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Ein letzter Augenblick von Heilmann, Sabrina (eBook)

  • Verlag: neobooks Self-Publishing
eBook (ePUB)
4,99 €
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Ein letzter Augenblick

Wer ist Emilia? Diese Frage stellt sich Emilia Murray, als sie nach über fünf Jahren aus dem Koma aufwacht. Sie hat vergessen, was in den zwei Jahren vor dem Unfall geschehen ist und muss mit der Tatsache klarkommen, dass sie nun kein neunzehnjähriger Teenager mehr ist, sondern eine sechsundzwanzigjährige Frau. Die Schottin weiß nicht, wer sie ist, was passiert ist, geschweige denn, wie sie nach Inverness gekommen ist. Als Emilia das Krankenhaus verlassen kann, lernt sie den attraktiven Highlander Blake McLaughlin kennen, der ihr in einer Notsituation hilft. Es scheint, als würde er sie besser kennen, als irgendjemand sonst. Sie weiß nicht, dass er nicht ohne Grund in ihrer Nähe ist. Während der Suche nach ihren Erinnerungen setzt Emilia sich selbst so unter Druck, dass die Situation sie völlig überfordert. Hilflosigkeit, Angst und das Gefühl von Verlust machen sich breit. Sie erhofft sich Antworten von ihrer Mutter, doch diese verweigert jedes Gespräch über die Zeit vor dem Unfall. Wovor versucht Emilias Mutter sie zu beschützen? Und welches Geheimnis hütet Blake? Ihre Leidenschaft zum Schreiben entwickelte Sabrina Heilmann bereits in jungen Jahren. Sie wurde 1991 in Elsterwerda geboren und wuchs in einem kleinen Dorf in Sachsen auf. Nun lebt sie mit ihrem Mann in dem kleinen Städtchen Großenhain. Sie schreibt hauptberuflich und träumt sich dabei gern zu den romantischsten Orten der Welt. Neben dem Schreiben interessiert sie sich auf für Fotografie.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 320
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783742705884
    Verlag: neobooks Self-Publishing
    Größe: 441 kBytes
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Ein letzter Augenblick

Kapitel 2

Ich war schon immer ein Mensch gewesen, der es mochte, wenn andere ihre Versprechen hielten. Deswegen fand ich den Arzt besonders sympathisch, als er mir nach einigen Wochen Physiotherapie und Rundumbetreuung tatsächlich sagte, dass ich das Krankenhaus verlassen durfte. Die Untersuchungen waren alle gut verlaufen. Auch wenn ich noch ein paar Sitzungen Muskelaufbautraining brauchte, war mein Körper doch so weit wieder hergestellt, dass ich nach Hause konnte.

Der Arzt selbst verlor kein Wort über meinen Unfall, sicher, weil er annahm, irgendjemand hätte mich in der Zwischenzeit aufgeklärt. Die Wahrheit war, dass ich meine Mutter nicht wieder gefragt hatte. Der Grund dafür war schlicht und ergreifend Angst und auch ein bisschen Stolz.

Ich war nie ein Mensch gewesen, der sich blind auf andere verlassen hatte. Schon seit ich denken konnte, wollte ich immer alles allein schaffen. Mich zu erinnern gehörte in diesem Moment dazu. Ich wollte mir keine Geschichten anhören, was mir geschehen war, ich wollte jede einzelne meiner Erinnerungen zurückbekommen und mir selbst ein Bild machen. Dazu sagte der Arzt nur, dass ich mir Zeit geben sollte. Die Erinnerungen würden dann kommen, wenn ich sie brauchte und nicht, wenn ich sie erzwang. Diese Antwort musste ich hinnehmen, auch wenn sie mich nicht glücklich machte. Aus dem Mund des Arztes klang das so leicht, doch er selbst hatte vermutlich nie in meiner Situation gesteckt.

Seit ich aufgewacht war, fühlte ich mich schrecklich unvollständig und ich konnte keine Erklärung dafür finden. Es war, als würde mein Herz wissen, dass mir etwas fehlte, und mich jeden Schmerz dieses Verlustes spüren lassen ... lediglich mein Kopf verweigerte seinen Beitrag dazu.

"Liebling, hast du alles?", fragte mich meine Mutter und ich drehte mich zu ihr um.

"Ja", antwortete ich und zog den Reißverschluss meiner Reisetasche zu. Ich nahm sie vom Bett und sah mich ein letztes Mal in dem Zimmer um, dann tauschte ich einen Blick mit meiner Mutter. "Ich glaube, ich werde das nicht vermissen." Mom schenkte mir ein aufrichtiges Lächeln und hielt mir die Tür auf.

In den letzten Wochen hatten wir viel miteinander geredet. Auch wenn ich nicht wollte, dass sie mit mir über meine Erinnerungen sprach, so wollte ich doch wissen, wie ihr Leben in den letzten Jahren verlaufen war. Nachdem sie von meinem Unfall erfahren hatte, pendelte sie in regelmäßigen Abständen zwischen Glasgow und Inverness. Meine Mutter und mein Vater hatten sich schon getrennt, da war ich noch klein gewesen. Nach der Trennung hatte sie einen Blumenladen eröffnet, ein Job, in dem meine Mutter völlig aufging. Sie erzählte mir, dass sie, je länger ich im Koma lag, überlegte, nach Inverness zu ziehen. Blumen würde man überall kaufen. Bereits ein Jahr nach diesem Gedanken hatte meine Mutter ihn in die Tat umgesetzt. So konnte sie jederzeit bei mir sein, sollte ich aufwachen. Ich war gerührt, dass sie dieses Opfer für mich brachte und an einem völlig fremden Ort ein neues Leben begann. Auch privat hatte sich bei ihr einiges getan. Schon kurze Zeit, nachdem sie in die Highlands gekommen war, lernte sie Steven kennen und heiratete ihn im letzten Sommer. Ich freute mich für Mom, war aber traurig darüber, dass ich bei all diesen Momenten nicht bei ihr sein konnte.

"Emilia, hörst du mir überhaupt zu?" Meine Mutter griff nach meinem Arm und zwang mich zum Stehenbleiben. Irritiert sah ich sie an.

"Entschuldige, ich war in Gedanken." Erst jetzt bemerkte ich, dass wir bereits im Erdgeschoss standen.

"Hör mal, da draußen steht alles voller Paparazzi." Sie deutete um die Ecke, wo sich der Eingang befand. Ich warf einen vorsichtigen Blick in diese Richtung, und tatsächlich. Mindestens dreißig Männer und Frauen hatten sich vor dem Eingang des Krankenhauses versammelt.

"Was machen die da?", wollte ich wissen und bemerkte, wie meine Mutter tief

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