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Ein paar Tränen werde ich weinen um dich von Lehman, Peter R. (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 09.05.2016
  • Verlag: Books on Demand
eBook (ePUB)
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Ein paar Tränen werde ich weinen um dich

Seit die hübsche Julie als Kindermädchen bei dem kleinen Sohn Gilbert des Bankiers Gérald Baron de Gravelines arbeitet, entwickeln sich die Dinge entschieden anders, als Julie dachte. Sie wollte den Job nur aus einem einzigen Grund: Gérald hat vor einigen Jahren ihre Schwester Catherine verführt und sie dann wegen Gilberts Mutter, der spanischen Opernsängerin Maxima, schmählich im Stich gelassen. Jetzt will Julie ihre Schwester rächen! Aber als sie Gérald näher kennen lernt, muss sie feststellen, dass er nicht nur ungemein attraktiv, charmant und aufmerksam ist, sondern ausgesprochen liebevoll mit dem kleinen Gilbert umgeht. Und wo die Mutter des Kindes ist, ist Julie auch ein Rätsel. Trotzdem, sie ignoriert ihre Gefühle für Gérald, die täglich stärker werden. Sie will ihn verführen, um ihn dann sitzen zu lassen. Leiden soll er, wie damals Catherine... In Südfrankreich lebender französischer Roman- und Sachbuchautor.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 320
    Erscheinungsdatum: 09.05.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783741204692
    Verlag: Books on Demand
    Größe: 286 kBytes
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Ein paar Tränen werde ich weinen um dich

1. KAPITEL

Juliette de Rougepeyre hatte Angst, in diesem Moment einen fürchterlichen Fehler zu begehen. Als das Taxi schließlich langsam auf Nizzas Prachtboulevard Victor Hugo fuhr, war sie überzeugt davon, sich völlig falsch zu verhalten.

Und es wäre so einfach, alles rückgängig zu machen. Ihre Partnerin, Christine Delon, müsste nur bei Baron de Gravelines anrufen, sich entschuldigen und erklären, dass Madame Rougepeyre leider nicht in der Lage sei, zum Vorstellungsgespräch zu erscheinen. Und dass sie sich selbstverständlich bemühen werde, ein anderes qualifiziertes Kindermädchen für seinen kleinen Sohn zu finden.

Aber das kommt gar nicht in Frage! ermahnte sich Juliette, die von ihren Freunden nur Julie genannt wurde. Ich werde nicht im letzten Moment einen Rückzieher machen und damit Christine Recht geben. Das liegt einfach nicht in meiner Natur.

Christine hatte aufgeregt gesagt: "Julie, bist du verrückt geworden? Das kannst du doch nicht tun! Du bist doch überhaupt nicht ausgebildet und weißt rein gar nichts über Kindererziehung! Das ist viel eher mein Spezialgebiet. Denk doch an den guten Ruf unserer Agentur!"

Zum ersten Mal hatte Julie ihre Partnerin deutlich darauf hingewiesen, wer eigentlich den Ruf der Agentur aufgebaut hatte. Außerdem hatte sie hinzugefügt: "Ich habe mich die ganzen Jahre nur um die Verwaltung gekümmert, und jetzt möchte ich auch mal ein paar praktische Erfahrungen sammeln. Lass mir doch die Freude, Christine!" Sie hatte ihre Kollegin und Freundin fröhlich und selbstbewusst angestrahlt. "Es kann doch nicht so schwer sein, sich um ein Kind zu kümmern", antwortete sie selbstsicher. "Millionen von Frauen können das tun, und wenn ich dabei in Schwierigkeiten geraten sollte, werde ich mich schon melden. Ich habe mir auch ein Bein für die Agence du Soleil ausgerissen. Ich würde nie etwas tun, um unserem guten Ruf zu schaden."

Der Teil über die praktischen Erfahrungen war eine glatte Lüge gewesen. Julie suchte nur eine gut klingende Entschuldigung für ihren verrückten, spontanen Entschluss, der absolut nicht zu ihrer rationalen Persönlichkeit passte.

Aber ist es eigentlich verrückt, sich rächen zu wollen?

Sie hatte in ihrem eigenen Büro gesessen, als ihre Sekretärin Yvette vor einigen Tagen Baron de Gravelines in Christines Büro geführt hatte. Julie war sofort bewusst g6ewesen, wer dort in ihrer Agentur aufgetaucht war, obwohl sie ihm noch nie begegnet war.

Vor einiger Zeit war sein Photo in allen Zeitungen gewesen. Gutaussehend, mit einem zärtlichen Lächeln für die reizende junge Braut in seinem Arm, hatte er sich vor einer kleinen Kirche ablichten lassen. Und von Angesicht zu Angesicht sah er mindestens genauso gut aus.

"Warum ist er hier?" fragte Julie und bemühte sich um einen sachlichen, professionellen Tonfall.

"Ein Wahnsinnstyp, oder?" Yvette strich sich den Rock über ihren Hüften glatt. "Er hat heute früh angerufen, bevor du im Büro warst. Anscheinend sind die Gravelines vor ein paar Tagen aus dem Ausland gekommen und brauchen für kurze Zeit ein Kindermädchen, bis sie ein neues Haus in der Provence gefunden haben. Die Glückliche, ich beneide sie jetzt schon um ihre Arbeit! Ich frage mich, wie seine Frau wohl ist?"

Genau zu diesem Zeitpunkt war Julie klar, was sie zu tun hatte. Sie hätte ihrer Sekretärin genau sagen können, wer seine Frau war und wie atemberaubend sie aussah. Aber dann hätte sie auch ihre Wut und ihren Ärger nicht zurückhalten können, und so sagte sie lieber nichts.

Das Taxi hielt jetzt vor dem Hotel, in dem die Familie Gravelines wohnte, und Julie ging beim Aussteigen schnell im Kopf noch ein paar wichtige Dinge durch, auf die sie beim bevorstehenden Vorstellungsgespräch unbedingt achten wollte.

Ein gutes Kindermädchen ist souverän im Auftreten und sollte um ein gediegenes Aussehen bemüht sein. Nun ja, was diesen Punkt betraf, habe ich m

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