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Eine italienische Affäre Roman von Blake, Fanny (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 20.10.2014
  • Verlag: Insel Verlag
eBook (ePUB)
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Eine italienische Affäre

Wunderbar entspannte Familienferien sollen es werden: Rose und Daniel verbringen wie so oft zwei Wochen mit den erwachsenen Kindern in ihrem Haus in der Toskana. Als auch noch Roses beste Freundin Eve mit ihrem Mann eintrifft, scheint die Sommeridylle perfekt. Alles geht seinen friedlichen Gang, Rose freut sich auf Pasta und Rotwein auf der Terrasse, Daniel zieht ein paar Bahnen im Pool - als eine harmlose SMS auf einmal alles durcheinanderwirbelt. Die Worte "Miss you. Love you. Come back soon", die Rose auf dem Handy ihres Mannes sieht, erschüttern ihren Glauben an ihre glückliche Ehe zutiefst. Kann es sein, dass Daniel eine Affäre hat? Bestürzt sucht Rose Rat bei Eve, aber die braucht eigentlich selbst Unterstützung, denn nicht nur ihre berufliche Zukunft, auch ihre Ehe steht auf dem Spiel. Zu allem Überfluss spitzt sich der Dauerkonflikt zwischen Daniel und den beiden Töchtern dramatisch zu. Dann geschieht das Unfassbare - und der entspannte Urlaub wird zum Alptraum. Packend und mit feinem Humor erzählt Fanny Blake wie eine Familie sich komplett neu erfinden muss und wie ihr das am Ende gelingt.

Fanny Blake studierte Romanistik in Edinburgh und arbeitete viele Jahre als Lektorin, Journalistin und Kritikerin, bevor sie selbst Autorin zahlreicher Romane wurde. Fanny Blake lebt mit ihrer Familie in England.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 380
    Erscheinungsdatum: 20.10.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783458739333
    Verlag: Insel Verlag
    Originaltitel: The Secrets Women Keep
    Größe: 5023kBytes
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Eine italienische Affäre

1

Die dunkle Umrisslinie der Tür rahmte einen Teil des sonnendurchfluteten Gartens ein, dessen leuchtende Farben einen starken Kontrast zum schattigen Innern des Hauses bildeten. Rose sah die lebhaften Farbtupfer der Bougainvillea, Geranien und Rosen, das silbrige Grün der Olivenbäume in der Ferne, das eindrucksvolle Blau des Himmels. Aber sie war froh, im Haus zu sein. Selbst hier war die Hitze noch zu spüren, obwohl sie die Läden geschlossen hatte, da es seit dem Morgen sehr viel wärmer geworden war.

Eve und Terry wollten um die Mittagszeit in Pisa ankommen und dann gleich zu ihnen herausfahren, das sprach für ein einfaches, spätes Mittagessen. Rose schlang sich die Bänder der Schürze um die Hüften und knotete sie vor ihrem Bauch zusammen, der nicht mehr ganz so sportlich flach war wie noch vor ein paar Jahren. Aber bei zwei Kindern und ihrem gesunden Appetit hätte es schlimmer sein können. Sie wählte ein paar Zwiebeln und Knoblauchzehen aus dem von der Decke hängenden Drahtkorb, dazu die reifsten Tomaten aus einer Schüssel. Das alles legte sie neben die kleinen Bündel von Oregano und Thymian, die sie im Garten geschnitten hatte. Die begann sie nun kleinzuhacken, wozu sie leise vor sich hin summte. Es schien wieder einmal ein paradiesischer Tag zu werden.

"Was gibt's zum Essen?" Daniel war plötzlich hinter ihr aufgetaucht, hatte seine Arme um sie gelegt und ihr einen Kuss in den Nacken gedrückt.

Rose drehte sich um und sah lächelnd zu ihm auf. "Wart's einfach ab!"

"Spielverderberin!" Er legte eine Hand auf ihre Wange und küsste sie noch einmal, diesmal auf die Lippen. Langsam und liebevoll. Sie schloss die Augen und schmiegte sich an ihn.

Als sie schließlich voneinander abließen, warf Rose einen Blick auf die große Uhr über dem Herd. "Schon so spät! Ich muss anfangen." Sie löste seine Hände von ihren Hüften. "Sonst werde ich nie rechtzeitig fertig!"

Daniel zog in übertriebener Enttäuschung die Mundwinkel nach unten und griff nach dem Badehandtuch, das er über die Lehne eines Stuhls geworfen hatte. "Wenn ich dir hier wirklich nicht helfen kann, gehe ich eine Runde schwimmen."

Sie stellte sich auf die Zehenspitzen, um ihn auf die Wange zu küssen. "Keine Sorge. Alles unter Kontrolle. Hauptsache, du bist bereit, wenn sie kommen."

Er schlenderte aus dem Haus, den Hügel hinunter, und verschwand durch das Tor zum Pool. Erst da wandte Rose ihre Aufmerksamkeit wieder dem Essen zu.

In der Küche herumzufuhrwerken war eine ihrer Lieblingsbeschäftigungen, besonders hier in der Casa Rosa, dem renovierten Bauernhaus. Es war schon ein paar Jährchen her, dass sie es gekauft hatten. Damals war es eine halbe Ruine gewesen, aber die Lage auf einer Anhöhe hatte sie sofort begeistert. Sie hatten sich beim nächsten Bauern erkundigt, sich dann auf die zeitraubende Suche nach den Mitgliedern der Familie gemacht, denen das Haus gehörte, und einen nach dem anderen überredet, bis es schließlich ihnen gehörte. Rose lächelte. Damals hatte Daniel noch Geduld gehabt. Heute würde er niemals so lange auf etwas warten. Gemeinsam hatten sie nach und nach dem Haus neues Leben eingehaucht und jeden Sommer die Familie hierher eingeladen, inzwischen schon mehr Jahre, als sie zurückdenken konnten; allesamt schöne Erinnerungen.

Beim Gedanken an ihre Töchter entfuhr Rose ein liebevoller Seufzer. Anna, die Ältere, wurde für den späten Nachmittag erwartet, sie brachte sicher einen Wust von Plänen und Problemen mit. Was Jess betraf ... es war fraglich, ob sie überhaupt kommen würde, nachdem sie neulich so mit ihrem Vater aneinandergeraten war. Voller Groll hatte sie verkündet, dass sie dieses Jahr überhaupt nicht kommen werde. Sie, ihr Mann Adam und das Baby Dylan würden zuhause bleiben.

"Dylan! Was für ein lächerlicher Name! Wir sind doch nicht aus Wales!" Rose erinnerte sich noch gut daran, wie Daniel losgeschimpft h

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