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Ein Stück vom Leben: Schwestern der Hoffnung - Band 2 Roman von Noack, Barbara (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 03.05.2016
  • Verlag: dotbooks GmbH
eBook (ePUB)
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Ein Stück vom Leben: Schwestern der Hoffnung - Band 2

Ergreifend, warmherzig, voller Zuversicht: 'Ein Stück vom Leben' von der Bestsellerautorin Barbara Noack jetzt als eBook bei dotbooks. Kann Freundschaft selbst die schrecklichsten Erlebnisse überstehen? Gemeinsam haben Jola und Luise den Krieg erlebt und überstanden. Inzwischen sind aus den beiden Mädchen junge Frauen geworden, und obwohl sie sich langsam aber stetig auseinander leben, schweißt der Überlebenskampf der Nachkriegszeit die beiden immer wieder zusammen. In der Fortsetzung des Erfolgsromans 'Eine Handvoll Glück' erzählt Barbara Noack einfühlsam und mit autobiographischen Erfahrungen die Geschichte von zwei Freundinnen, die sich in einer schweren Zeit immer wieder ihr Recht auf das persönliche Glück erkämpfen. Jetzt als eBook kaufen und genießen: 'Ein Stück vom Leben' von der Bestsellerautorin Barbara Noack. Wer liest, hat mehr vom Leben: dotbooks - der eBook-Verlag. Barbara Noack, geboren 1924, hat mit ihren fröhlichen und humorvollen Bestsellern deutsche Unterhaltungsgeschichte geschrieben. In einer Zeit, in der die Männer meist die Alleinverdiener waren, beschritt sie bereits ihren eigenen Weg als berufstätige und alleinerziehende Mutter. Diese Erfahrungen wie auch die Erlebnisse mit ihrem Sohn und dessen Freunden inspirierten sie zu vieler ihrer Geschichten. Ihr erster Roman "Die Zürcher Verlobung" wurde zweimal verfilmt und besitzt noch heute Kultstatus. Auch die TV-Serien "Der Bastian" und "Drei sind einer zu viel", deren Drehbücher die Autorin verfasste, brachen in Deutschland alle Rekorde und verhalfen Horst Janson und Jutta Speidel zu großer Popularität. Barbara Noack veröffentlichte bei dotbooks bereits ihre Romane: "Auf einmal sind sie keine Kinder mehr" "Brombeerzeit" "Danziger Liebesgeschichte" "Das kommt davon, wenn man verreist" "Das Leuchten heller Sommernächte" "Der Bastian" "Der Duft von Sommer und Oliven" "Der Traum eines Sommers" "Der Zwillingsbruder" "Die Melodie des Glücks" "Drei sind einer zuviel" "Ein Stück vom Leben: Schwestern der Hoffnung - Band 2" "Flöhe hüten ist leichter" "Eine Handvoll Glück: Schwestern der Hoffnung - Band 1" "Eines Knaben Phantasie hat meistens schwarze Knie" "Ferien sind schöner" "Jennys Geschichte", "So muss es wohl im Paradies gewesen sein" "Valentine heißt man nicht & Der Duft von Sommer und Oliven" "Schwestern der Hoffnung - Die Saga in einem Band" "Valentine heißt man nicht" "Was halten Sie vom Mondschein?" Barbara Noack veröffentlichte bei dotbooks bereits ihre Romane "Die Zürcher Verlobung"

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 381
    Erscheinungsdatum: 03.05.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783958245433
    Verlag: dotbooks GmbH
    Größe: 1835 kBytes
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Ein Stück vom Leben: Schwestern der Hoffnung - Band 2

Kapitel 1

In tragischen Momenten erinnerte Ludmillas langer, schmaler mittelgescheitelter Kopf an die Dichterin Annette von Droste-Hülshoff. Sie lag auf dem alten Kapitänsbett, als meine Koffer hinausgetragen wurden, lag da mit eingezogenem Fahrgestell, ein heller Haufen Fell, ihr Auge brach.

Ludmilla vermag sehr demonstrativ zu leiden. Sie vermasselt mir dadurch die Freude am Verreisen - es sei denn, ich nehme sie mit. Dann vermasselt sie die Reise überhaupt durch übertriebenes Pflichtbewußtsein, indem sie glaubt, mich gegen jedermann verteidigen zu müssen.

Ich sah mich noch einmal um, ob ich auch nichts vergessen hatte, genoß zum letztenmal die warme, unordentliche Gemütlichkeit unseres Zuhause an einem frühen Morgen.

Heimweh setzte bereits ein, als die Haustür hinter mir zuklappte. Mein Sohn David Kaspar, den alle seit seiner Kinderzeit Jux nennen, weshalb das angestrengte Nachdenken über seine Namensgebung ein herausgeworfenes Nachdenken gewesen war, fuhr mich zum Flughafen und lud mein Gepäck vorm Berlin-Schalter der PAN AM ab. "Geh schon", sagte ich, "du mußt nicht warten."

Sein Kuß zum Abschied enthielt Pauschalreue für alle Mißstimmungen der letzten Wochen, an denen er schuldgewesen war. Auch mir tat es nachträglich leid, daß ich oft unbeherrscht gebrüllt hatte.

"Tschüs du, mach's gut. Kümmer dich um Ludmilla, sei nett zu Omi und vergiß nicht, Montag abend die Mülltonnen hinauszustellen."

"O Mami." Er seufzte. "Das hast du mir schon zwanzigmal gesagt."

"Ja, ich weiß, ich wiederhole mich gern. Das ist eine Alterserscheinung."

"Grüß die Hanna", sagte Jux.

"Vergiß nicht, ein Telegramm zu ihrem Geburtstag zu schicken. Am Siebten."

"Das hast du mir auch schon mehrmals gesagt."

Er ging. Hochgeschlagener Trenchcoatkragen, den Gürtel wie einen Strick um die Taille geschnürt. Mir fiel auf, daß er schiefe Absätze hatte.

Gleich nach Jux' Abgang teilte eine weibliche Lautsprecherin zuerst in deutsch und danach in zerknautschtem Englisch, das wohl bayerisches Amerikanisch darstellen sollte und kaum zu verstehen war, den Ausfall der Berlin- Maschine mit. Die nächste ging erst um zwölf Uhr zehn. Ich suchte mir eine unbesetzte offene Plastikmuschel mit Telefon und rief Hanna Barris in Berlin an, um ihr mitzuteilen, daß ich erst später eintreffen würde. Sämtliche Flughafengeräusche nahmen ungefiltert an unserem Gebrüll teil, darum verstand ich nur "Kuchen" und "Freu mich" von dem, was Hanna in den Hörer schrie. Ja, ich freute mich auch auf sie. Meist flog ich nur für ein, zwei Tage nach Berlin, da blieb selten Zeit, sie zu besuchen.

Vor einer Woche hatte ich einen Brief von ihr erhalten. "Liebe Luise, wir hatten einen Rohrbruch im Haus. Der Keller stand bis zum Knie unter Wasser. Ich dachte, das würde Dich interessieren, weil der Persilkarton, den Du vor Jahren für einen Tag bei mir untergestellt und nie wieder abgeholt hast, vorübergehend abgesoffen ist. Dadurch hatte ich endlich einen überzeugenden Grund, ihn zu öffnen und nachzusehen, was drin ist. Es handelt sich um Tagebücher und Maschinengeschriebenes, wofür ich Dir sehr dankbar bin, denn Deine Schrift ist nicht allzu leserlich. Zur Zeit hängt alles zum Trocknen in der Waschküche auf der Leine. Sollte Dir noch etwas an Deiner Vergangenheit liegen, so werde ich sie in Kartons packen und nach und nach zur Post bringen.

Übrigens werde ich am 7. September 77 Jahre alt. Ich teile Dir das rechtzeitig mit, um Dich vor einem schlechten Gewissen und langatmigen Ausreden zu bewahren, falls Du meinen Geburtstag wieder einmal vergessen solltest. Es werden immer weniger. Else Hahn, eine Freundin von uns, Du kennst sie sicher von unseren Festen, jammerte ständig, wie furchtbar es ist, alt werden zu müssen. Und ob wir nicht wüßten, was man dagegen tun kann. Barris sagte: Da gibt's nur eins, Else, du mußt vorher sterben. Danach hatten wir Ruhe vor ihr.

77 Jahre, am 7. Se

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