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Ein Husky unterm Weihnachtsbaum Roman von Ross, Christopher (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 02.11.2017
  • Verlag: Piper Verlag
eBook (ePUB)
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Ein Husky unterm Weihnachtsbaum

Ein gefühlvolles Winter-Weihnachts-Abenteuer aus Alaska! Santa Claus wohnt am Nordpol, genauer gesagt, in North Pole, Alaska. Dort arbeitet auch Jenn, eine junge Husky-Züchterin. Sie hat sich gerade von ihrem Freund getrennt und muss mit ansehen, wie ihr Ex einen ihrer Welpen so stark tritt, dass er in Lebensgefahr schwebt. Doch damit nicht genug. Der Weihnachtsmann hat Ärger mit seiner missratenen Enkelin, ein junger Dieb will von der schiefen Bahn herunter, und Jennifer sucht in der Wildnis verzweifelt nach einem krebskranken Mädchen, von dem sie nur den Vornamen kennt. Nur gut, dass Mike aus Kalifornien etwas Sonne in ihr Leben bringt - doch auch er hütet ein Geheimnis... 'Bei Ein Husky unterm Weihnachtsbaum' handelt es sich um eine Neuausgabe des 2013 bei Weltbild erschienenen Titel 'Weihnachten mit Husky'. Christopher Ross gilt als Meister des romantischen Abenteuerromans. Durch Bestseller wie ' Mein Beschützer, der Wolf', 'Geliebter Husky' und der 'Clarissa'-Saga wurde er einem breiten Publikum bekannt. Durch zahlreiche Reisen und während längerer Aufenthalte in Kanada und Alaska entdeckte er seine Vorliebe für diese Länder, die bevorzugten Schauplätze seiner Romane. Mehr über den Autor: christopherross.de

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 265
    Erscheinungsdatum: 02.11.2017
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783492983709
    Verlag: Piper Verlag
    Größe: 853 kBytes
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Ein Husky unterm Weihnachtsbaum

1

Jennifer Palmer gehörte zu den wenigen Auserwählten, die den Weihnachtsmann küssen durften. Jeden Mittag, wenn sie ihren Dienst begann, und jeden Abend, wenn ihre Schicht zu Ende war, hauchte sie dem alten Mann einen Kuss auf die bärtige Wange und schenkte ihm ein fröhliches Lächeln.

Der Weihnachtsmann hieß eigentlich George Langley, war im Sommer siebzig geworden und besserte seine karge Rente im Santa Claus Christmas Shop auf. Dort durften sich Kinder für fünf Dollar mit ihm fotografieren lassen. Der Weihnachtsladen war die größte Sehenswürdigkeit in North Pole, Alaska, einer kleinen Stadt südöstlich von Fairbanks, und hatte das ganze Jahr geöffnet. North Pole war nach dem Zweiten Weltkrieg von einer Immobilienfirma gegründet worden, die darauf spekulierte, dass eine Stadt, die nach dem Glauben aller amerikanischen Kinder die Heimat des Weihnachtsmanns war, zahlreiche Spielzeugfirmen anlocken würde. Ein Irrglaube, wie sich herausstellte. Geblieben war der Christmas Shop, in dem man Weihnachtsschmuck in allen Formen und Farben kaufen konnte.

"Merry Christmas", verabschiedete Jenn sich von Erica. So grüßte sie die Inhaberin des Ladens selbst im Hochsommer. Sie war der älteren Dame mit dem bläulich gefärbten Haar unendlich dankbar für den Halbtagsjob, mit dem sie ihren Lebensunterhalt bestreiten und noch etwas Geld für ihre Huskys abzweigen konnte. Für den Rest kamen ihre wenigen Sponsoren auf, die Hundefutter-Firma Webster, die Bekleidungsfirma Swiss Fashion, das Musher's Magazine in Fairbanks und etliche Privatleute, die ihr Sparschwein fütterten.

Sie trat in die Kälte hinaus und zog die Kapuze ihres blauen Schneeanzugs über den Kopf. Eisiger Wind wehte ihr entgegen. Abseits der geräumten Straßen war das Land von einer dicken Schneeschicht bedeckt, und der abendliche Dunst hing so tief, dass sie den Waldrand jenseits des vierspurigen Highways nur als düstere Wand wahrnahm. Vereinzelte Schneeflocken wirbelten im Wind. Es war stockdunkel, wie immer im Winter, wenn die Sonne nur für ein paar Stunden als heller Streifen am östlichen Horizont zu sehen war. Die Lichter der zahlreichen Scheinwerfer verschmolzen mit dem Dunst.

"Ho, ho, ho", grüßte der riesige Weihnachtsmann aus Kunststoff, der neben einem Plakat des Santa Claus Christmas Shop aus dem Schnee ragte, in einer Sprechblase die Autofahrer, darum bemüht, möglichst viele Leute in den Laden zu locken. Jenn winkte ihm zu und ging zu ihrem Wagen, einem rostigen Pick-up, der seine besten Jahre bereits hinter sich hatte, aber immer noch treu seinen Dienst verrichtete. Dazu gehörte auch der Transport der Huskys, die in dem hölzernen Aufbau auf der Ladefläche mitreisten, jeder in seinem eigenen Kasten. Der Einfachheit halber ließ sie den Aufbau auch dann auf dem Wagen, wenn sie nicht zum Training oder Rennen unterwegs war.

Obwohl Thanksgiving bereits zwei Wochen zurücklag und leuchtende Lichterketten mit roten und grünen Lämpchen über der Hauptstraße von North Pole hingen, war Jenn alles andere als weihnachtlich zumute. Der Grund für ihre bedrückte Stimmung war Kevin Turner, der junge Mann, den sie vor einem halben Jahr in dem kleinen Lokal, in dem sie am Wochenende manchmal als Bedienung aushalf, kennengelernt hatte. Er hatte sie zu einer Wanderung in den Denali National Park und nach dem ersten Schnee zum Langlaufen eingeladen, war einige Male mit ihr im Kino gewesen und hatte ihr schon nach wenigen Wochen gestanden, sich in sie verliebt zu haben. Seit er jedoch gemerkt hatte, dass sie nicht bereit war, ständig nach seiner Pfeife zu tanzen, war er beleidigt. Er wollte nicht kapieren, dass sie die meiste Zeit damit verbrachte, mit ihren Huskys für das berühmte Iditarod-Rennen zu trainieren, und zweieinhalb Jobs übernommen hatte, um einigermaßen über die Runden zu kommen. Er war ein netter Kerl, solange es nach sein

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