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Echt zauberhaft Ein Scheibenwelt-Roman von Pratchett, Terry (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 14.09.2015
  • Verlag: Goldmann
eBook (ePUB)
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Echt zauberhaft

Ein KLASSIKER von Terry Pratchett erstmals in neuer Übersetzung und Gestaltung. In Hunghung, der Hauptstadt des achatenen Reiches, herrscht Chaos. Der tyrannische Kaiser liegt im Sterben, und Großwesir Lord Hong will an die Macht. Eine Gruppe Widerstandskämpfer setzt heimlich einen Hilferuf in Richtung Unsichtbarer Universität ab: Nur der Große Zaubberer könne noch helfen. In Ankh-Morpork ist man ratlos. Wer ist der Große Zaubberer? Da niemand der Universitätszauberer Kopf und Kragen riskieren will, einigt man sich auf den armen Rincewind, der mittels magischen Beamstrahls prompt nach Hunghung befördert wird. Um dort an der Seite von Cohen dem Barbar Revolution und Roter Armee tüchtig Beine zu machen ... Terry Pratchett, geboren 1948, schrieb 1983 seinen ersten Scheibenwelt-Roman - ein großer Schritt auf seinem Weg, einer der erfolgreichsten Autoren Großbritanniens und einer der populärsten Fantasy-Autoren der Welt zu werden. Von Pratchetts Romanen wurden weltweit 85 Millionen Exemplare verkauft, seine Werke sind in 40 Sprachen übersetzt. Für seine Verdienste um die englische Literatur verlieh ihm Queen Elizabeth sogar die Ritterwürde. Terry Pratchett starb am 12.3.2015 im Alter von 66 Jahren.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 448
    Erscheinungsdatum: 14.09.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641147655
    Verlag: Goldmann
    Serie: Scheibenwelt Bd.17
    Originaltitel: Interesting times
    Größe: 1547 kBytes
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Echt zauberhaft

Mit einem schmatzenden Plopp war die Truhe plötzlich da und plumpste in eine Schneewehe.

In ihrem Deckel steckte ein Fleischerbeil.

Eine Zeitlang rührte sie sich nicht von der Stelle, dann vollführten ihre Beine einen komplizierten kleinen Tanz, und sie drehte sich um 360 Grad.

Die Truhe dachte nicht. Sie hatte nichts, womit sie hätte denken können. Welche Prozesse in ihr auch stattfinden mochten, sie hatten wahrscheinlich mehr damit zu tun, wie ein Baum auf Sonne, Regen und plötzlich aufziehende Stürme reagierte, nur eben viel schneller.

Schon bald darauf hatte sie sich ausreichend orientiert und stapfte durch den schmelzenden Schnee davon.

Die Truhe fühlte auch nichts. Sie besaß nichts, womit sie hätte fühlen können. Aber sie reagierte, so wie ein Baum auf den Wechsel der Jahreszeiten reagiert.

Ihre Schritte beschleunigten sich.

Sie war nicht weit von zu Hause entfernt.

Rincewind musste zugeben, dass der brüllende Mann recht hatte. Nicht damit, dass er Rincewinds Vater als krankhafte Leber einer besonderen Bergpanda-Art und seine Mutter als einen Eimer Schildkrötenschleim bezeichnete; Rincewind hatte seine Eltern nie persönlich kennengelernt, war jedoch der Ansicht, dass sie zumindest annähernd menschenähnlich gewesen sein mussten, wenn vielleicht auch nur kurzzeitig. Aber was die Tatsache anging, dass Rincewind allem Anschein nach auf einem gestohlenen Pferd saß, lag er ziemlich richtig, außerdem drückte sein Stiefel immer noch auf Rincewinds Nacken. Mit dem Stiefel im Nacken eines anderen hatte man das Gesetz so gut wie sicher auf seiner Seite.

Rincewind spürte, wie seine Taschen durchsucht wurden.

Eine zweite Person - Rincewind war nicht in der Lage, mehr zu sehen als ein paar Zentimeter Schwemmboden, aber der Kontext deutete auf eine eher unsympathische Person hin - stimmte in das herrische Brüllen ein.

Dann wurde Rincewind hochgerissen.

Die Wächter unterschieden sich nicht sonderlich von anderen Wächtern, denen Rincewind schon sonst wo begegnet war. Sie besaßen gerade so viel Grips, um andere Leute zu verprügeln und sie zur Skorpiongrube zu schleifen. Sie waren wahre Meister darin, Leute aus einem Abstand von wenigen Zentimetern Abstand anzuschnauzen.

Surreal an der ganzen Angelegenheit war jedoch, dass die Wächter keine Gesichter hatten, zumindest keine, die sie als die ihren bezeichnen konnten. Ihre reich verzierten, schwarz emaillierten Helme und die darauf gemalten großen, schnurrbärtigen Fratzen ließen nur den Mund frei, damit dessen Besitzer beispielsweise Rincewinds Großvater als Behältnis voll mit minderwertigem Goldfischkot bezeichnen konnte.

Jemand wedelte ihm mit Was ich im Urlaub gemacht habe vor der Nase herum.

"Tüte mit verfaultem Fisch!"

"Ich weiß nicht, was das heißt", erwiderte Rincewind. "Das hat mir nur jemand gegeben und ..."

"Füße aus extrem vergammelter Milch!"

"Könnten Sie vielleicht weniger laut schreien? Ich glaube, mir ist eben ein Trommelfell geplatzt."

Der Wächter ließ von ihm ab. Vielleicht war ihm auch nur die Luft ausgegangen. Das verschaffte Rincewind die Gelegenheit, sich kurz umzusehen.

Auf der Straße standen zwei Karren. Einer sah aus wie ein Käfig auf Rädern, aus dem ihn verängstigte Gesichter anstarrten. Der andere war eine verzierte, von acht Bauern getragene Sänfte. Prächtige Vorhänge verhüllten die Seiten, aber er sah, dass sie an einer Stelle ein Stück aufgezogen waren. Wer immer darin sitzen mochte, schien ihn zu beobachten.

Auch die Wächter hatten es bemerkt. Es schien ihnen nicht zu behagen.

"Wenn ich mal erklären dü-"

"Schweig, Maul eines ..." Der Wächter zögerte.

"Schildkröte, Goldfisch und etwas, womit Sie wahrscheinlich Käse meinten, haben Sie schon benutzt", sagte Rincewind.

"Maul eines Hühnerkleins!"

Eine lange zarte Hand kam hinter den Vorhängen hervo

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