text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

E-Date von Nititzki, Anja (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 06.10.2015
  • Verlag: Mitteldeutscher Verlag
eBook (ePUB)
9,49 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

E-Date

Sieben Jahre nach ihrer Liebes-Affäre begegnen sich Anna und Roger wieder. Roger ist inzwischen Opfer der raffinierten Beutezüge seiner Ex geworden, Anna hat in derselben Zeit Männer gesammelt. Jetzt will sie nach all den Turbulenzen in einer festen Beziehung Ruhe finden, und er ist schon wieder "irgendwie" verheiratet. Dennoch spüren beide, wie sich der alte vertraute Ton wieder in ihre E-Mails einschleicht.
Roger: "Wie machen wir weiter? Machen wir weiter? Womit machen wir weiter?"
Anna: "Ich sehe drei Möglichkeiten ..."
Nach ihrem erfolgreichen Debütroman "Vermailt" erzählt Anja Nititzki von einer scheinbar abgeschlossenen Liebe, die mit Macht versucht, wieder auszubrechen.

Christina Auerswald, geb. 1963 in Bitterfeld, 1983 bis 1987 Studium der Volkswirtschaft in Halle (Saale), Abschluss als Diplom-Volkswirtin. Sie arbeitet in einem großen Unternehmen und ist dort für einen Dienstleistungsbereich verantwortlich. Heute lebt sie in Remagen/Rheinland-Pfalz, davor von 1983 bis 2003 in Halle und von 2003 bis 2010 in Landsberg.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 176
    Erscheinungsdatum: 06.10.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783954626090
    Verlag: Mitteldeutscher Verlag
    Größe: 518 kBytes
Weiterlesen weniger lesen

E-Date

// 1. Kapitel - Immer zwei Mal im Leben //

Betreff: Wiederbegegnung

Datum: 01. 04. 2019, 20 : 09:00

Liebe Anna,

man trifft sich immer zwei Mal im Leben. Das klingt abgedroschen, ich weiß, aber es scheint zuzutreffen. Dich nach sieben Jahren wiederzusehen!

Ich musste meinen Buchmesserundgang unterbrechen und Dich ansprechen. Wie könnte ich an Dir vorbeigehen, nach dem, was wir zusammen erlebt haben. Ich hatte schon auf den letzten Buchmessen in Leipzig nach Dir Ausschau gehalten. Erfolglos. Jetzt habe ich Dich wieder getroffen.

Anna, als ich damals las, was Klaus Kleemann mir geschrieben hatte, blieb mir mein Herz stehen. Ich konnte nicht mehr atmen, bis mir der tröstliche Gedanke kam, dass die Mitteilung über Deinen Tod "nur" Ausdruck Deines Schmerzes war. Du warst immer so leidenschaftlich, so euphorisch, immer weit oben fliegend, so dass das Gegenteil Deiner Höhenflüge nur der absolute Absturz sein konnte, sein musste.

Ich klammerte mich an diese Idee, hoffte, dass sie stimmt. Es hätte gut zu Dir gepasst. Jetzt weiß ich, dass ich Recht hatte mit meiner Vermutung. Zum Glück!

Ich hatte Dich in den letzten Jahren immer wieder im Internet gesucht - und gefunden. Das Netz vergisst zum Glück nichts. Geschrieben habe ich Dir nicht. Du hattest Deinen E-Mail -Account aufgelöst. Ich hatte akzeptiert, dass Du nach meinem unrühmlichen Abgang lieber für mich gestorben sein wolltest. Aber nun habe ich Deine neue E-Mail -Adresse entdeckt. "Entdeckt" ist gelogen. Ich habe sie auf der Homepage Deines Journalistenbüros erspäht. "Fröhlich & Konsorten" ist übrigens ein origineller Name dafür.

Es tut mir immer noch und auch schon wieder leid, was damals passiert ist.

Aber ich hatte zum damaligen Zeitpunkt auch genug eigene Probleme. Nach unserer Trennung war ich so unglücklich, so am Boden zerstört, dass es mir wohl auf der Stirn geschrieben stand, wahrscheinlich hatte ich sogar eine waschechte Depression. An's Bücher schreiben war nicht zu denken.

Ich hockte zu Hause wie ein Trauerkloß, meine Frau begann Fragen zu stellen. Ich log tapfer weiter, beteuerte weiterhin, dass nichts los sei mit mir. Ich log so lange, bis sie meinen Rechner befragte. Ich hatte ihn vom Büro aus mit nach Hause genommen, ich dachte, ich könne besser arbeiten, wenn mein Sohn und der Kater in meiner Nähe waren.

Jedenfalls hatte ich unseren Mailverkehr nicht gut genug in den Eingeweiden des PCs vergraben. Meine Frau hatte aufgrund meiner Verstimmung Witterung aufgenommen und nicht aufgehört zu schnüffeln.

Was folgte, nachdem sie alle Mails gefunden, gelesen und unsere Fotos mit viel Interesse gesichtet hatte, ist erst vor wenigen Monaten vor Gericht zu Ende gegangen.

Anna, ich würde mich sehr freuen, wenn Du mir schreibst, nein, ich wünsche mir sogar, dass Du mir schreibst. Liebe Grüße, Roger

Betreff: Re: Wiederbegegnung

Datum: 08. 04. 2019, 22 : 43:08

Hallo Roger,

ich habe jetzt eine gute Woche gebraucht, um darüber nachzudenken, ob ich dir überhaupt antworten sollte. War Deine Mail ein Aprilscherz? Eigentlich bin ich tot.

Ich schreibe Dir jetzt nicht, dass mir leid tut, dass Deine Ehe vor Gericht endete. Tut es nämlich nicht! Anna

Betreff: Aw: Wiederbegegnung

Datum: 08. 04. 2019, 23 : 13:18

Anna, ich bin froh, dass Du mir überhaupt antwortest. Es ist jetzt sieben Jahre her. Ich hoffe Du bist mir nicht mehr böse. Wie geht es Dir? Was machst Du? Drehst Du noch Deine Fernsehbeiträge? Galoppiert Dein Pferd noch? Rollt Dein alter Saa

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen