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Ein süsses Abenteuer von Marshall, Paula (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.04.2015
  • Verlag: CORA Verlag
eBook (ePUB)
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Ein süsses Abenteuer

Sir Neville Fortescue rühmt sich eines tadellosen Lebenswandels - bis Diana, Duchess of Medbourne, ihn bittet, sie in ein berüchtigtes Freudenhaus zu begleiten: Ihre Küchenhilfe ist auf mysteriöse Weise verschwunden, und die Spur führt in die Londoner Unterwelt. Während sich Sir Neville zusammen mit der wagemutigen Duchess aufmacht, das verschleppte Mädchen zu retten, entdeckt er vollkommen neue Seiten an sich. Noch nie hat er solche Lust am Abenteuer verspürt wie bei dieser aufregenden Rettungsaktion... Und ein ganz und gar ungewöhnliches Gefühl durchflutet ihn immer öfter: ein aufregendes Prickeln, wenn er wie zufällig Dianas zarte Hand berührt ...

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 256
    Erscheinungsdatum: 01.04.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783733764807
    Verlag: CORA Verlag
    Größe: 709 kBytes
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Ein süsses Abenteuer

1. KAPITEL

1819

Als Sir Neville Fortescue auf Lady Leominsters Ball zufällig mit anhörte, wie zwei seiner angeblichen Freunde über ihn sprachen, ahnte er noch nicht, dass sich dadurch bald sein ganzes Leben verändern sollte.

"Fortescue?", sagte Frank Hollis zu Henry Latimer. "Oh nein, ich werde Fortescue gar nicht erst fragen, ob er mit uns ins Coal Hole kommen möchte. Ein netter Bursche, zuverlässig und anständig, aber langweilig, verdammt langweilig. Hat sich sein Leben lang keinen einzigen Fehltritt geleistet. Schon der Gedanke an ihn ödet mich an."

"Ach, weißt du, stille Wasser sind tief."

"Nicht immer. Bis jetzt hat er jedenfalls noch nicht ge zeigt, was in ihm steckt, dabei sitzt er schon seit fünf Jahren im Parlament. Wechseln wir lieber das Thema. Was hältst du von der neuen Geliebten seines Cousins Alford? Der weiß, wie man sich richtig vergnügt. Nehmen wir doch ihn ins Coal Hole mit."

Mit diesen Worten entfernten sich die Sprecher. Wie heißt es so schön - der Horcher an der Wand hört seine eigene Schand', dachte Sir Neville Fortescue verdrossen. Sicher, die beiden hatten nichts allzu Schlimmes gesagt, aber er fand es nicht gerade schmeichelhaft, als langweiliger Musterknabe abgetan zu werden. Obgleich er nicht viel auf Frank Hollis' Urteilsvermögen gab, hatten dessen Bemerkungen ihn tief getroffen, ja sogar verärgert. Wieso maßte der Mann sich überhaupt an, über ihn zu urteilen?

Der Vorfall beschäftigte ihn umso mehr, als er an diesem Tag Harriet Beauchamp aufgesucht und um ihre Hand angehalten hatte. Zum einen glaubte er, dass sie eine gute Gemahlin abgeben würde. Und zum anderen lag seine verwitwete Mutter ihm ständig in den Ohren, dass er sich endlich vermählen solle.

"Ein Mann in deiner Stellung braucht eine Gattin", pflegte sie zu sagen, und als er ihr seinen Entschluss mitteilte, Harriet einen Heiratsantrag zu machen, freute sie sich ungemein. Ihrer Ansicht nach würde die reizende Miss Beauchamp ihm trotz ihres etwas leichtfertigen Betragens alle Ehre machen.

Heute hatte er sich genau die passenden Worte zurechtgelegt, um einer hübschen jungen Debütantin mit dem Segen ihres Vaters einen Heiratsantrag zu machen. Noch einmal ließ er sich die beschämende Szene durch den Kopf gehen ...

Nach seiner Rede hatte Harriet mit geheuchelter Traurigkeit erwidert: "Ach, mein lieber Neville, ich mag dich sehr, aber ich könnte niemals deine Gattin werden."

Er fiel aus allen Wolken. Sie wies ihn ab? "Warum denn nicht?", rief er in leicht entrüstetem Ton, noch immer vor ihr kniend.

"Weil ich hin und wieder etwas Aufregendes erleben möchte. Mit dir könnte ich das nicht, da du so sehr darauf achtest, immer das Richtige zu tun."

Endlich erhob er sich, denn in den engen Hosen, die die Mode zurzeit vorschrieb, konnte man nicht lange knien. "Ich dachte, die meisten jungen Damen wünschen sich einen verlässlichen Ehemann", entgegnete er.

"Das stimmt, aber du benimmst dich dermaßen korrekt, dass man sich mit dir schier langweilt", erklärte sie mit herzlich wenig Taktgefühl. "Und das könnte ich nicht ertragen. Bald wirst du irgendein nettes, sittsames Mädchen kennenlernen, das besser zu dir passt als ich. Wir werden doch hoffentlich Freunde bleiben? Falls ich je Hilfe benötigen sollte, würdest du mir jederzeit mit klugem Rat beistehen, das weiß ich genau."

Beinahe hätte er ihr entgegengeschleudert: "Im Gegenteil, in dem Fall solltest du lieber einen guten Anwalt aufsuchen." Stattdessen gab er, wie gewöhnlich, eine unverfängliche, banale Antwort. "Ich bedaure, dass du meinen Antrag ablehnst, Harriet, aber ich werde dir natürlich immer wohl-gesonnen bleiben."

"Dann nimmst du mir meine Entscheidung also nicht übel. Wie lieb von dir!"

In diesem Augenblick regte sich plötzlich Nevilles Leidenschaft, die er sonst immer erfolgreich unterdrückte. Um ein Haar hätte er H

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