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Eine Lady zu gewinnen ... von Jeffries, Sabrina (eBook)

  • Erschienen: 17.10.2013
  • Verlag: LYX
eBook (ePUB)
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Eine Lady zu gewinnen ...

Lord Gabriel Sharpe ist einer der besten Reiter Englands, der keinem Pferderennen widerstehen kann. Umso überraschter ist er jedoch, als ihn die junge Virginia Waverly herausfordert, deren Bruder bei einem Rennen ums Leben kam. Sie will sich an Gabriel rächen, den sie für den Tod ihres Bruders verantwortlich macht. Doch Gabriel will nicht nur das Rennen gewinnen, sondern auch Virginias Herz.
Sabrina Jeffries ist in den USA geboren und in Thailand aufgewachsen. Sie ist begeisterte Jane-Austen-Leserin und besitzt einen Doktortitel in englischer Literatur. Mit ihren Liebesromanen gelangt sie regelmäßig auf die amerikanischen Bestsellerlisten.

Produktinformationen

    Größe: 892kBytes
    Reihe (Teil): Lord Stonesvilles Bd.4
    Herausgeber: LYX
    Sprache: Deutsch
    Seitenanzahl: 380
    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    ISBN: 9783802593338
    Erschienen: 17.10.2013
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Eine Lady zu gewinnen ...

Prolog

Ealing, April 1806

Es gab wieder Geschrei.

Der siebenjährige Gabriel Sharpe, der dritte Sohn des Marquess von Stoneville, hielt sich die Ohren zu. Er hasste Geschrei - er bekam davon Magengrimmen, besonders wenn seine Mutter seinen Vater anschrie.

Diesmal jedoch schrie seine Mutter seinen ältesten Bruder an. Gabe bekam alles mit, weil Olivers Zimmer genau über dem Unterrichtsraum lag. Die einzelnen Worte verstand er nicht, aber sie klangen wütend. Es war ungewöhnlich, dass Oliver angeschrien wurde - schließlich war er doch Mutters Liebling. Na ja, meistens jedenfalls. Sie nannte Gabe "mein kleiner Schatz". So nannte sie seine Brüder nie.

War das, weil seine Brüder schon fast erwachsen waren? Gabe blickte finster vor sich hin. Er sollte Mutter sagen, dass er nicht "mein kleiner Schatz" genannt werden wollte, außer ... dass das nicht stimmte. Wenn sie das sagte, dann gab es danach immer Zitronentörtchen, sein Leibgericht.

Eine Tür knallte. Das Geschrei verstummte. Er atmete aus, und der Knoten in seinem Magen löste sich. Vielleicht würde jetzt ja alles gut werden.

Er starrte auf die Fibel, die vor ihm lag. Er sollte ein Gedicht auswendig lernen. Aber es war ein albernes Gedicht. Es ging um ein totes Rotkehlchen:

Hier ruht Herr Rotkehl,

steif und starr.

Wie er dahin kam,

legt dies Buch dar.

Dann wurde von all den Vögeln berichtet, die sich um den toten Herrn Rotkehl kümmerten, darunter die Eule, die an seiner Bahre Wache hielt, und der Rabe, der ihn zu Grabe trug. In der Geschichte stand zwar, wie Herr Rotkehl starb - die Dohle erschoss ihn mit einer Pistole -, aber nicht, warum. Warum sollte eine Dohle ein Rotkehlchen erschießen? Das ergab keinen Sinn.

Und vor allem kamen keine Pferde in der Geschichte vor. Er hatte schon vorgeblättert und sich die Bilder angesehen, deshalb wusste er das genau. Jede Menge Vögel und ein Fisch und eine Fliege und ein Käfer, aber keine Pferde. Er hätte lieber eine Geschichte über ein Pferd gelesen, das ein Rennen lief, aber über so etwas gab es natürlich keine Geschichten für Kinder.

Gelangweilt schaute er aus dem Fenster und sah seine Mutter mit weit ausgreifenden Schritten zum Stall eilen. Wollte sie zum Picknick, um Vater zu erzählen, dass Oliver unartig gewesen war?

Da wäre Gabe gern dabei gewesen. Oliver bekam nie Ärger, Gabe hingegen ständig. Darum saß er auch hier in diesem albernen Zimmer mit diesem albernen Buch, anstatt sich beim Picknick zu amüsieren - weil er unartig gewesen war und Vater ihm Stubenarrest verordnet hatte.

Aber vielleicht würde Vater seine Meinung ändern, wenn er sich stattdessen über Oliver ärgerte. Falls Mutter zum Picknick wollte, könnte er sie vielleicht sogar dazu bewegen, ihn mitzunehmen.

Er spähte hinüber zu Mr Virgil, dem Hauslehrer, der in seinem Sessel vor sich hin döste. Es würde ein Leichtes für Gabe sein, sich hinauszuschleichen und Mutter zu fragen. Aber er musste sich beeilen.

Mit einem Auge auf Mr Virgil glitt er vom Stuhl und schlich sich Richtung Tür. Im Flur fing er an zu rennen. Halb rannte, halb fiel er die Treppe hinunter, schlitterte über die Marmorfliesen der Eingangshalle und war im Nu draußen im Freien.

Wie ein Blitz schoss er über den Roten Hof, und schon war er an seinem liebsten Ort auf der ganzen Welt - im Pferdestall. Er liebte den schweißigen Geruch der Pferde, das Rascheln und Knistern des Heus unter seinen Füßen und das Gemurmel der Stallburschen. Die Stallungen waren ein verwunschener Ort, wo alle mit leiser, ruhiger Stimme sprachen. Hier gab es kein Geschrei, denn das hätte die Pferde nervös gemacht.

Er sah sich um und seufzte dann enttäuscht. Die Box von Mutters Lieblingsstute war leer, sie war also schon losgeritten. Aber er wollte nicht zurück zu Mr Virgil und dem albernen Buch über Herrn Rotkehl.

"Guten Tag

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