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Ein betörendes Versprechen Roman von Bradley, Celeste (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 18.04.2016
  • Verlag: Blanvalet
eBook (ePUB)
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Ein betörendes Versprechen

Sie zu lieben, könnte ihn alles kosten, was er hat - doch er kann ihr nicht widerstehen ...
Dass Elektra Worthington wegen ihrer ausnehmenden Schönheit von allen Seiten bewundert wird, könnte sie nicht weniger kümmern. Die ehrgeizige junge Frau hat sich vor allem eines in den Kopf gesetzt: dem Namen ihrer verarmten Familie wieder zu altem Glanz zu verhelfen. Deshalb muss sie schnellstens einen geeigneten Ehemann finden. Lord Arbogast kehrt nach einer langen Abwesenheit nach England zurück. Als er Elektra trifft, ahnt er nicht, wen er da vor sich hat. Doch Elektra ist sofort von dem Lord angetan - er ist der ideale Heiratskandidat. Damit bei ihrem Plan nichts schiefgehen kann, entführt sie ihn kurzerhand ...

Celeste Bradley, 1964 in Virginia geboren, lebt am Fuße der Sierra Nevada in Nordkalifornien. Sie ist mit einem Journalisten verheiratet und hat zwei Töchter. Bevor sie 1999 ihren ersten Roman veröffentlichte, arbeitete sie als Schauspielerin, doch ihre wahre Leidenschaft ist das Schreiben. Preisgekrönt, u. a. mit dem RITA Award für besonders herausragende Liebesromane, gehört die New York Times-Bestsellerautorin inzwischen zu den heiß geliebten Stars des Genres.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 384
    Erscheinungsdatum: 18.04.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641104023
    Verlag: Blanvalet
    Originaltitel: With this Ring (03 Worthington)
    Größe: 636kBytes
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Ein betörendes Versprechen

Kapitel 1

"Kein Grund zur Beunruhigung, Zander", hatte Elektra Worthington ihrem Bruder Lysander versichert, der gegen ihre Strategie stummen Protest eingelegt hatte. "Was soll schon schiefgehen?"

Sie hätte es sich lieber verkneifen sollen, ihr Vorhaben mit einem Fluch zu belegen. Denn die Worthingtons mochten ihre Pläne noch so klug austüfteln - was auch immer sie sich vornahmen, drohte früher oder später ein ganz klein wenig aus dem Ruder zu laufen.

Jetzt hockte sie um Mitternacht in einer tropfenden Ruine, im Schoß die ältliche Pistole, die aber noch funktionierte - meistens jedenfalls - und starrte auf den sonnengebräunten, attraktiven, wenn auch ein bisschen heruntergekommenen, entschlossen dreinblickenden, zornigen Kerl hinunter, für den sie ihren Ruf, ihre Tugend und sämtliche Chancen unter dem Himmel, ihre Familie jemals aus ihrer Not zu befreien, aufs Spiel gesetzt hatte. Zum ersten Mal in ihrem entschlossen und zielstrebig gelebten Dasein fühlte sie sich völlig verloren.

Zum Teufel noch mal! Ich habe den falschen Mann entführt.

Vierundzwanzig Stunden zuvor ...

Dreckiges Wasser spritzte hoch auf den zerkratzten Lack an der Außenseite der Kutsche, doch der Furcht einflößende Regen spülte den größten Teil sofort wieder auf die durchweichte, aufgewühlte Straße. Obwohl die Sonne jetzt, ein paar Stunden nach Mittag, eigentlich hoch am Himmel stand, konnte niemand die Zeit erraten, weil kaum Tageslicht durch die schweren, schwarzen Wolken drang.

Lord Aaron Arbogast, Enkel und Erbe des Earl of Arbodean, lenkte die Kutsche mit tüchtigen, schwieligen Händen durch den Sturm. Seltsam war die Erinnerung daran, dass er sich, als er England nahezu zehn Jahre zuvor verlassen hatte, niemals anders als in einer rasanten Kutsche fortbewegt hatte. Und ganz bestimmt hatte er es sich niemals träumen lassen, seine faule, hochwohlgeborene Haut dabei echtem Wind und Wetter auszusetzen. Doch jetzt kümmerte er sich nicht um die Flut, die ihm auf den schlaffen Hut stürzte, welchen er sich von seinem Kammerdiener Hastings geliehen hatte, wenn er nur die wehmütige Erinnerung daran verdrängte, dass das Regenwasser auf den Bahamas nie so kalt gewesen war. Auch den Kutscherumhang aus Ölzeug hatte er sich von Hastings geliehen, denn seine prächtige Wollkleidung war um seinen zitternden, fiebrigen Diener gewickelt, der warm und trocken im Innern der einst luxuriösen, mittlerweile aber etwas heruntergekommen aussehenden Kutsche saß.

Als Lord Aaron das Gefährt in London erstanden hatte, hatte er viel zu viel von seinen Ersparnissen dafür ausgeben müssen. Aber er hatte, sobald das Schiff im Hafen festgemacht hatte, sich gewünscht, aus der Stadt seines jugendlichen Untergangs so schnell und so heimlich wie möglich zu flüchten. Alles hatte ihn mehr gekostet, als es hätte kosten dürfen - die zwei Passagen auf dem nicht unbedingt besonders bequemen Frachtschiff für ihn selbst und Hastings, dazu die noble Kluft, in welche am Ende der dürre Diener gewickelt worden war, um ihn warm zu halten, außerdem die in die Jahre gekommene Kutsche und das nicht unbedingt passende oder gar glanzvolle Zweiergespann, das die Kutsche zog. Hinter dem Gefährt trottete sogar noch ein Zusatzpferd, ein hochgewachsener, brauner Wallach von zweifelhafter Abstammung und mürrischem Temperament, dafür aber mit langen Beinen und einem überraschend eleganten Gang. Wegen seiner schlechten Aussichten, der Menschheit noch weitere Dienste leisten zu dürfen, hatte das Tier ihn wenig mehr als nur die Münze für die Abdeckerei gekostet. Buchstäblich. Denn das Ungeheuer hatte den Weg in den Schlachthof bereits angetreten, als Aaron den aristokratischen Schwung im Schritt des Pferdes erkannt hatte. Er hatte gerade einmal ein paar Viertelpennys hinlegen müssen, um den Preis des Schlachters zu überbieten.

In den letzten zehn Jahren war

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