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Ein orientalischer Märchentraum Digital Edition von Marton, Sandra (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 28.06.2015
  • Verlag: CORA Verlag
eBook (ePUB)
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Ein orientalischer Märchentraum

Bildschön und hochintelligent! Scheich Qasim ist ganz hingerissen von Megan O'Connell und nimmt die erfolgreiche Finanzberaterin kurzerhand mit in seine Heimat. Doch er hat die strengen Traditionen in seinem orientalischen Königreich unterschätzt. Dort hält man seine Traumfrau für käuflich. Er sieht nur einen Weg, Megan und ihren Ruf zu retten: eine Hochzeit!

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 128
    Erscheinungsdatum: 28.06.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783733742591
    Verlag: CORA Verlag
    Größe: 1297 kBytes
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Ein orientalischer Märchentraum

1. KAPITEL

Er war ein Scheich, der König von Suliyam, einem kleinen Land mit riesigen Ölvorkommen an der Spitze der bezerianischen Halbinsel.

Zu allem Überfluss war er auch noch groß, dunkelhaarig, grauäugig und absolut hinreißend.

Sofern man den Typ mochte.

Was die meisten Frauen taten, wollte man den Illustrierten und Talkshows glauben.

Aber Megan O'Connell war nicht wie die meisten Frauen. Außerdem war die Tatsache, dass jemand groß, gut aussehend und unverschämt reich war, noch lange keine Entschuldigung für egozentrisches, anmaßendes Verhalten.

Megan trank einen Schluck von ihrem Kaffee. Also gut. Vielleicht war das ja überflüssig. Na und? Männer wie er waren ebenfalls überflüssig. Wozu brauchte die Welt knickrige Diktatoren, die sich für ein Gottesgeschenk an die Frauenwelt hielten?

Sie hatte mit dem Mann noch nie ein Wort gewechselt, aber sie wusste auch so, wie er war. Ihr Chef - ebenfalls ein Egozentriker, wenn auch längst nicht so attraktiv - hatte ihr heute Morgen die frohe Botschaft des Scheichs überbracht. Von da an war alles sonnenklar gewesen.

Sie war eine Frau. Das machte sie in den Augen des Scheichs zu einem Menschen zweiter Klasse. Er war nicht nur ein Mann, sondern auch noch ein König.

Ein König. Megan verzog verächtlich die Lippen. Ein verdammter Chauvi war er, sonst gar nichts. Fragte sich bloß, warum sie die Einzige war, der das auffiel. Sie beobachtete jetzt schon seit fast einer Stunde, wie er das Grüppchen am anderen Ende des Raums mit seinem Charme einwickelte.

Sie ahnten gar nicht, was solche Mistkerle wie er ihren Mitmenschen antaten.

Zugegeben, schlecht machte er seine Sache nicht. Natürlich war es nicht ganz einfach, einen Haufen aufgeblasener Finanzberater bei der Stange zu halten, aber schließlich war er ja auch ein geschickter Politiker. Laut Times zumindest.

Für die Klatschpresse hingegen war er nur eins: ein unverbesserlicher Playboy und Herzensbrecher.

Was der Wahrheit wahrscheinlich näherkam.

Aber ganz sicher wusste sie nur, dass er Qasim al Daud al Rashid hieß und seit dem Tod seines Vaters König von Suliyam und Alleinherrscher über sein Volk war.

König und Alleinherrscher! Was für ein Witz heutzutage ... obwohl das, was hier in Los Angeles in den Geschäftsräumen der Finanzberatung Tremont, Burnside und Macomb verhandelt wurde, zugegebenermaßen alles andere als ein Witz war.

"Oh, Hoheit!" Eine Frau stieß einen Seufzer aus, den man bis ans andere Ende des Raums hörte.

Hoheit, genau. Für alle Speichellecker war das die angemessene Art, den König anzureden. Megan trank ihren Kaffee aus. Für sie bestimmt nicht. Eher würde sie sich die Zunge abbeißen. Falls sie das Pech haben sollte, mit dem Mann reden zu müssen - wozu es allerdings nach den Ereignissen heute Morgen nicht kommen würde. Seine Unumschränktheit wäre wahrscheinlich passender. Oder wie sonst sollte man im einundzwanzigsten Jahrhundert einen Diktator anreden, der wie im Mittelalter herrschte? Einen Dreckskerl, der sich nicht scheute, sie in ihrer Karriere um fünf Jahre zurückzuwerfen?

Dabei hatte sie sich die Finger wund geschrieben an dem blöden Angebot. Tag und Nacht, sogar an den Wochenenden hatte sie über dem Ding gebrütet. Und sich ausgemalt, was für einen Karriereschub es für sie bedeuten würde, so ein prestigeträchtiges Projekt zu leiten.

Doch heute Morgen war dann mit einem Schlag alles aus gewesen, als Jerry ihr eröffnet hatte, dass nicht sie, sondern Frank Fisher dem Projekt vorstehen würde.

Megan streckte die Hand nach der Kaffeekanne aus, aber dann entschied sie sich für einen Mimosa. Sie hatte heute schon genug Kaffee intus. Auf dem Tisch standen Champagner - ein Krug Vintage - und frisch gepresster Orangensaft, weil der Scheich eine Vorliebe für Mimosa hatte - vielleicht wegen seiner kalifornischen Mutter. Allerdings würde er nie erfahren, d

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