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Ein Zimmer für zwei von Raspel, Gabriele (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 05.01.2016
  • Verlag: Rosenheimer Verlagshaus
eBook (ePUB)
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Ein Zimmer für zwei

Katharina lebt mit ihren Eltern in einem wunderschönen alten Bauernhaus. Sie ist unglücklich in Oliver verliebt, der ebenfalls auf dem Hof wohnt. Ihre Arbeit als freie Journalistin für 'Idyllisch Leben' bietet ihr eine willkommene Ablenkung vom Liebeskummer. Für einen Artikel soll sie in einem Landhotel übernachten. Dummerweise vergisst sie, ein Zimmer zu reservieren. Als sie im Hotel mitbekommt, dass Luca, einer der Gäste, ein Zimmer für seine Freundin gebucht hat, diese jedoch erst später ankommen wird, nutzt sie die Gelegenheit und gibt sich als Lucas Freundin Kerstin aus. Doch Luca trennt sich genau in diesen Tagen von Kerstin. Seine Überraschung ist groß, als er eine fremde Frau in dem Zimmer vorfindet ... Zu Gabriele Raspels Repertoire gehören vor allem moderne Heimatromane, Kurzgeschichten und Krimis. Im Rosenheimer Verlagshaus sind von der Autorin bereits sieben Romane, darunter 'Der Ruf der Heimat', 'Wenn der Almrausch blüht', 'Anna kehrt heim' und 'Sehnsucht nach den Highlands' erschienen.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 220
    Erscheinungsdatum: 05.01.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783475545719
    Verlag: Rosenheimer Verlagshaus
    Größe: 1501 kBytes
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Ein Zimmer für zwei

2

Während sie zur Eisdiele schlenderte, dachte sie daran, dass sie zum ersten Mal im Leben ganze drei Tage und Nächte auf sich gestellt sein würde - und das in ihrem Alter. Gut, ganz so schlimm würde das schon nicht werden, schließlich konnten ihre Freunde oder die anderen im Haus ihr notfalls gute Ratschläge mit auf den Weg geben. Obwohl sie so unterschiedliche Leben führten, verstanden die Mieter sich sehr gut. Wieder einmal wanderten Katharinas Gedanken zu den Jägers, einem etwas seltsamen Paar.

Alex Jäger - Sylvias Mann, dessen rundes Gesicht ein eisgrauer, sorgfältig getrimmter Vollbart zierte, gab sich ein wenig offener als seine eher einsilbige Partnerin und erzählte dann und wann gern einmal von sich. Wohlbeleibt und noch eine Spur kleiner als seine zierliche Ehefrau, hatte er Katharina und den Eltern anvertraut, dass er die Wohnung allein wegen der Lage gemietet habe - gegen den Wunsch seiner Frau, die sich eine etwas luxuriösere Behausung gewünscht hätte, denn "das Geld dazu wäre vorhanden", hatte er augenzwinkernd erzählt. Und das habe ihm die zwanzig Jahre jüngere Sylvia auch immer noch nicht verziehen, hatte er ein wenig melancholisch hinzugefügt. Das Gespräch war noch gar nicht so lange her und zustande gekommen, als Daniel in Ermangelung an Kunden für Alex und Katharina, die ab und zu zum Plaudern vorbeischneiten, in seinem Laden eine Runde Orangenlikör ausgegeben hatte.

Genau wie Katharina liebte auch Alex das Geschäft, und erstand des Öfteren eine Kleinigkeit für die Wohnung. Dass er diese ohne Sylvias Wissen gemietet hatte, konnte sie ihm also nicht verzeihen, was vielleicht auch noch auf einige andere Sachen zutraf, spekulierte Katharina - ging man von den zahlreichen Streitereien aus, die oft durch den Hausflur schallten. Alex, den sie seit ein paar Tagen nicht mehr gesehen hatte, war ein leidenschaftlicher und erfolgreicher Landschaftsmaler, der überall auf der Welt schon für Ausstellungen gebucht worden war. Hier, so hatte er Katharina begeistert erzählt, musste er nur aus der Tür gehen und schwelgte sofort in Farben und Stimmungen. Selbst wenn das Wetter es nicht zuließ, brauchte er sich nur auf den überdachten Balkon zu setzen, der dank des seitlich angebrachten Holzpaneels eher einem Erker glich, und genoss die grandiose Aussicht auf den Waldsee und das Gebirge. Die Eltern hatten den beiden die Wohnung erst vor einem knappen Jahr vermietet - weil die Mutter sich in die Malereien von Alex verliebt hatte, wie sie immer wieder betont und auch bewiesen hatte, indem sie später zahlreiche Bilder von ihm erstand.

Katharina betrat die Eisdiele und blieb freudig überrascht stehen, als sie Daniel erblickte, der sich gerade von einem anderen Mann verabschiedete, mit dem er an einem der Tische zusammengesessen hatte.

"Du, ich hab nicht viel Zeit, nur eine kurze Frage", begann er nach einer saloppen Begrüßung.

Sie sah, dass er in Eile war, und blieb stehen, sonst hätte sie ihn zu einem Eis eingeladen. "Schieß los, ich bin ganz Ohr."

"Ich habe vor, nach Venedig in den Urlaub zu fahren. Es gab noch keine Gelegenheit, mit deinen Eltern zu sprechen, und da möchte ich dich nun fragen. Ich werde zwei Wochen weg sein und würde gern einen Freund von mir bitten, mich solange im Laden zu vertreten. Dafür müsste er allerdings auch in meiner Wohnung leben. Ich hoffe, du hast nichts dagegen? Du kennst ja meine Situation, und ich kann ehrlich gesagt nicht auf die Einnahmen verzichten. Daher meine Bitte, meinem Freund solange Unterkunft zu gewähren. Er ist ein netter Kerl. Ganz ruhig, macht kein Remmidemmi, wenn du das fürchten solltest - was du nicht tust", fügte er grinsend hinzu, "so, wie ich dich kenne. Also, hab ich dein Einverständnis?"

"Keine Sorge, das ist hiermit erteilt", erwiderte sie lachend.

Er umarmte sie spontan, und die beiden verabschiedeten sich wenig später.

Katharina schaute sich um, das Café war proppenvoll. Sie entschied sic

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