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Ein Sommer am See von Jones, Jenny B. (eBook)

  • Erschienen: 01.03.2011
  • Verlag: Verlag der Francke-Buchhandlung
eBook (ePUB)
10,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
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Ein Sommer am See

Maggie Montgomery ist lebenslustig, mutig und unkonventionell. Ihr Job als Kamerafrau führt sie rund um den Globus. Doch ihre Welt steht Kopf, als sie wegen eines Notfalls in ihre alte Heimat zurückkehren muss. Nichts fürchtet die furchtlose Maggie so sehr wie Ivy, das Städtchen ihrer Kindheit, die Begegnung mit ihrem Vater, ihre schwierige Schwester und ... den See. Ihre 10-jährige Nichte Riley, ein unbändiger kleiner Wildfang, treibt Maggie bald an die Grenzen ihrer Belastbarkeit. Doch damit nicht genug, reißt sie die Freundschaft zu dem attraktiven Tierarzt Connor Blake in einen Strudel von Gefühlen, der ihr Angst macht. Denn die echte Maggie hat Angst vor der Liebe, Angst vor dem Leben und Angst vor sich selbst. Aber am meisten fürchtet sie die Erinnerung an den Abend, an dem ihre Mutter im See ertrank... Ein tiefgründiger, aber auch humorvoller und temporeicher Roman, der zeigt, dass die herausforderndste und befreiendste Reise nicht auf den Meeren oder über den Wolken stattfindet, sondern in uns selbst - hin zu dem Menschen, als den Gott uns geschaffen hat.

Jenny B. Jones lebt als Highschoollehrerin in Arkansas. Der Durchbruch als Autorin gelang ihr mit einer erfolgreichen Jugendbuchserie. 'Ein Sommer am See' ist ihr erster Erwachsenenroman.

Produktinformationen

    Größe: 466kBytes
    Herausgeber: Verlag der Francke-Buchhandlung
    Übersetzer: Übersetzung: Janssen, Maria
    Sprache: Deutsch
    Seitenanzahl: 320
    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    ISBN: 9783868278996
    Erschienen: 01.03.2011
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Ein Sommer am See

Kapitel 1

I ch sitze an meinem Esszimmertisch und drehe die Linguini auf meine Gabel. Spätestens als John zum wiederholten Male versucht, eine widerspenstige Kerze anzuzünden, fühle ich mich hochgradig unwohl.

"Wann willst du es dir hier eigentlich endlich etwas schön machen?" Er legt das Feuerzeug beiseite und blickt mich mit dem gewinnenden Lächeln eines Mannes an, der sich seiner Attraktivität sicher ist. "Wir hätten zu mir gehen sollen."

"Aber ich war seit Wochen nicht zu Hause." Mein Blick wandert über den Ess- und Wohnzimmerbereich. Okay, eigentlich wollte ich schon lange das eine oder andere Bild an die Wand hängen. Und ich habe auch ab und zu nach diversen Gemälden geschaut, aber irgendwie sind seitdem wieder ein paar Jahre ins Land gezogen und die Wände sind immer noch genauso kahl wie der Holzfußboden. "Ich bin ja nun nicht gerade ständig hier", werfe ich zwischen zwei Bissen Brot ein. "Aber danke, dass du für mich gekocht hast." Während ich mir mit der Serviette den Mund abwische, frage ich mich, was wohl das seltsame Glänzen in Johns Augen zu bedeuten hat.

"Maggie, weißt du, welcher Tag heute ist?" Er nimmt meine Hand und ich beobachte, wie seine langen Finger die meinen umschließen, sodass meine Hand völlig in seiner verschwindet.

Ich muss den Schal um meinen Hals lockern, einen Schatz, den ich von meiner letzten Reise nach Ecuador mitgebracht habe. Ein Straßenverkäufer, der kaum älter als acht oder neun Jahre alt gewesen sein kann, hatte ihn mir verkauft. Ich greife nach meinem Glas Eiswasser und stürze es hinunter.

"Heute sind wir seit genau fünf Monaten zusammen." John redet und redet. Um ehrlich zu sein, bin ich mir nicht sicher, ob ich ihn wirklich als meinen Freund bezeichnen sollte. Er ist eher derjenige, mit dem ich ab und zu ausgehe, wenn ich denn mal zu Hause bin.

John streichelt meine Hand und es kribbelt in meinem Bauch. Allerdings ist es nicht die Art von Kribbeln, bei der man vor Freude laut lossingen möchte. Eher dieses nervöse Flattern im Magen, das man bekommt, wenn man ein bisschen zu viel Sushi gegessen hat und sich fragt, ob es überhaupt noch gut war.

Ich versuche mich wieder auf die romantische Szene zu konzentrieren, die sich vor mir entfaltet, und zwinge mir ein Lächeln auf die Lippen. Das Kerzenlicht bescheint Johns dunkle geweitete Pupillen. "Ich möchte, dass du weißt, wie wichtig du mir geworden bist", sagt er.

Plötzlich liegt eine Stimmung in der Luft, die mir Angst macht. Mein Gefühl sagt mir: Die Situation gerät außer Kontrolle. Mit Chaos kann ich leben. Dafür muss man nur einen Blick in meine Handtasche werfen. Aber diese Beziehungskisten? Drücken wir es einmal so aus, ich bin eine gute Kamerafrau, aber definitiv keine gute Partnerin.

Ich räuspere mich kurz und schaffe es gerade noch, ihn davon abzuhalten, ein Gedicht für mich aufzusagen. "John, ähm, wie war eigentlich dein Tag?"

Er blinzelt. "Hast du mir überhaupt zugehört?"

Ich zwinkere erschöpft mit schweren Augenlidern. "Ich bin supermüde. Wir haben bis tief in die Nacht hinein gedreht und dann habe ich noch einen Zwölf-Stunden-Flug hinter mir."

Oh, dieser mitfühlende Blick. Er verspricht mir, immer für mich da zu sein, egal, ob ich gerade unter Jetlag, Schlafentzug oder PMS leide. Man könnte meinen, ich müsste überaus dankbar sein, jemanden wie ihn gefunden zu haben. Wahrscheinlich sollte ich das auch.

"Wir müssen über unsere Beziehung reden, Maggie. Darüber, wie es

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