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Dunmor Castle - Der Halt im Sturm Roman von Taylor, Kathryn (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 30.08.2019
  • Verlag: Bastei Lübbe AG
eBook (ePUB)

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Dunmor Castle - Der Halt im Sturm

Kann sie Grayson wirklich trauen? Lexie Cavendish hat sich trotz aller Bedenken leidenschaftlich in den gutaussehenden Iren verliebt. Denn auf Dunmor Castle, dem Sitz seiner Familie, muss sie um ihre Sicherheit fürchten. Offenbar will jemand mit allen Mitteln verhindern, dass sie das Schicksal ihrer Mutter aufklärt, die vor zwanzig Jahren spurlos aus der Burg verschwand. Ist Grayson Teil dieser Intrige? Als er ihr vorwirft, sein Vertrauen zu missbrauchen, fasst sie einen folgenschweren Entschluss: Sie wird sich allein den Dämonen der Vergangenheit stellen ... Kathryn Taylor begann schon als Kind zu schreiben - ihre erste Geschichte veröffentlichte sie bereits mit elf. Von da an wusste sie, dass sie irgendwann als Schriftstellerin ihr Geld verdienen wollte. Nach einigen beruflichen Umwegen und einem privaten Happy End ging ihr Traum in Erfüllung: Mittlerweile wurden ihre Romane in 15 Sprachen übersetzt und haben Stammplätze auf den Bestsellerlisten.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 367
    Erscheinungsdatum: 30.08.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783732572557
    Verlag: Bastei Lübbe AG
    Größe: 633 kBytes
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Dunmor Castle - Der Halt im Sturm

2

D a ist jemand!" Instinktiv schob Lexie sich näher an Grayson heran, suchte Schutz bei ihm.

"Ja, das ist ..." Grayson hielt inne, weil in diesem Moment Schritte und aufgeregte Stimmen durch den Turm hallten. Taschenlampenlicht drang durch das Loch im Boden und ließ helle Kreise über die Holzdecke des nächsten Stocks über ihnen tanzen.

"Grayson? Wo bist du?"

"Hast du sie gefunden?"

Lexie erkannte, dass es zwei Stimmen waren, die da riefen. Eine gehörte Graysons Großmutter Agatha O'Donnell, die andere dem alten Arzt Doktor Turner.

"Wir sind hier oben!", rief Grayson. Er schob sich ein Stück in Richtung Loch, beugte sich vor und streckte den Arm aus, sodass er an die eingeschaltete Taschenlampe herankam, die immer noch am Rand des Lochs lag.

Die Schritte kamen näher, erklangen jetzt auf der schmalen, geländerlosen Treppe, die an der Wand des runden Turms nach oben führte. Sie endete an einer Luke, auf die Grayson die Taschenlampe richtete. Dann ließ er den Lichtkegel an der Wand entlangwandern, bis dieser eine zusammengekauerte Gestalt erfasste.

Lexie sog schockiert die Luft ein, als sie die alte Frau erkannte. Es war Fanny O'Donnell, Graysons Großtante.

Sie hatte genau wie Lexie nur ein Nachthemd an. Ihres war jedoch knöchellang und aus einem festen Flanellstoff, darüber trug sie eine Wollstrickjacke. Sie hatte die Arme um ihre angezogenen Knie geschlungen und wippte unruhig vor und zurück, während sie mit weit aufgerissenen Augen zu Lexie und Grayson hinübersah. Ihr graues Haar, das sonst zu einem strengen Dutt zusammengefasst war, fiel ihr wirr über die Schultern.

"Es war Fanny?", fragte Lexie entsetzt. "Sie hat mich so erschreckt, dass ich abgestürzt bin?"

Grayson nickte. "Ich fürchte, ja. Sie saß schon da, als ich hier ankam. Aber ich musste zuerst dir helfen."

Er wollte aufstehen und zu Fanny gehen, doch in diesem Moment öffnete sich die Luke, und Agatha und Doktor Turner kletterten hindurch. Das Licht ihrer Taschenlampen huschte durch den Raum.

Außer der am Boden kauernden Fanny gab es jedoch nichts zu sehen. Der erste Stock des Wehrturms von Dunmor Castle, der nur aus einem einzigen runden Raum bestand, war noch genauso leer wie vor ein paar Tagen, als Lexie ihn zum ersten Mal besichtigt hatte.

"Gott sei Dank! Da ist sie ja!" Doktor Turner sank neben Graysons Großtante auf die Knie, ohne auf Lexie und Grayson zu achten.

Agatha hingegen blieb stehen und starrte Lexie überrascht an. "Miss Cavendish, um Himmels willen! Was machen Sie denn mitten in der Nacht hier oben?"

"Ich ..." Lexie stockte und spürte, wie ihre Wangen heiß wurden. Ihr Schlafwandeln war eine Schwäche, die sie nur sehr ungern zugab. Es war schlimm genug, dass Grayson davon wusste.

"Sie hat das Licht von Fannys Taschenlampe gesehen und dachte, es wäre ein Einbrecher", sagte Grayson an ihrer Stelle. "Deshalb ist sie Fanny bis hierher gefolgt und wäre im Dunkeln beinahe durch das Loch gefallen." Er stand auf und half Lexie hoch, während er in kurzen Worten schilderte, wie es ihm gelungen war, sie zu retten.

"O mein Gott! Ein Glück, dass du rechtzeitig da warst." Agatha blickte zu ihrer Schwägerin hinüber, der Doktor Turner ebenfalls gerade beim Aufstehen half. "Und was ist mit Fanny?"

"Sie hat sich den Knöchel verstaucht", sagte der alte Arzt. "Am besten bringen wir sie runter in ihr Zimmer." Er wandte sich an Lexie. "Wie steht es mit Ihnen? Alles in Ordnung? Haben Sie sich verletzt?"

Lexie schüttelte den Kopf. Abgesehen von den Abschürfungen an ihrem Bauch und ihren Knien und dem dumpfen Schmerz in ihrer Schulter, in der ihre Muskeln offensichtlich überdehnt waren, ging es ihr körperlich gut. Aber die Erinnerung daran, was gerade fast passiert wäre, brachte den Schrecken der letzten Minuten zurück und ließen sie auf einmal unkontrolliert zittern.

"Ich ... bin okay",

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