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Eine Liebe über dem Meer Roman von Brockmole, Jessica (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 24.03.2014
  • Verlag: Diana
eBook (ePUB)
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Eine Liebe über dem Meer

Eine Liebe, die ein Ozean trennt. Zwei Herzen, die einander nie vergessen können. Isle of Skye 1912. Eines Tages erhält die schottische Schriftstellerin Elspeth einen Brief aus Amerika. Der Absender, ein junger Mann namens David, bewundert ihre Gedichte. Obwohl ein Ozean zwischen ihnen liegt, ist es der Beginn einer tiefen Liebe. Erst die Wirren des Weltkrieges führen die beiden zusammen, nur um sie unter tragischen Umständen wieder zu trennen. Mehr als zwei Jahrzehnte später stößt Elspeths Tochter Margaret auf Davids Briefe und kommt so der Geschichte dieser schicksalhaften Liebe auf die Spur ... Jessica Brockmole hat seit jeher eine große Leidenschaft für historische Romane. Die Idee zu ihrem Debüt, dem internationalen Bestseller Eine Liebe über dem Meer, entstand während eines langjährigen Aufenthalts in Schottland. Ein französischer Sommer ist ihr zweites Buch. Die Autorin lebt heute mit ihrem Ehemann und ihren zwei Kindern in Indiana, USA.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 336
    Erscheinungsdatum: 24.03.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641122669
    Verlag: Diana
    Originaltitel: Letters from Skye
    Größe: 695 kBytes
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Eine Liebe über dem Meer

1. Kapitel

Elspeth

Urbana, Illinois, USA, 5. März 1912

Sehr geehrte Miss Dunn,

ich hoffe, Sie halten mich nicht für aufdringlich, aber ich schreibe Ihnen, um meine Bewunderung für Ihr Buch Aus einem Adlerhorst auszudrücken. Ich gestehe, dass ich gewöhnlich keine Lyrik lese. Eher findet man mich mit einer eselsohrigen Ausgabe von Huckleberry Finn oder etwas Ähnlichem, in dem es um Flucht und tödliche Gefahren geht. Doch etwas in Ihren Gedichten hat mich mehr berührt als alles, was ich seit Jahren gelesen habe.

Ich liege seit einiger Zeit im Krankenhaus, und Ihr Büchlein hat mich mehr aufgeheitert als alle Krankenschwestern. Vor allem mehr als die Krankenschwester mit dem Schnurrbart, der mich an meinen Onkel Phil erinnert. Sie hat mich ebenfalls berührt, wenn auch auf sehr viel weniger aufregende Weise. Gewöhnlich dränge ich die Ärzte, damit sie mich entlassen und ich mich wieder meinen Umtrieben widmen kann. Erst letzte Woche habe ich das Pferd des Dekans blau angemalt und gehofft, seinem Terrier die gleiche Behandlung zukommen zu lassen. Doch mit Ihrem Buch in der Hand bin ich zufrieden und bereit, länger zu bleiben, solange sie mich weiter mit orangefarbener Götterspeise versorgen.

In den meisten Ihrer Gedichte geht es darum, die Ängste des Lebens niederzutrampeln und den nächsten Gipfel zu erklimmen. Wie Sie sich vermutlich denken können, gibt es nur wenige Dinge, die meine Nerven erschüttern können (abgesehen von einer stark behaarten Krankenschwes ter und ihrem unvermeidlichen Thermometer). Doch einer veröffentlichten Autorin wie Ihnen unaufgefordert einen Brief zu schreiben – das scheint meine bisher kühnste Tat zu sein.

Ich sende diesen Brief an Ihren Londoner Verlag und drücke die Daumen, dass er seinen Weg zu Ihnen findet. Und falls ich Ihnen Ihre inspirierenden Gedichte je vergelten kann – beispielsweise, indem ich ein Pferd anmale –, müssen Sie es mir nur sagen.

In großer Bewunderung

David Graham

Isle of Skye, 25. März 1912

Lieber Mr. Graham,

Sie hätten den Aufruhr in unserem winzigen Postamt sehen sollen. Alle hatten sich versammelt, um mitzuer leben, wie ich den allerersten Brief eines "Fans" las, wie Sie als Amerikaner es wohl ausdrücken würden. Ich glaube, die armen Seelen haben gedacht, außerhalb unserer Insel hätte niemand jemals einen Blick auf meine Gedichte geworfen. Ich weiß nicht, was aufregender für sie war – dass jemand tatsächlich eines meiner Bücher gelesen hatte oder dass es ein Amerikaner ist. Das sind doch lauter Gesetzlose und Cowboys, oder?

Ich gebe zu, ich selbst bin überrascht, dass meine bescheidenen kleinen Werke es bis nach Amerika geschafft haben. Aus einem Adlerhorst ist eines meiner neueren Bücher, und ich hätte nicht gedacht, dass es schon seine Flügel ausgebreitet hat und über den Ozean geflogen ist. Wie immer Sie es auch erworben haben, es freut mich zu erfahren, dass ich das verfluchte Ding nicht als Einzige gelesen habe.

In Dankbarkeit

Elspeth Dunn

Urbana, Illinois, USA, 10. April 1912

Sehr geehrte Miss Dunn,

ich weiß nicht, was schwindelerregender ist – zu hören, dass Aus einem Adlerhorst eines Ihrer "neueren Bücher" ist, oder von einer so geschätzten Dichterin überhaupt eine Antwort zu erhalten. Gewiss sind Sie sehr damit beschäftigt, Metren durchzuzählen oder eine Liste brillanter Synonyme (funkelnder, blendender, überwältige

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