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Ein Nachbar für gewisse Stunden von Blake, Ally (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 13.05.2014
  • Verlag: CORA Verlag
eBook (ePUB)
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Ein Nachbar für gewisse Stunden

Dieser Traum aus Chiffon ... sie muss ihn haben ... Wie in Trance kauft Paige ein Brautkleid. Einziges Problem: Weit und breit ist kein Ehemann in Sicht. Nicht einmal eine Affäre! Kaum hat Paige beschlossen, das zu ändern, da steigt ein Fremder zu ihr in den Lift: groß, breitschultrig und unfassbar männlich - ihr neuer Nachbar Gabe. Der erste Besuch in seinem Penthouse führt zu wilden Küssen, der zweite zu einem heißen Strip. Ganz klar: Ihre Körper sind füreinander geschaffen. Doch wieso verbirgt Gabe sein halbes Leben vor ihr - so wie sie ihm ihr kleines Geheimnis verschweigt?

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 144
    Erscheinungsdatum: 13.05.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783733700591
    Verlag: CORA Verlag
    Größe: 495 kBytes
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Ein Nachbar für gewisse Stunden

1. KAPITEL

Paige Danforth glaubte nicht an die große Liebe.

Es war einzig und allein ein Zeichen ihrer Freundschaft zu Mae, dass sie an diesem nebligen Wintermorgen bibbernd neben ihrer besten Freundin vor einem heruntergekommenen Lagerhaus in Collingwood, Melbourne, stand - und das nur, damit Mae sich ein Brautkleid kaufen konnte.

Hochzeitskleid-Ausverkauf! Mehr als 1000 Kleider, neu und gebraucht, bis zu 90 % reduziert! stand auf dem gewaltigen pinkfarbenen Werbebanner, das schlaff an dem braunen Backsteingebäude herabhing. Die Schlange der Wartenden wand sich um den halben Block. Paige betrachtete sie und fragte sich, ob auch nur eine der Frauen erkannte, wie albern dieser Massenandrang eigentlich war. Doch alle schienen wie besessen von der Idee zu heiraten. Vermutlich war jede von ihnen davon überzeugt, dass ausgerechnet sie in ihrer Ehe glücklich werden würde - bis ans Ende ihrer Tage.

"Die Tür hat sich bewegt", flüsterte Mae und griff so fest nach Paiges Arm, dass diese zusammenfuhr.

Paige wickelte sich ihren dicken Wollschal ein weiteres Mal um den Hals und stampfte mit den Füßen auf den Asphalt, um sich warm zu halten. "Das bildest du dir nur ein."

"Sie hat vibriert. Als ob jemand von innen aufschließt." Wie ein Lauffeuer verbreitete sich Maes Beobachtung in der Warteschlange, und Paige wurde von den vorwärtsdrängenden Frauen beinahe beiseitegeschubst.

"Immer locker bleiben!", sagte sie und löste sich aus der Umklammerung ihrer Freundin, ohne die Menschenmenge aus den Augen zu lassen. "Warte einfach ab. Du wirst das Kleid deiner Träume finden. Eins steht jedenfalls fest: Wenn du es hier und heute nicht entdeckst, unter tausend Brautkleidern, dann ist dir nicht zu helfen."

Mae hielt inne und sah sie entsetzt an. "Mit dieser Bemerkung hast du dein Anrecht als Trauzeugin eigentlich verwirkt."

"Sag, dass du das ernst meinst", bat Paige hoffnungsvoll.

Mae lachte. Aber nur einen Augenblick lang. Dann begann sie, auf der Stelle zu tänzeln wie ein Preisboxer beim Aufwärmen. Ihr rotes Haar, das sie normalerweise wild und ungebändigt trug, war heute zum Pferdeschwanz gebunden, und sie schaute entschlossen drein. Diesen Blick hatte Mae seit jenem Moment perfektioniert, als ihr Freund ihr den Heiratsantrag gemacht hatte.

Mit einem Mal öffneten sich die alten Flügeltüren, und eine warme, süßliche Wolke aus Kampfer und Lavendel strömte aus dem Inneren.

Eine müde wirkende Frau in Jeans und einem T-Shirt von der Farbe des Werbebanners über ihr baute sich im Eingang auf und rief: "Kein Feilschen! Keine Rückgabe! Kein Umtausch! Keine anderen Größen verfügbar!" Niemand nahm Notiz von ihr. Stattdessen drängten die Frauen ins Gebäude hinein, als hätte die Verkäuferin versprochen, dass Superstar Hugh Jackman die hundert ersten von ihnen mit einer Gratis-Rückenmassage verwöhnen würde. "Heiliger Strohsack", stammelte Mae fasziniert, als sie sich in der Lagerhalle umsah.

"Ziemlich schicke Strohsäcke", murmelte Paige, die wider Willen beeindruckt war.

Perlenkorsetts, romantisch geraffte Ärmel, tiefe Ausschnitte. Designerkleider. Konfektionsware. Second-Hand-Kleider. Ausschussware. Alles radikal reduziert. Und jedes Kleid war heute zu haben. Nur heute.

"Vorwärts!", schrie Mae und lief schnurstracks auf den ersten Kleiderständer zu.

Paige drückte sich in eine Ecke nahe dem Ausgang. Sie winkte mit ihrem Mobiltelefon. "Ich bin gleich hier drüben, falls du mich brauchst!"

Mae streckte kurz die Hand zum Gruß hoch, dann war sie verschwunden.

Und nun erlebte Paige eine unverhoffte Lehrstunde in weiblicher Psychologie. Neben ihr schrie eine elegante Enddreißigerin wie ein Teenager auf, als sie das Kleid ihrer Träume fand. Eine Dame im Kostüm mit akkurat aufgestecktem Haarknoten und Brille erlitt einen Tobsuchtsanfall und stampfte wie ein trotziges Kind mit den Füßen auf, als ihr klar wurde, dass

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