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Ein Geschenk zum Verlieben Roman von Swan, Karen (eBook)

  • Verlag: Goldmann
eBook (ePUB)
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Ein Geschenk zum Verlieben

Diamonds are a girl's best friend. Doch das schönste Geschenk eines Mannes ist und bleibt sein Herz ...
Die Welt der Schmuckdesignerin Laura ist klein und überschaubar. Nach einem Schicksalsschlag sind ihr Freund Jack, ihre beste Freundin Fee und ihr Hund Arthur ihre Familie. Bis an einem Wintertag der attraktive Rob Blake im Atelier auftaucht, mit einem ungewöhnlichen Anliegen: Er möchte seiner Frau eine Kette mit sieben Anhängern schenken, von denen jeder für einen besonderen Menschen stehen soll. Dafür soll Laura die sieben wichtigsten Personen in deren Leben interviewen. Laura willigt ein und lernt ein ganz neues Leben kennen voller Luxus und Extravaganz. Doch bald muss sie erkennen, dass nicht alles so glanzvoll ist, wie es auf den ersten Blick scheint ...

Karen Swan arbeitete lange als Modejournalistin für Zeitschriften wie Vogue, Tatler und YOU. Sie lebt heute mit ihrem Mann und ihren drei Kindern im englischen Sussex. Wenn die Kinder sie lassen, schreibt sie in ihrem Baumhaus Romane.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 544
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641118877
    Verlag: Goldmann
    Originaltitel: The Perfect Present
    Größe: 1947 kBytes
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Ein Geschenk zum Verlieben

1. Kapitel

L aura betrachtete die Schuhe, die sie in ihrer Hand hielt. Sie ahnte jetzt schon, dass sie sie kaufen würde, egal, ob sie passten oder nicht. Sie waren rot, und das genügte. Dafür war sie bekannt hier in der Gegend, fast schon so etwas wie eine kleine Berühmtheit. Jack machte sich gern darüber lustig: "Du weißt ja, was man sagt: rote Schuhe - aber nichts untendrunter." Er wusste natürlich, dass sie die Letzte war, die mit "nichts untendrunter" herumlaufen würde. Vielleicht fand er's ja deshalb so witzig. Immerhin besser als eine andere seiner typischen Reaktionen, nämlich die Augen zu verdrehen. Beim letzten Mal hatte er dabei entnervt ausgerufen: "Aber du hast doch schon fast fünfzig Paar!" Als er jedoch ihren Gesichtsausdruck sah, hatte er sich rasch entschuldigt. Sie hatten in der Küche gestanden. Er war zu ihr gegangen, hatte sie umarmt und gesagt, er möge es ja, dass sie "eine Macke" habe.

Die Verkäuferin, die im Lager nach der richtigen Größe gesucht hatte, tauchte wieder auf. Sie schüttelte bedauernd den Kopf.

"Tut mir leid, wir haben nur noch diese Größe sechsunddreißig hier. In achtunddreißig ist überhaupt nichts mehr da, nicht mal mehr in einer anderen Farbe."

Laura biss sich auf die Lippe und überlegte. Die Verkäuferin machte eine Bewegung, als wolle sie die Schuhe ins Regal zurückstellen. "Ich ... ich nehme sie trotzdem", sagte Laura, zuerst zögernd, dann entschlossen. Den Blick der Verkäuferin meidend, kramte sie in ihrer Tasche nach ihrem Geldbeutel. "Sie sind so günstig. Sicher kann ich sie irgendwem schenken ..."

"Wie Sie wollen." Die Verkäuferin beäugte verstohlen Lauras rote Pumps, die sie nach dem Frühstück heute Morgen so kräftig poliert hatte, dass sich ihre Blicke nun in deren glänzender Oberfläche trafen.

Kurz darauf ließ sie erleichtert die bimmelnde Ladentür hinter sich zufallen. Sie holte tief Luft und blieb einen Moment lang stehen, um sich an die hier vorherrschende Helligkeit und das Treiben zu gewöhnen. Der Tag hatte sich bereits gestreckt und ausgedehnt, die Novembersonne stand sanft strahlend am Himmel, ohne ihre wärmende Kraft. Geschäftsleute aus der Gegend hasteten mit dampfenden Kaffeebechern an ihr vorbei und verbrannten sich an der überschwappenden braunen Flüssigkeit die Finger. Rentner tauchten, Rollwägelchen hinter sich herziehend, kopfschüttelnd aus dem Metzgerladen oder dem Supermarkt auf und schimpften brummelnd über den Preis für Rinderbrust. Vor dem Bäcker standen ein paar Mütter mit Kinderwagen herum und versuchten sich gegenseitig zu Kuchen und Kaffee zu überreden, damit sie sich über ihre Sorgen mit dem Nachwuchs austauschen konnten.

Laura kehrte alldem den Rücken - sie war froh, dass das nicht ihre Probleme waren. Ihre Tüte hin und her schwingend, ging sie in die entgegengesetzte Richtung. Sie war groß und schmal und hatte langes, glattes, hellbraunes Haar, das im Takt ihrer Schritte über ihren Rücken schwang. Ihr Studio befand sich in einem umgebauten Bootshaus, ein Stück draußen, gleich hinter dem Jachthafen, nur acht Minuten entfernt. Wenn sie den Leuten erzählte, wo sie arbeitete, stellten diese sich das meist sehr romantisch vor, aber die Werkstatt war alles andere als das. Sie erhob sich auf dünnen Stelzen über den anderen Wellblechdächern und verfallenen Bootshütten ringsum. Das sah aus, als habe ein Architekt, dessen Berufserfahrung sich auf das Spielen mit Legosteinen beschränkte, noch ein Stockwerk ungeschickt draufgesetzt. Im Holz war der Wurm drin, was man allerdings nicht sah, da sie im vorletzten Sommer alles von einem Studenten aus dem Jachtklub, der dringend Cash brauchte, neu hatte streichen lassen. Aber ihr gefiel's trotz allem. Es war ihr zweites Zuhause geworden.

Sie bog von der Hauptstraße in eine von zahlreichen schmalen, mit Kopfsteinen gepflasterten Gassen ein, ging vorbei an den schmucken kleinen, in Pastellfarben gestrichenen Fischerh

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