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Ein Bunker voller Lügen Frei beschrieben nach wahren Begebenheiten. von Wagner, Wolfgang (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 09.04.2014
  • Verlag: Engelsdorfer Verlag
eBook (ePUB)
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Ein Bunker voller Lügen

In Berck-sur-Mer (Nordfrankreich) ist etwas Unwahrscheinliches, aber Mögliches geschehen: Sechs deutsche Touristen/Touristinnen sind für eine Nacht in einem Bunker am Strand 'gefangen', weil der Sand vor dem Ausgang ein Entkommen verhindert. Sie können einander nicht sehen und erzählen sich ihre Lebensgeschichte, gespickt mit Lügen. In Rückblenden erfährt der Leser/die Leserin die 'Wahrheit'. Nach der Nacht im Bunker werden fünf der sechs Personen gerettet.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 123
    Erscheinungsdatum: 09.04.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783957441096
    Verlag: Engelsdorfer Verlag
    Größe: 287kBytes
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Ein Bunker voller Lügen

"Was war das für ein Rums?"

"Ich habe Angst, große Angst."

"Wir sind gesackt."

"Warum ist das plötzlich so dunkel?"

"Ich kann kaum mehr gerade stehen."

"Ich ... ja, ich ... Was ist ... los?"

Das Büro war hell erleuchtet. Drei Schreibtische waren im Raum verteilt.

"Der Wind ist viel stärker geworden, Monsieur le commissaire."

"Albert, wie oft habe ich dir schon gesagt, dass du nicht immer "Monsieur le commissaire" sagen sollst? Sag einfach Monsieur Laurent."

"Gut, Monsieur Laurent."

"Ich gehe davon aus, dass wir beide heute eine ruhige Nacht haben werden."

"Und der Sturm?"

"Das betrifft eher die Leute von der Feuerwehr."

"Ist was zu tun oder kann ich kurz rausgehen, vor die Tür?"

"Willst wohl wieder rauchen. Geh nur."

Albert zog sich seine Jacke an und holte eine Zigarette aus der Packung.

"Und wie klappt's mit Elodie?"

"Gut, sie ist so süß."

"Ist sie auch aus Berck?"

"Nein, aus Hardelot, aber sie arbeitet hier."

"Und was macht sie? Ist sie Verkäuferin?"

"Sie arbeitet in einem Hotel, als Zimmermädchen."

"Die werden doch immer von den Gästen angemacht."

"Elodie weiß sich zu wehren, da können Sie sicher sein."

Albert hatte sich schon die Zigarette angezündet und blies den Rauch in den Raum.

"Jetzt aber raus mit dir, du Schlingel! Räucherst mich noch ein."

"Ja, Monsieur le commissaire."

Er war froh, Albert mit im Team zu haben. Er konnte ihm vertrauen, er war resolut und einfühlsam zugleich, und er hatte auch keine Angst, sich bei Schlägereien einzumischen.

"Was ist denn nun passiert?"

"Wahrscheinlich ist das Scheißding aus irgendeinem Grund eingesackt", sagte eine Stimme in die Dunkelheit hinein.

"Und warum können wir plötzlich kaum mehr etwas sehen?"

"Ich habe Angst, schreckliche Angst."

"Wahrscheinlich ist der Sand vor den Eingang gefallen."

"Dann sollten wir ihn wegschaufeln."

"Und wie?"

"Na, mit den Händen."

"Ich habe mein Handy gefunden. Wie ist noch mal die Notrufnummer in Frankreich?"

"Ich glaube, 17."

Sie versuchte, die Nummer zu wählen, aber irgendwie klappte es nicht.

"Ich glaub, ich hab kein Netz."

"Ich meine, die Männer sollten beginnen zu schaufeln. Wie viele sind wir eigentlich?"

Alle drehten sich um, schauten zur Seite, aber sie konnten die anderen wirklich nicht sehen, nur erahnen.

"Wir sollten abzählen."

"Bist wohl Lehrer, was?"

"Genau, gut erraten. Also, dann fange ich direkt an: Ich heiße Martin Tantler, früher war ich Lehrer an einem Gymnasium, jetzt bin ich Schriftsteller."

"Ich bin die Nadja, Nadja Mill, und ich bin Schauspielerin."

"Dann bin ich wohl dran. Mein Name ist Bernhard Soden, bin Banker. Ich bin verheiratet, und wir haben die Freundin meiner Frau hierher mitgebracht."

"Banker! Da müssen wir bei dir vorsichtig sein."

"Ich bin verwitwet und 67 Jahre alt. Ich habe vier erwachsene Kinder. Ach ja, ich heiße Charlotte Linn."

"Ah, die Schriftstellerin?"

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