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Ein Liebesbrief mit Folgen von BRADFORD, LAURA (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 13.07.2011
  • Verlag: CORA Verlag
eBook (ePUB)
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Ein Liebesbrief mit Folgen

Arroganter Schnösel! denkt die junge Malerin Phoebe, als der gut aussehende Tate Williams abschätzig die Farbkleckse auf ihrem Hemd mustert. Schnell überreicht sie ihm den geheimnisvollen Liebesbrief, der aus Versehen ihr in die Hände gefallen ist. Doch auch Tate ist nicht der richtige Empfänger. Phoebe bleibt nichts anderes übrig, als die Nobelvilla unverrichteter Dinge wieder zu verlassen. Bald darauf aber führt der schicksalhafte Brief sie erneut zusammen ...

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 144
    Erscheinungsdatum: 13.07.2011
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783863491833
    Verlag: CORA Verlag
    Größe: 398 kBytes
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Ein Liebesbrief mit Folgen

2. KAPITEL

Phoebe schaute vom Gemälde für die Dolangers auf und streckte die Hand nach der Bogenleuchte rechts von ihrer Staffelei aus. Die Sonne ging gerade unter. Mit ihr schwand das Tageslicht, das Phoebe zum Arbeiten brauchte. Aber sie konnte nicht bis zum nächsten Morgen warten, um weiterzumachen.

Nicht, wenn ihr bis zum Abgabetermin am Freitag nur etwas mehr als sechzig Stunden Zeit blieben.

Und nicht, nachdem sie sich den Großteil des Tages Gedanken über einen Brief gemacht hatte, der gar nichts mit ihr zu tun hatte.

Sie nahm einen anderen Pinsel und tauchte ihn in den kastanienbraunen Farbton. Diese Farbe hatte sie extra gemischt, um die exakte Schattierung von Cara Dolangers Haar wiederzugeben. Mit ruhiger Hand wandte Phoebe sich wieder der Leinwand zu. Cara Dolanger hatte es ihr nicht gerade leicht gemacht, sie zu verewigen.

Aber dieser Job war ein echter Coup. Den Auftrag hatte sie nach einer kleinen Ausstellung ihrer Werke im Zentrum von Cedarville erhalten. Von Anfang an hatte Phoebe die Vorstellung begeistert, ein Bild der ältesten Familie der Stadt zu malen. So ein Auftrag konnte allein durch die Mundpropaganda Berge versetzen. Als Shane Dolanger ihr dann verraten hatte, wie viel er zahlen wollte, war sie beinahe in Ohnmacht gefallen. Sich im nächsten Jahr keine Sorgen um das Geld für Miete und Essen machen zu müssen war beinahe unvorstellbar. Genau wie die Erkenntnis, dass sie ihren Zweitjob nicht mehr lange brauchen würde - sie könnte endlich so über die Runden kommen.

Wie ein Traum war ihr das erschienen. Aber die Wirklichkeit hatte sie eingeholt, als sie von der kurzen Frist für ihre Arbeit erfahren hatte.

Drei Wochen.

Und die waren in drei Tagen vorbei.

Ein Abgabetermin, den sie auf keinen Fall verpassen durfte. Schon allein wegen der Party, die am selben Abend bei den Dolangers stattfinden sollte. Bei der ihr Gemälde bereits über dem Kaminsims hängen sollte.

Zum Glück war Phoebe ein echtes Arbeitstier. Sie war bereit, alles zu tun, um ihre Aufgabe zu erfüllen. Verzicht auf Mahlzeiten und Schlaf eingeschlossen.

Unglücklicherweise hatte sie nicht damit gerechnet, dass ein vierzig Jahre alter Brief in ihrem Briefkasten landen würde. Und ganz gewiss hatte sie nicht damit gerechnet, Tate Williams über den Weg zu laufen.

Tate.

Seit sie das Haus im Starry Night Drive verlassen hatte, kehrten ihre Gedanken immer wieder zu dem Mann zurück. Er hatte etwas an sich. Es kam ihr vor, als könnte er nur mit einer einzigen Umarmung alle Probleme der Welt verschwinden lassen.

Und sein Haar? Das war wie gemacht dafür, die Finger darin zu vergraben.

Phoebe schüttelte den Kopf, um diese verrückten Gedanken zu vertreiben. Stattdessen zwang sie sich dazu, sich wieder auf die Leinwand zu konzentrieren. Es hatte keinen Zweck, von jemandem zu träumen, der so anders war als sie. So etwas konnte nie funktionieren.

Niemals. Diese Lektion hatte sie gelernt.

Sie warf einen Blick auf Kayla, die zufrieden an einem roten Baustein kaute. Doug hatte damals angeboten, ihr ein sorgloses Leben zu finanzieren. Dass er sich so von seiner Verantwortung als Vater loskaufen wollte, hatte sie unsagbar verletzt. Auch wenn es in gewisser Hinsicht befreiend gewesen war. Denn in diesem Augenblick war ihr klar geworden, dass sie und Kayla ihn nicht brauchten.

Ihre eigene Kindheit hatte sie schließlich auch genossen - dank ihrer Großmutter. Sie hatte Phoebe über alles geliebt und fest an sie geglaubt. Klar, sie waren immer knapp bei Kasse gewesen. Aber die Liebe in ihrem Zuhause hatte das mehr als wettgemacht.

Wenn Phoebe Dougs Angebot angenommen hätte, wäre sie in der Lage gewesen, Kayla alles zu geben. Als der Alltag sie einholte, fragte sich Phoebe immer wieder, ob sie ihrer Tochter einen schlechten Dienst erwiesen hatte.

Hatte sie bei ihrer Entscheidung wirklich nur daran gedacht, was das Beste für K

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