text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Durchaus LesBar Geschichten aus Ellwangen.

  • Erscheinungsdatum: 18.03.2016
  • Verlag: Books on Demand
eBook (ePUB)
1,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Durchaus LesBar

Ellwangen ist eine kreative Stadt und gleichzeitig eine Stadt der Kreativen. Seit Jahren bereichern auch Autorinnen und Autoren die kulturelle Szene der 'guten Stadt' Ellwangen. In 'Durchaus LesBar - Geschichten aus Ellwangen' werden Ursel Mangold, Susanne E. Stengel und Henry Gerhard vorgestellt, die sich allesamt der Unterhaltungsliteratur in verschiedenen Genres widmen und sich mit ihren unterschiedlichen Werken bereits jeweils eine kleine, eigene Fangemeinde 'erschrieben' haben. Die drei spannen dabei einen Bogen von der Kurzgeschichte über fantasievolle Romane bis zu den Ellwangen-Krimis. Gemeinsam ist ihnen die Freude am Erzählen von Geschichten und an der Unterhaltung ihrer Leserinnen und Leser. Lassen Sie sich ein auf Geschichten, Märchen und Fabeln von Ursel Mangold, auf Kurzgeschichten und Romane von Susanne E. Stengel sowie Witziges und Lokalkrimis von Henry Gerhard.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 72
    Erscheinungsdatum: 18.03.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783741255281
    Verlag: Books on Demand
    Größe: 367kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Durchaus LesBar

I. Ursel Mangold

Nicht erst seit gestern hat die Ellwangerin Ursel Mangold kleine Geschichten aufgeschrieben und einzelne davon schon erfolgreich einem begeisterten Publikum vorgetragen.

Mit dem Buch "Die Erzählerin - Geschichten - Märchen - Fabeln" erschien schließlich 2014 eine Auswahl ihrer Gedanken, die sie in den letzten Jahren zu den unterschiedlichsten Themen zu Papier gebracht hat.

Der Band "Die Erzählerin" enthält Kurzgeschichten über Alltägliches, Besonderes, Märchenhaftes, Fabelhaftes, aber auch Boshaftes und Spannungsgeladenes. Immer mit einem gewissen Augenzwinkern, gewürzt mit einer Prise hintergründigem Humor, beschreibt Ursel Mangold darin Personen und Begebenheiten, die sich so oder so ähnlich auch in Ellwangen zugetragen haben könnten.

Die beiden Beiträge "Der Selbstmörder" und "Weltschmerz" sind bisher unveröffentlichte Texte von Ursel Mangold, die jedoch bei einem Buchprojekt ab Herbst erscheinen werden.

"Der Computer", "Der Künstler und die Mäuse", "Die Warnung" sowie "Der vergessene Koffer" entstammen dagegen dem Buch "Die Erzählerin".
Der Computer

So langsam beginne ich meinen Computer zu hassen. Was fällt ihm ein, einfach mein Geschriebenes zu klauen und irgendwo in seinen Eingeweiden zu verstecken?

Bis weit nach Mitternacht habe ich gestern versucht, Hunderte von Fenstern zu öffnen, "Suchen" zu starten, Einfach- und Doppelklick, links und rechts auszuprobieren, nur um immer wieder "ist nicht verfügbar" zu lesen.

Konfiguration, Verknüpfungen, Attribute, Indizierung, Komprimierung, Verschlüsselung. Was soll ich nur mit all diesen Worten anfangen? Nur weil ich vielleicht auf ein kleines Fensterchen geklickt habe, was ich vielleicht nicht hätte sollen, foppt mich dieser Kerl nun unentwegt.

Als ich Dir gestern die Mail über meine Erlebnisse schicken wollte, konnte ich nur noch ein leeres Blatt mit zwei kleinen Köfferchen entdecken. Und die Köfferchen entschwanden dann auch noch alsbald mit meiner Geschichte.

Ich habe den Computer bekniet, angefleht, bedroht, er soll mir sofort meine gestohlenen Blätter wieder herausrücken. Nichts! Ob ich wohl einen Hammer holen sollte, um mir seine Innereien vorzunehmen?

Oder vielleicht mache ich es so, wie mit meiner Personenwaage. Die zeigte jede Woche 500 Gramm mehr an, bis ich sie aus dem Fenster geworfen habe. Da lag sie dann und konnte mich nicht mehr ärgern. Mir wäre es viel lieber, der PC würde mir anzeigen, wann ich was groß oder klein schreiben muss und mir nicht immer so unsinnige Vorschläge bei manchen Wörtern machen.

Ja und jetzt ist mir aufgefallen, dass es "DER" PC, "DER" Computer heißt, nicht "DIE". Männlich!

Kein Wunder, dass " Frau" mit der Technik nicht klarkommt.
Der Selbstmörder

Reinhard hatte genug vom Leben. Endgültig genug. So beschloss er, Schluss zu machen. Er erwog verschiedene Möglichkeiten, um aus dem Leben zu scheiden.

Erhängen. Jawohl. Er wollte sich erhängen. Dazu brauchte er einen Strick, ein Seil, ein Tau. Nichts aus Kunststoff oder gar Draht. Nein, es sollte ein Hanfseil sein. So richtig altmodisch. Das würde am ehesten seinen Ansichten, die er sein Leben lang vertreten hatte, entsprechen.

Nun, Hanfseile gab es nicht so unbedingt im Supermarkt. Es dauerte eine Weile bis er in einem leicht antiquierten Geschäft das Entsprechende fand.

Dienstag, fand er, war ein guter Tag zum Sterben. Also stieg er an einem Dienstag auf einen Stuhl, das Seil hatte er an einem Haken an der Decke befestigt, legte sich das Hanfseil um den Hals und stieß den Stuhl um.

Er zappelte ein paar Mal hin und her. Ein Slapstick wäre gewesen, wenn das Seil gerissen wäre. Oh nein, das Seil riss nicht. Aber der Haken an der Decke löste sich durch das plötzliche Gewicht Reinhards und er stürzte zu Boden.

Benommen rappelte er sich auf. Seine Nase blutete

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen

    ALDI life eBooks: Die perfekte App zum Lesen von eBooks.

    Hier finden Sie alle Ihre eBooks und viele praktische Lesefunktionen.