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Ein weiter Weg ins Glück von Ambrose, Elissa (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 15.08.2018
  • Verlag: CORA Verlag
eBook (ePUB)
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Ein weiter Weg ins Glück

Laura ist ratlos: Als sie ihren Exmann, den reichen Bauunternehmer Jake Logan, wiedersieht, spürt sie sofort: Sie begehren einander noch immer! Aber soll sie wirklich einen Neuanfang wagen? Oder will er wieder keine feste Bindung, sondern nur eine leidenschaftliche Affäre?

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 130
    Erscheinungsdatum: 15.08.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783733759063
    Verlag: CORA Verlag
    Größe: 1990 kBytes
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Ein weiter Weg ins Glück

1. KAPITEL

Sie hatte gewusst, er würde auftauchen.

Sei ehrlich, sagte sie zu sich selbst. Sie hatte gehofft , er würde auftauchen. Fünf Jahre lang hatte sie sich eingeredet, dass sie ihn vergessen hatte, und doch hatte sie sich die ganze Zeit gewünscht, ihn noch einmal zu sehen. Einfach, um einen Schlussstrich ziehen zu können. Den Schlussstrich wollte sie, nicht den Mann. Und war ein Begräbnis nicht der ideale Ort dafür?

Jetzt war er da. Er stand direkt vor ihr und streckte ihr die Hand entgegen, und ihr fiel nichts, absolut gar nichts ein, was sie sagen sollte. Nimm seine Hand, Dummkopf, befahl ihr die innere Stimme. Sei nicht nervös. Lächle. So ist es richtig, das machst du gut!

Sie hob den Kopf und schaute ihm in die Augen. Sie waren genauso dunkel, wie Laura sie in Erinnerung hatte. Augen, in denen eine Frau sich leicht verlieren konnte. Aber die verräterischen Linien um die Augenwinkel waren neu, ebenso die kleine Narbe über seiner rechten Braue. Ein Unfall auf einer Baustelle? Ein umgestürzter Kran? Eine kleinere Explosion? Aber das hätte Cassie ihr erzählt. Laura hatte ihrer alten Freundin zwar das Versprechen abgenommen, nie wieder in ihrer Gegenwart seinen Namen zu erwähnen, aber wenn es um Jake ging, hatte Cassie noch nie richtig zugehört.

"Es ist schön, dich wieder zu sehen, Squirt", sagte er und hielt Lauras Hand. "Du siehst gut aus. Du auch, Cass." Er nickte der schlanken, dunkelhaarigen Frau zu, die neben Laura in der Kirchenbank saß.

Laura ging es tatsächlich gut. Eine Operation und die Chemotherapie hatten dafür gesorgt. Nach ihrer Genesung hatte sie beschlossen, ein gesundes Leben zu führen, wozu sie auch regelmäßig ins Fitnesscenter ging. Jetzt, fünf Jahre später, war sie in besserer Form als je zuvor. Sie gehörte nicht zu denjenigen, die sich gern selbst lobten, aber heute wusste Laura Matheson, dass sie besser als nur gut aussah. Es war ihr gelungen, die überschüssigen Pfunde, die sie während ihrer Krankheit verloren hatte, nicht wieder zuzunehmen, und nachdem ihr Haar nachgewachsen war, hatte sie ihr natürliches Dunkelblond mit goldenen Strähnchen aufgehellt.

Jake hingegen sah aus wie immer. Laura erinnerte sich an den schlaksigen Jungen, den sie in der Highschool vergöttert hatte, den anmaßenden Teenager mit dem dunklen, nicht zu bändigendem Haar, das ihm ständig in die Stirn fiel. Auch hatte er immer noch das kleine Grübchen auf der linken Wange, das auch der finstere Gesichtsausdruck nicht vertreiben konnte.

Doch auch wenn er nicht mehr der unbekümmerte Junge aus ihrer Jugend war, so sah Jake Logan immer noch gut aus. Verdammt gut sogar, besonders in dem dunklen Anzug. Laura unterdrückte ein Lächeln, als sie sich vorstellte, wie er leise fluchend versuchte, seine Krawatte zu binden. Er war immer der unabhängige Jeans-Typ gewesen, durch die Jahre auf dem Bau jetzt auch stark und muskulös geworden. Mit seinen 1 Meter 87 war er fast 30 cm größer als Laura. Sie fühlte ein vertrautes Kribbeln im Bauch, als er sie mit ihrem alten Spitznamen Squirt ansprach.

"Du siehst auch gut aus", entgegnete sie und versuchte, nicht darauf zu achten, wie die Berührung seiner Hand sie elektrisierte. Schnell entzog sie ihm die Hand wieder. Warum fiel ihr bloß keine intelligente Antwort ein? Irgendetwas Witziges würde Cynthia sagen. Würde sie gesagt haben, korrigierte Laura sich.

Gewissensbisse schnürten ihr den Hals zu. Würde sie jemals in der Lage sein, an Jake zu denken ohne auch gleichzeitig an Cynthia? Dabei war es Jake gewesen, der nie aufgehört hatte, an Cynthia zu denken, Lauras beste Freundin aus Kindertagen und Jahre später Jakes erste Frau.

"Es tut mir leid wegen deiner Tante. Ich weiß, wie schwer das für dich sein muss. Wie kommst du klar?"

Bevor Laura antworten konnte, trat der Geistliche ans Pult, und die Trauerfeier fing an. Jake drehte sich abrupt um und ging weg.

"Jake, warte!", rief sie leise hin

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