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Ein stürmischer Verführer Roman von Kendall, Beverley (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 21.07.2014
  • Verlag: Blanvalet
eBook (ePUB)
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Ein stürmischer Verführer

Emotional packend - eine wunderbar leidenschaftliche, historische Liebesgeschichte Nach drei Jahren der Zecherei und Ausschweifungen hat Alex Cartwright, der Erbe des Duke of Hastings, sein Leben wieder in Ordnung gebracht. Die Vergangenheit will er möglichst weit hinter sich lassen, und vor allem hat er nicht vor, sein Herz je wieder zu verschenken. Doch die Rückkehr der Frau, die ihm einst ebenjenes brach, verändert alles, denn sie bringt nicht nur bittersüße Erinnerungen an die Leidenschaft, die sie einte, zurück, sondern stellt ihm auch einen kleinen Jungen vor - seinen Sohn ... Beverly Kendall ist ein wahrer Tausendsassa: Sie hat einen Vollzeitjob in der Technikbranche, einen Sohn, dem sie in eigenen Worten ihre grauen Haare zu verdanken hat, sie geht regelmäßig zu Handarbeitskreisen, um ihre Freundinnen zu treffen - und sie schreibt Bestseller, die in ihrer Lieblingsstadt London spielen und England in einer Zeit zeigen, in der die Ladies noch prächtige Kleider trugen, damit aber kaum durch normal breite Türen passten.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 448
    Erscheinungsdatum: 21.07.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641124458
    Verlag: Blanvalet
    Originaltitel: An Heir of Deception
    Größe: 632 kBytes
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Ein stürmischer Verführer

1

Berkshire, 1. März 1864

I hre Schwester war ernsthaft erkrankt. Das Wissen darum quälte Charlotte Rutherford zutiefst, verzehrte sie fast, seit ihr lieber Freund Lucas Beaumont von seiner Reise nach England zurückgekehrt war und sie darüber informiert hatte. An Schlaf war nicht mehr zu denken gewesen.

Zwei Tage später hatte die Nachricht sie in rasende Geschäftigkeit gestürzt. In dieser Zeit hatte sie die Überfahrt nach England arrangiert und ihr kleines Haus in Manhattan für eine lange Abwesenheit vorbereitet. Das, was dann kam, stellte ihr Durchhaltevermögen auf eine harte Probe: eine elftägige Reise über den Atlantischen Ozean. Zu viel Zeit stand ihr für einsame Gedanken zur Verfügung ... Trauer hatte sie erschüttert und tiefstes Bedauern – und die Angst, dass noch eine andere Büchse der Pandora geöffnet werden könnte.

Auf den Tag genau zwei Wochen, nachdem sie erfahren hatte, dass ihre Zwillingsschwester krank war, war Charlotte da. An dem Ort, den sie einst als ihr Zuhause bezeichnet hatte. Und nach fast fünfjähriger Abwesenheit machte die Tatsache, mit den Füßen wieder auf englischem Boden zu stehen – vor den Türen des Anwesens der Rutherfords – einen alten Herzschmerz wieder spürbar.

All dies jedoch verblasste angesichts der Krankheit ihrer Schwester. Für Katie würde Charlotte alles ertragen, selbst wenn es bedeutete, eine Wunde aufzureißen – sie war sowieso niemals richtig verheilt. Und sie nahm an, dass diese Wunde ohnehin niemals heilen würde.

Mit zugeschnürter Kehle und einer ihr mittlerweile zwar vertrauten, aber trotzdem unwillkommenen Beklommenheit hob Charlotte den Klopfer an der Eichentür und ließ ihn dreimal an die Tür pochen. Die folgenden Sekunden schienen sich endlos zu dehnen. War überhaupt jemand zu Hause? Daran hatte sie keinen Gedanken verschwendet, als sie in der Stadt eingetroffen und direkt zur Paddington Station weitergefahren war, um den Zug nach Reading zu erreichen.

Charlotte schaute über die Schulter und betrachtete nervös die Kutsche, die vor ihrer Mietkutsche parkte. Es musste jemand im Haus sein, offenbar war Besuch gekommen. Auch daran hatte sie keinen Gedanken verschwendet.

Als die Tür geöffnet wurde, schrak sie zusammen und wirbelte herum. Reeves, seit bemerkenswerten dreißig Jahren Butler bei den Rutherfords, stand in der Tür. Seine große, schlanke Gestalt und das faltige Gesicht zeugten von glücklicheren Tagen in Zeiten, die längst vergangen waren. Die Jahre hatten ihre Spuren hinterlassen. Reeves' Haar, das einst braun gewesen war, konkurrierte jetzt mit dem des Weihnachtsmannes – es war schlohweiß. Auch seine Statur, um die ihn früher jeder uniformierte Mann beneidet hätte, bewies, dass der Zahn der Zeit niemanden verschonte.

Da er stets nur in der Haltung eines typisch englischen Butlers aufgetreten war, hätte Charlotte sich niemals träumen lassen, dass auch Erbleichen zum Verhaltensrepertoire des Butlers zählte. Aber genau dies und nichts anderes geschah, als er sie erblickte. Mehrere Sekunden lang sagte er nichts, starrte sie einfach nur mit weit aufgerissenen Augen an. Unverwandt. Charlotte verkniff sich einen Kommentar, weil sie befürchtete, dass jeder Sprechversuch dazu führen würde, dass sie einen Lachanfall bekäme.

Das Pferd hinter ihr wieherte und stapfte mit den Hufen. Die Vögel machten einfach weiter mit ihrem fröhlichen Gezwitscher, während Reeves offenbar damit zu kämpfen hatte, seine Sprache wiederzufinden.

"Miss Charlotte!", rief er schließlich so sanft aus, als wäre sie nur ein Traumbild, das unange

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