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Ein Tag für ein neues Leben Roman von Harris, Ali (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 16.01.2017
  • Verlag: Blanvalet
eBook (ePUB)
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Ein Tag für ein neues Leben

Der Weg zum Happy End ist nicht immer gerade ...
Was wäre wenn? Wenn du den anderen Job angenommen oder dem süßen Typen deine Nummer gegeben hättest? Wärst du jetzt glücklicher? Bea Bishop geht auf den Traualtar zu, wo Adam auf sie wartet. Doch ist er wirklich der Richtige? Bea stolpert, stürzt und verliert das Bewusstsein - als sie wieder erwacht, lebt sie plötzlich parallel zwei ganz unterschiedliche Leben. In einem stürmt sie aus der Kirche, im anderen heiratet sie Adam. Beide Leben halten glückliche und unglückliche Momente für Bea bereit. Aber in welchem gibt es ein Happy End? Ali Harris hat als Journalistin mit Zeitschriften wie Red, ELLE und Cosmopolitan zusammengearbeitet. Bevor sie Mutter wurde und anfing, Bücher zu schreiben, war sie stellvertretende Kultur-Redakteurin bei Glamour. Sie lebt mit ihrem Mann und ihren beiden Kindern in Cambridge.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 512
    Erscheinungsdatum: 16.01.2017
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641172084
    Verlag: Blanvalet
    Originaltitel: Written in the Stars
    Größe: 1263 kBytes
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Ein Tag für ein neues Leben

1. Kapitel

30. April 2013

Bea Bishop will den entscheidenden Schritt wa...

"Das ist nicht der Moment, deinen Facebook-Status zu aktualisieren, Bea!", tadelt mich mein jüngerer Bruder Caleb, während er mir das Smartphone wegnimmt.

"Hey!" Ich sehe ihn empört an. Irgendwie gehe ich immer noch davon aus, dass neben mir vor der Kirche der kleine Junge mit dem Lockenkopf steht, der mich früher wie ein übermütiger Welpe über den Strand gejagt hat. Stattdessen sehe ich diesen charmanten, vernünftigen, verantwortungsvollen achtundzwanzigjährigen Mann - noch dazu Vater - mit Anzug und Krawatte vor mir. Ich kann immer noch nicht glauben, dass Cal zwei Kinder hat. Wo sind nur all die Jahre geblieben?

Ich versuche, an mein Smartphone zu kommen, doch er hält es provozierend über seinen Kopf und lässt es dann in seiner Hosentasche verschwinden. Wütend wende ich mich zu Loni um, die rechts von mir steht, doch sie hebt nur die Hände, als wollte sie sagen: Ich bin zwar deine Mutter, aber damit habe ich nichts zu tun. Dann blickt sie auf ihr Dekolleté hinunter und rückt den Ausschnitt zurecht, damit man mehr Haut sieht.

"Bist du bereit, es ihnen so richtig zu zeigen, Schwesterherz?", fragt Cal leichthin. Dann beugt er sich vor und zwinkert mir zu. "Loni ist es jedenfalls ..."

Ich blicke sie beide an und würde am liebsten sagen, dass ich zu gar nichts bereit bin, solange Dad nicht hier ist. Doch stattdessen lächle ich, hole tief Luft und wende mich den schweren Kirchentüren aus Walnussholz zu. Leichter gesagt als getan in diesem lächerlich engen Spitzenkleid mit Schleppe. Mir ist klar, dass es das falsche Kleid für meine Figur ist - es passt zu einer großen, anmutigen Gestalt, nicht zu einer kleinen, etwas burschikosen Person wie mir. Ich habe es mir aufdrängen lassen, weil ich nicht wusste, was ich wollte, und weil meine künftige Schwiegermutter, Marion, meinte, dass ich "ungewöhnlich elegant" darin aussähe. Genau in dem Moment hätten meine Alarmglocken schrillen müssen. Mein Gefühl sagt mir jetzt, dass es vermutlich besser ist, wenn man am Tag seiner Hochzeit wie man selbst aussieht -natürlich wie eine herausgeputzte Version seiner selbst.

Stattdessen fühlt sich das Haarteil, um das man meine widerspenstigen Locken gewickelt hat, schwer wie Blei an, ebenso wie das gewaltige Diadem der Familie Hudson, das an meiner aufgetürmten Frisur hängt wie King Kong am Empire State Building. Marion hat mir bei der letzten Anprobe eröffnet, dass ich es tragen müsse. Ihre Begründung lieferte sie gleich mit ... und wählte dafür exakt folgende Worte: "Leider Gottes werde ich - abgesehen von dir - nie so etwas wie eine Tochter haben, Bea." Mit der Betonung auf leide r !

"Bea!", mahnt Cal ungeduldig und erinnert mich daran, wo ich mich gerade befinde und was ich zu tun habe. "Ich habe gefragt, ob du bereit bist ..."

"... deine Haftstrafe anzutreten?", schaltet sich Loni ein und stupst mich neckisch in die Seite, während ihr gigantischer violett-pinker Kopfputz auf ihren langen silbernen Korkenzieherlocken wippt.

Cal wirft ihr einen warnenden Blick zu. Mit unschuldiger Miene hebt sie die Hände, als wollte sie sagen: "Was denn? War doch nur ein Scherz!", dann nimmt sie einen Schluck aus einer kleinen Flasche, die sie ganz offensichtlich aus der Minibar des Hotels hat mitgehen lassen. "Nur ein kleines Schnäpschen für Loni gegen ihr vorhochzeitliches Herzflattern", bemerkt sie augenzwinkernd. Meine Mutter spricht oft in der dritten Person von sich.

Wahrscheinlich macht man das, wenn man ein bisschen verrückt ist - Verzeihung, ein ganz kleines bisschen berühmt, meine ich. Loni schreibt Beziehungsratgeber. Ihr erstes Buch hieß Warum heiraten, wenn man auch glücklich sein kann? Es war ein Überraschungserfolg und hielt sich dreiundzwanzig Wochen auf den Bestsellerlisten. Über zwanzig Jahre und unzäh

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