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Eine Frau sein ist kein Sport von Nöstlinger, Christine (eBook)

  • Erschienen: 08.11.2011
  • Verlag: Residenz
eBook (ePUB)
9,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
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Eine Frau sein ist kein Sport

Humorvoll-bissige, witzig-ironische Geschichten über den Alltag unter Mitmenschen, Männern und Kindern
Eine Frau sein ist kein Sport und schon gar nicht olympisch, aber oft schweißtreibend genug. Im Dauerlauf zwischen Haushalt und Beziehungskisten, zwischen Eheleben und Kindererziehung kann einem schon manchmal die Luft ausgehen, die frau zum Lachen braucht. Denn kein Problem, vor das einen der ganz normale Wahnsinn des Familienalltags stellt, ist so ernst, dass es sich nicht mit Humor lösen ließe.
Das beweist Christine Nöstlinger auf ihre unnachahmliche Weise, voller Witz und Gelassenheit, mit einem liebevoll ironischen Blick auf das Leben und seine kleinen wie größeren Herausforderungen. Dieses Buch versammelt ihre schönsten Glossen und ist Trost und Rat in allen Lebenslagen.

Produktinformationen

    Größe: 1854kBytes
    Herausgeber: Residenz
    Untertitel: Das Hausbuch für alle Lebenslagen
    Sprache: Deutsch
    Seitenanzahl: 240
    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    ISBN: 9783701742455
    Erschienen: 08.11.2011
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Eine Frau sein ist kein Sport

2. Ganz erstaunliche Kinder

Zweierlei Bedürfnisse!

Falls Sie es noch nicht wissen sollten, liebe Leserinnen und Leser: ein Kind hat "Regelbedürfnisse" und "Sonderbedürfnisse"!

In der mehr oder minder intakten Familie, in der das Kind mit Vater und Mutter im gemeinsamen Haushalt lebt, nimmt man den gewaltigen Unterschied zwischen diesen zweierlei Bedürfnissen ja nicht speziell wahr. Liebe Eltern investieren in die Bedürfnisse des Nachwuchses ihren letzten Groschen und fragen nicht viel, ob sie da für einen Regel- oder einen Sonderfall gezahlt haben.

Und weniger liebe Eltern entscheiden gern mit: "Nein, das brauchst du nicht!" zugunsten ihrer eigenen Bedürfnisse, ohne darauf zu achten, ob sie nun einen Regel- oder einen Sonderwunsch des Kindes abschlagen.

Wird aber eine Ehe geschieden und können sich die Eltern nicht selbst gütlich einigen, wer in welchem Ausmaß das Kind zu "finanzieren" habe, wird das Gericht mit dieser Frage befasst, und das hat dann zwischen "Regelbedürfnissen" und "Sonderbedürfnissen" fein säuberlich zu trennen, weil die Alimente eigentlich nur dazu da sind, die "Regelbedürfnisse" wie Essen, Kleidung, Schulkram, Spielzeug und kleinere Anschaffungen zu decken.

Was als "Sonderbedürfnis" gilt und wer dieses von Fall zu Fall - zu bezahlen hat, muss dann vor Gericht ausgestritten werden.

Und wie man so hört, sind die Richter da oft verschiedener Meinung. Einer hält die Kosten des Schulschikurses für ein "Sonderbedürfnis" und meint, der Vater und Alimentezahler habe dafür extra aufzukommen.

Ein anderer meint, die Mutter habe sich von den Alimenten die nötige Summe für den Schikurs zusammenzusparen.

Und dies, obwohl in beiden Fällen die Väter gleich viel verdienen, die Alimente auch gleich hoch (oder niedrig) sind und die Mütter ebenfalls ein etwa gleiches Einkommen haben.

Ebenso unklar ist, ob Klavierunterricht, Urlaubsreisen, Zahnspangen und Reitunterricht zu den "Sonderbedürfnissen", um die gestritten wird, zählen.

Eines dürfte allerdings klar sein: Ein Kind, das dauernd erleben muss, wie seine lieben Eltern wegen seines Schikurses, seiner Zahnspange, seiner Reitstunden, seiner Ferienreise und etlicher anderer Dinge auch noch zu Gericht gehen und streiten, muss sehr stabil sein, um nicht psychische Schäden zu bekommen, deren sich ein Kinderpsychologe anzunehmen hat.

Und die Kosten für diesen laufen dann garantiert unter "Sonderbedürfnis"!
Wenn der Burli nicht will

Unter einem "Haustyrannen" versteht man üblicherweise das erwachsene männliche Wesen, welches in seiner Funktion als Ehemann und Vater Frau wie Kinder terrorisiert. In der modernen Familie kann es aber durchaus sein, dass ein Winzling diese Rolle perfekt übernimmt.

Ich kenne da etwa einen "Burli", kaum 90 cm hoch, der hat die gesamte Familie fest in seiner Patschhand. Wenn der Burli nicht will, dann geht gar nichts! Der Burli hat das mit einem einfachen Trick erreicht. Wenn er etwas nicht will, dann brüllt er. Aber nicht bloß ein bisschen. Burli brüllt, dass Trommelfelle kaputtgehen. Und er hat gute Lungenflügel. Die stehen das Irrsinnsgebrüll lang durch. Wie lang, weiß man nicht. Jedenfalls länger, als es anderer Leute Ohren aushalten!

Immer, wenn dem Burli etwas nicht passt, brüllt er los und ist nicht zu stoppen. Weder durch die "sanfte Tour" der Mama noch durch die "strenge Methode" des Papas; auch nicht durch die "brutale Art", zu der seine Geschwister neigen. Die haben dem Burli sogar schon einmal den Mund mit Leukoplast verklebt. Hat auch nichts genützt. Der Burli ist lediglich zwetschkenblau angelaufen (weil die Nasenlöcher in der Hektik der Handlung unter das Leukoplast gekommen sind), ab

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