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Ein Schotte im Gepäck Roman von Zöbeli, Alexandra (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 06.07.2020
  • Verlag: Forever
eBook (ePUB)
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Ein Schotte im Gepäck

Über englische Landstraßen direkt ins Herz! Parker Manning liebt ihren Job als Kamerafrau bei einem Londoner Fernsehsender. Als ihr die Möglichkeit gegeben wird bei der berühmten Antiquitätenshow Treasure Hunt hinter der Linse zu stehen, sagt sie sofort zu und düst kurze Zeit später mit dem Produktionsteam durchs ganze Land um die Experten bei der Jagd nach Raritäten und kleinen Schätzchen zu filmen. Wäre da nur nicht ihr Kamerakollege Callum. Zwar sieht er unverschämt gut aus und ist wahnsinnig charmant, aber ihm eilt ein wenig schmeichelnder Ruf als Womanizer voraus. Und auf so jemanden lässt Parker sich garantiert kein zweites Mal ein. Doch die beiden müssen eng zusammen arbeiten und Parker merkt bald, dass Callum vielleicht nicht nur einen zweiten Blick, sondern sogar eine Nahaufnahme wert ist... Alexandra Zöbeli lebt gemeinsam mit ihrem Mann im Zürcher Oberland in der Schweiz. Sie bekennt sich selbst als Britoholikerin - verrückt nach allem, was von der Insel kommt. Für Alex gibt es kaum etwas Schöneres, als die verschiedenen Ecken Großbritanniens zu entdecken und sich dabei vorzustellen, welche Geschichte sich an Ort und Stelle gerade abspielen könnte. Seit sie das Schreiben für sich entdeckt hat, leidet zwar der Haushalt, aber zumindest hat ihr Kopfkino endlich ein Ventil erhalten. Unter der Aufsicht ihres Katers Noah, der mit Vorliebe neben Alex' Laptop schläft, sind bisher sieben Romane entstanden.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 450
    Erscheinungsdatum: 06.07.2020
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783958185470
    Verlag: Forever
    Größe: 3089 kBytes
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Ein Schotte im Gepäck

Prolog

März 2017

Die Sonne schaffte es kaum, sich durch die dicke Wolkendecke zu kämpfen, die über London lag. Dennoch war es außergewöhnlich mild für die Jahreszeit. Parker richtete ihre Kamera auf den Korrespondenten Ray, hinter dessen Schultern das altehrwürdige Gebäude des Westminsterpalasts zu erkennen war. Sie hatten heute vom Sender den Auftrag erhalten, einen Bericht für die Abendnachrichten aufzunehmen, in dem es um einen angeblich korrupten Minister ging. Wie immer herrschte auf der Westminster Bridge ein Gewimmel aus Touristen und Geschäftsleuten. Doch die Gespräche und das Lachen, sowie den Lärm des Verkehrs, nahm Parker nur als entferntes Rauschen im Hintergrund wahr. Ihr Fokus war ganz auf Ray gerichtet, um ihn perfekt ins Bild zu setzen. Nur an seinen plötzlich schreckensweit geöffneten Augen und dem weit aufgerissenen Mund bemerkte sie, dass sich hinter ihr irgendwas Außergewöhnliches abspielen musste. Erst da drangen auch die entsetzten Schreie an ihr Ohr. Sie drehte sich herum, um zu sehen, was da los war, als ein Wagen in mörderischem Tempo an ihnen vorbeipreschte. Aber nicht etwa auf der Straße, nein, der dunkelgraue Geländewagen raste über den gegenüberliegenden Gehsteig und mähte alles nieder, was sich nicht rechtzeitig in Sicherheit bringen konnte. Wie in Trance hörte sie Ray rufen: "Halt drauf, Parker! Halt drauf!" Doch sie war unfähig, sich zu rühren. Zu geschockt von dem, was sich vor ihr gerade abspielte. Menschen rannten in Panik schreiend umher. Andere, die einen kühleren Kopf bewahrten, versuchten, ruhig zu bleiben und zu schauen, ob noch von irgendwoher weitere Gefahr drohte. Ein lautes Krachen ließ Parker wieder in die andere Richtung herumschnellen. Es schien, als wäre der Raser weiter vorne irgendwo hineingeknallt. Sehen konnte sie das Fahrzeug allerdings nicht mehr. Ein Stöhnen lenkte ihre Aufmerksamkeit auf eine ältere Dame, die vor der Brückenbrüstung am Boden lag. Ihre Beine lagen in einem unnatürlichen Winkel vom Körper ausgestreckt da. Wie ein todbringender Lavastrom floss aus ihrer Nase dunkelrotes Blut. Es bahnte sich einen Weg über die hellrosa geschminkten Lippen, den schiefen Mundwinkel und weiter hinab über leichenblasse Haut, bis es auf den Asphalt tropfte. Zwei Schüsse hallten von irgendwoher und ließen die Menschen voller Angst aufkreischen. Parker klopfte das Herz bis zum Hals, dennoch bekämpfte sie den Drang, einfach kopflos davonzurennen. Panik war noch nie sonderlich hilfreich gewesen. Bleib ruhig, Parker, befahl sie sich stattdessen stumm.

"Die Schüsse müssen vom Parlamentsgebäude kommen. Los, Parker, da müssen wir hin!" Ray wollte sie am Arm mit sich ziehen, aber Parker bewegte sich keinen Millimeter. Ihr Blick haftete erneut an der verletzten Frau auf der anderen Straßenseite. Sie atmete stoßweise und schaute Parker dabei unverwandt an. In der Hand hielt sie eine Hundeleine fest umklammert. Ohne zu zögern, befreite sich Parker aus Rays Griff und legte die Kamera auf den Boden.

"Hey, Parker, was wird das jetzt?!"

Parker ignorierte ihn und rannte über die Straße zu der Verletzten. Während sie sich neben ihr auf den Gehsteig kniete, versuchte sie sich verzweifelt an ihren Erste-Hilfe-Kurs zu erinnern, der schon Jahre zurücklag. Sollte sie die Frau in die stabile Seitenlage bringen? Aber was, wenn sie eine Rückenverletzung erlitten hatte? Zudem war sie ja bei Bewusstsein. Bevor Parker zu einer Entscheidung kam, wie sie helfen konnte, reckte die Frau mühsam ihren Arm hoch und drückte ihr die Hundeleine in die Finger. "Bitte ...", stieß sie kraftlos hervor. "Mein Hund ..."

"Gehen Sie zur Seite, ich bin Arzt!" Ein junger Mann mit herrischer Stimme verschaffte sich Durchlass und begann sich gleich um die Verletzte zu kümmern. Er trug Jeans und eine schwarze Lederjacke mit Nieten und einem Emblem einer Motorradgang. Trotzdem sah er so aus, als wüsste er, was er tat. Mit zitternden Knien stand Parker auf. Ihr

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