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Ein Highlander und Gentleman von London, Julia (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 11.09.2018
  • Verlag: CORA Verlag
eBook (ePUB)

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Ein Highlander und Gentleman

1740: Diese verflixten Mitgiftjäger! Auf der Flucht vor ihnen zieht Daisy, Lady Chatwick, von London auf ihr Anwesen in die Highlands. Hier will die vermögende junge Witwe die Ankunft ihres Jugendfreundes abwarten, um mit ihm eine Vernunftehe einzugehen. Doch als sie ihrem Nachbarn Cailean, Laird of Attadale, begegnet, erwacht in ihrem Herzen eine nie gekannte sinnliche Sehnsucht. Wie mag es sein, Caileans kräftige Hände auf ihrem Körper zu spüren und in seinen starken Armen zu liegen? Der wilde Highlander ist für sie eine Verlockung, der sie unbedingt nachgeben muss! Daisy ahnt nichts von seinem Schwur, niemals eine Engländerin zu lieben ...

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 264
    Erscheinungsdatum: 11.09.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783733734121
    Verlag: CORA Verlag
    Größe: 2541 kBytes
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Ein Highlander und Gentleman

1. KAPITEL

Schottische Highlands 1742

Balhaire

D ie Kutsche knarrte und schwankte, während sie eine Straße entlangfuhren, die beinahe nicht mehr passierbar war. Die Insassen schlitterten über die Bänke und dann wieder zurück in die Polster. Der junge Lord Chatwick war ganz grau im Gesicht geworden und lehnte teilnahmslos an der Wand.

"Mein armer Liebling", säuselte seine Mutter Daisy, Lady Chatwick, und strich ihm dabei über das Haar.

"Ich habe von Anfang an gesagt, dass so eine aufreibende Reise das Kind krank machen wird. Wir können nur beten, dass er sich schnell wieder erholt."

Diese ausgesprochen zuversichtliche Bemerkung kam von Daisys Cousine, Miss Belinda Hainsworth.

"Mir geht es gut, solange sich die Kutsche nicht bewegt", stöhnte Ellis.

"Mein lieber Junge, das kommt dir nur so vor", sagte Belinda mit einem traurigen Lächeln, das zu sagen schien, Ellis' Verstand habe unter der Reise gelitten und er wisse nicht einmal mehr, was er gerade fühlte. Sie warf Daisy einen Seitenblick zu. "Es ist noch nicht zu spät. Wir können immer noch umkehren und uns allen die ganze Sache ersparen!"

Zu spät? Es war allerdings zu spät! Sie waren schon seit einer Ewigkeit unterwegs, und bis zu ihrem Ziel waren es jetzt nur noch wenige Meilen. "Doch, es ist zu spät", sagte Daisy und schloss die Augen.

Sie hatte das Gefühl, dass sie vor Wut und Erschöpfung jeden Augenblick explodieren und dabei in eine Million Stücke zerspringen könnte. Die ganze Reise dauerte nun schon drei Wochen. Sie waren zunächst von London bis nach Liverpool gefahren, von dort aus hatten sie mit dem Schiff die raue See bis nach Schottland überquert, und seitdem ratterten sie unerbittlich an Hütten aus Torf und Lehm vorbei, vor denen Leute in seltsamen Kleidern standen, die klein gewachsenes Vieh und kläffende Hunde dabeihatten. So ging es Meile um Meile durch unbewohnte Gegenden, während ihrem kleinen Sohn vom Schaukeln der Kutsche übel wurde und sie keine Gesellschaft hatte außer ihrer ständig niedergeschlagenen Cousine. Außerdem gab es keine Möglichkeit für sie, sich auszuruhen, außer hin und wieder ein ärmliches Gasthaus.

Es war wirklich eine furchtbare Reise.

"Du wirkst gereizt, Daisy."

Daisy öffnete die Augen; Belinda hatte den Kopf zur Seite gelegt und musterte sie neugierig. "Das bin ich auch. Ich habe die Fahrt in dieser Kutsche so was von satt", meinte Daisy aufgebracht. "Und es wird eine echte Erleichterung sein, wenn ich endlich einmal dieses verfluchte Mieder ablegen kann." Sie presste sich eine Hand an den Brustkorb und seufzte tief, denn sie konnte spüren, wie sich die Stäbe ihres Korsetts in ihre Rippen bohrten.

Im selben Augenblick geriet die Kutsche heftig ins Schwanken und sank so weit nach rechts, dass das Korsett sich Daisy noch tiefer in den Brustkorb drückte. Mit einem dumpfen Laut landete ihr Sohn auf ihr, und Belinda wurde gegen die Wand der Kutsche geschleudert, sodass sie vor Schreck laut aufschrie.

"Um Himmels willen", sagte Daisy atemlos.

"Madam!", rief jemand von draußen; dann wurde die Tür der Kutsche geöffnet. "Sind Sie verletzt?"

"Es geht uns gut. War das ein Rad?"

"Allerdings", sagte ihr Begleiter, Sir Nevis, und hob dabei ihren Sohn aus der Kutsche.

"Was machen wir denn jetzt?", fragte Belinda und kroch dabei vorsichtig rückwärts ins Freie. "Wir haben kein Werkzeug dabei, um den Schaden zu reparieren. Wir müssen wohl hier an Ort und Stelle kampieren!"

"Wir versuchen es erst einmal mit einer Reparatur", entgegnete Sir Nevis und streckte dabei die Hand aus, um Daisy beim Aussteigen zu helfen.

Vorsichtig setzte sie ihre Füße auf festen Boden und rückte ihr Korsett zurecht, so gut sie konnte, ohne dazu das Kleid ausziehen zu müssen. Am liebsten hätte sie sich das verdammte Ding vom Leib gerissen. Doch stattdessen trat sie neben Sir Nev

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