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Ein Dorf zum Verlieben Roman von Böhme, Dorothea (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 20.02.2017
  • Verlag: Blanvalet
eBook (ePUB)
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Ein Dorf zum Verlieben

Gilmore Girls im Münsterland - charmant, witzig, herzerwärmend!

Was Wanda will: Yoga unterrichten und vielleicht noch dem einen oder anderen Dorfbewohner aushelfen. Was Wanda nicht will: an ihre Jugendliebe Richard denken, auf keinen Fall! Außerdem will sie nicht verkuppelt werden, schon gar nicht von ihren bislang verfeindeten Großmüttern, die auf einmal ein Herz und eine Seele zu sein scheinen. Was Wanda nicht weiß: Das ganze Dorf verschwört sich gegen Richard, der nach zehn Jahren plötzlich als Arzt wieder auftaucht. Aber haben sie da die Rechnung vielleicht ohne Rücksicht auf Wandas Gefühle gemacht? Denn ihr Herz gerät immer noch aus dem Takt, wenn sie an ihn denkt ...

Dorothea Böhme wurde 1980 in Hamm (Westfalen) geboren. Es hat sie immer schon in die Welt hinausgezogen: Sie studierte in Deutschland und Österreich, verbrachte einige Monate in Ecuador und Italien und arbeitete als Deutschlehrerin in Ungarn.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 320
    Erscheinungsdatum: 20.02.2017
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641186845
    Verlag: Blanvalet
    Größe: 940 kBytes
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Ein Dorf zum Verlieben

2. Kapitel

Gertrud hielt ihren Hut fest, während sie mit fliegenden Röcken über die Ochtruper Straße hetzte. Ein Einfamilienhaus stand hier neben dem anderen, und normalerweise schaute sie immer nach den Vorgärten, aber dazu hatte sie nun wirklich keine Zeit. Sie war froh, dass die Straße menschenleer war und sie niemandem erklären musste, wohin sie lief.

So schnell war sie seit bestimmt 20 Jahren nicht mehr gerannt, und nicht nur die Knie, auch die zusätzlichen Kilos, die sie in dieser Zeit zugelegt hatte, m achten ihr zu schaffen. Ihre gehäkelte Einkaufstasc he schlug gegen den Oberschenkel, aber da sie nicht mehr zum Einkaufen gekommen war, machte ihr immerhin das nichts aus. Ihr Atem ging stoßweise, aus ihrem akkuraten Dutt hatte sich eine Nadel gelös t, als sie endlich an der Nummer 32 ankam. Der kleine Vorgarten bestand aus einer Rasenfläche, auf der eine Sonnenliege und ein kleines Tischchen standen. Ein halbvolles Glas Likör war gestern darauf vergessen worden, außerdem ein überquellender Aschenbecher.

Neben der Haustür, zu der drei Stufen führten, beherbergte ein Blumentopf eine grüne Pflanze, die Gertrud sich lieber nicht genauer ansah. Stattdessen blickte sie zu den Fenstern. Natürlich.

Sie schüttelte den Kopf. Es war kurz nach acht, und das Weibsbild hatte die Rollläden immer noch unten. Gertrud selbst war seit sechs Uhr auf den Beinen, der Hausflur war geputzt, die Gardinen gewaschen, und der Hefeteig für den Butterkuchen stand schon warm. Aber Margarethe - Gertrud weigerte sich standhaft, sie Maggie zu nennen, auch in Gedanken - verschlief den ganzen Tag. Typisch.

Mit einem Schnaufen richtete Gertrud ihre grauen Haare, steckte die Nadel wieder fest und strich sich noch einmal den Rock glatt. Kein Grund, selbst nicht adrett auszusehen, nur weil diese Person so nachlässig war.

Dann drückte sie auf den Klingelknopf.

Ein Mal. Ein zweites Mal. Erst beim dritten Mal regte sich endlich etwas im Haus. Sie hörte Margarethe vor sich hin murmeln, dann über den Flur schlurfen, schließlich wurde die Tür einen Spalt breit geöffnet. Der Geruch nach Räucherstäbchen schlug ihr entgegen, verschlafene Augen unter einem dun kelrot gefärbten Pony sahen sie an.

"Du!" Margarethes Blick wurde misstrauisch.

Gertrud blickte misstrauisch zurück. Vielleicht war es ein Fehler gewesen herzukommen. Ja, ganz bestimmt war es ein Fehler gewesen. Aber ... Sie holte tief Luft. Besondere Situationen erforderten besondere Maßnahmen.

Margarethe raffte mit einer Hand ihren Morgenmantel über dem faltigen Dekolleté zusammen, und der ohnehin schon schmale Türspalt wurde noch ein wenig schmaler. Instinktiv legte Gertrud ihre Hand an den Türrahmen. Sie traute es Margarethe zwar durchaus zu, die Tür dennoch zuzuschlagen, aber besondere Situationen ... .

"Richard ist wieder da."

Die Hand fiel nach unten, der Morgenmantel klaffte auf, und Margarethes Unterkiefer klappte herunter. "Richard? Hier?"

Gertrud nickte grimmig. "Richard. In Osterbüren."

Margarethe öffnete die Tür.

Wanda knöpfte sich im Gehen die Strickjacke zu und versuchte, nicht zu gähnen. Heute fand ihr Kurs "Yoga am Morgen" statt, und sie war spät dran. Yoga am Morgen hatte sie für diejenigen eingerichtet, die nachmittags keine Zeit hatten - die jungen Mütter Jessica und Vanessa zum Beispiel, aber auch Frau Gruber war wieder dabei, die mit einer Verbissenheit turnte, dass Wanda überhaupt nicht verstand, warum ihre Cholesterinwerte so schlecht waren - Doktor L ehmkuhl sagte schließlich immer wieder, dass Spo rt das Mittel der Wahl gegen zu hohes Cholesterin war.

Leider war der frühe Morgen noch nie Wandas Zeit gewesen - in der Hinsicht war sie doch eindeutig Maggies Enkelin. Oma Gertie rümpfte schon die Nase, wenn man es wagte, später als sechs aus den Federn zu sp

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