut sanft berührte und einem wie ein Wink erschien. Zu anderen Zeiten wirkte das, was man auf den Weg bringen wollte, für die Betreffende gar nicht anregend und förderlich - und die Blicke, die man dann zurückbekam, waren gleichsam wie frostige Nadelstiche. Da brauchte es schon eine feine Spürnase.

Und dann die Körpersprache ... die kleinen Gesten von teils überraschenden Einblicken und Wendungen, -die Sprache der Spontaneität - jenes rechtzeitige Abwägen der Sehnsüchte und Empfindlichkeiten: eine leichte Neigung des Kopfes, ein Augenaufschlag, eine zögerliche Gebärde, ein Drehen der Hüften, ein lauernder Blick ... Was geht dieser oder jener durch den Kopf beim Anbändeln mit ungewissem Ausgang? Es musste ein Gleichgewicht der Kräfte geschaffen werden. Also nicht zu früh den Hautkontakt anstreben, aber auch nicht zu spät die Fühler aussenden. Nicht mit der Axt dreinschlagen, sondern die Schöne mit galanter Raffinesse erobern.

Und schließlich die Worte -Einfälle und Schmeicheleien- die man an die Erwählte richten wollte, oder sollte ... hier brauchte es Voraussicht, Gewandtheit und ebenso Sprachwitz, um dem Gegenüber ein erstes Lächeln zu entlocken ...

Ich hatte mir viel vorgenommen, ohne Frage, und trotz aller Erfahrungen war es wie ein Sprung ins kalte Wasser. Irgendwann startete ich dann das erste Zeitungsinserat.

"Ihr Begleiter für die einsamen Stunden -

ein Freund und Liebhaber steht den Damen zu Diensten

- zögern Sie nicht und erzählen Sie ihm Ihre geheimsten

Wünsche ... ! "

Etwas bewusst anzusteuern war etwas anderes, als sich treiben zu lassen und auf die Richtige zu warten. Es verlangte mehr als nur laue Einlassung, es verlangte nach dem gewissen Etwas, nach Durchhaltevermögen, Charme und ein gewisses temperiertes Vorpreschen, wollte man sein Ziel erreichen. - Und doch war ich verblüfft, wie groß doch die Resonanz war, die diese Anzeige auslöste.

Respekt und Diskretion waren wichtige Elemente meines Dienstes, und die Ausschau nach einem Ort, den die Damen als angenehm und privat empfinden konnten, damit eine gewiss

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