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Ein wenig Vino und viel Amore von Kenny, Janette (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.10.2013
  • Verlag: CORA Verlag
eBook (ePUB)
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Ein wenig Vino und viel Amore

Empört erwartet Delanie den anonymen Finanzhai, der das Firmenimperium ihres Vaters übernommen hat - und ihre eigene kleine Agentur gleich mit. Da steht plötzlich Marco Vincienta vor ihr: der heißblütige Italiener, der einst ihre Liebe verriet! Delanie stockt der Atem. Marco wirkt noch umwerfender als in ihrer Erinnerung. Und er verlangt, dass sie mit ihm in seine Heimat fliegen soll! Delanie ist verzweifelt. Doch um ihre Firma zurückzugewinnen, sagt sie Ja - mit ungeahnt romantischen Folgen. Denn in Florenz überrascht Marco sie plötzlich mit ein wenig Vino und viel Amore ...

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 144
    Erscheinungsdatum: 01.10.2013
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783733700010
    Verlag: CORA Verlag
    Größe: 631 kBytes
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Ein wenig Vino und viel Amore

1. KAPITEL

"Tja, das war's." Mit einem geräuschvollen Klick legte Henry den Hörer auf das fast schon antik wirkende schwarze Telefon. Seine Miene war so ausdruckslos wie die der Marmorbüsten in David Tates Chefbüro im Londoner Zentrum. "Die Übernahme von Tate Unlimited ist abgeschlossen."

Delanie saß ganz still und blickte über den Schreibtisch auf den leeren Chefsessel ihres Vaters. Die meisten Frauen in ihrer Lage wären jetzt in Tränen ausgebrochen. Aus Furcht. Angst. Wut. Doch sie fühlte sich seltsam benommen. Unbeteiligt. Es war, als durchlebte eine andere den Tod ihres Vaters, die Qualen der feindlichen Blitzübernahme seines Unternehmens und einer erschreckend ungewissen Zukunft.

Obwohl sie bei seiner Beerdigung keine Trauer zeigen konnte, hatte sie ihm zumindest die letzte Ehre erwiesen. Und selbst das hatte sie große Überwindung gekostet.

"Und was ist mit meinem Antrag, das Haus und das Privatvermögen meiner Familie davon auszunehmen?" Insgeheim hoffte Delanie immer noch, etwas vom Firmenimperium ihres Vaters gerettet zu haben.

So lange sie denken konnte, war Henry der Anwalt ihres Vaters gewesen. Onkel Henry hatte sie ihn stets liebevoll genannt. Jetzt schüttelte er den Kopf und presste die dünnen Lippen zusammen. "Alles weg. Der neue Eigentümer hat auf dein Angebot, Elite Affair zu kaufen, mit einer Gegenofferte reagiert."

"Was will er denn?", fragte Delanie matt.

Als ob das jetzt noch wichtig wäre. Ihre einzige Möglichkeit, überhaupt ein Angebot machen zu können, war davon abhängig gewesen, ob sie die Oldtimer verkaufen konnte. Doch die waren nun ebenfalls weg, und sie besaß nichts, was sie anbieten oder verkaufen könnte.

"Dazu äußert sein Anwalt sich nicht", erwiderte Henry. "Der neue Firmenchef würde uns nach seiner Ankunft über Einzelheiten unterrichten, sagt er."

Natürlich. Also wieder warten. Weitere Dramatik bei diesem Meisterstück moderner Firmenpiraterie.

Delanie atmete tief aus, stand auf und strich sich den Rock glatt. Den Gegebenheiten entsprechend, trug sie ein schlichtes schwarzes Kleid, obwohl es sie blass und leblos erscheinen ließ. Und im Moment fühlte sie sich tatsächlich leblos. Gleichzeitig war sie zu wütend und aufgebracht, um klein beizugeben.

Der Zusammenbruch des Unternehmens ihres Vaters war letztlich unvermeidlich gewesen. Dennoch hatte sie gehofft, dass der Feuer speiende Finanzdrachen, der sie seit zwei Wochen unter Beschuss genommen hatte, so viel Anstand bewies, sich ihr Ersuchen wenigstens anzuhören. Dass der Unbekannte, der hinter der Gruppe Varsi Dynamics steckte, menschliche Züge zeigte und sich nicht als seelenloses Ungeheuer aufspielte.

Falsch gedacht.

Wie leicht wäre es nun gewesen, das sprichwörtliche Handtuch zu werfen. Die Leute würden verstehen, dass es einfach zu viel für sie war, innerhalb kürzester Zeit beide Elternteile und ihren gesamten Besitz verloren zu haben. Doch sie war zu stolz, um sich bemitleiden zu lassen. Stolz war alles, was ihr blieb.

Delanie straffte die schmalen Schultern und ging zum verhangenen Fenster. Was blieb ihr anderes übrig, als sich für die Begegnung mit dem teuflischen Industriellen zu wappnen, der den gesamten Besitz ihres Vaters geschluckt hatte. Und alles, was sie selbst besessen und sich mühsam aufgebaut hatte.

Niedergeschlagen schob sie die Vorhänge beiseite und blickte durch die regennassen Sprossenfenster auf das trübe Stadtbild hinaus. Stahlgraue Wolken hinderten die Sonne daran, sich zu zeigen.

Das trostlose kalte Wetter passte zur Beerdigung ihres Vaters und seines verflixten Imperiums. Wenn sie sich wenigstens zurückholen könnte, was rechtmäßig ihr zustand ...

Stirnrunzelnd drehte Delanie sich zum Anwalt ihres Vaters um. "Wissen wir denn wenigstens, wer hinter Varsi Dynamics steckt?"

"Nein." Henry blickte auf seine Baume & Mercier. Vor Jahren hatte sein Freund ihm die kostbare Uhr in Anerkennung tr

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