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Eine Liebe in der Provence Roman von Schlie, Tania (eBook)

  • Verlag: dotbooks GmbH
eBook (ePUB)
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Online verfügbar

Eine Liebe in der Provence

Die Macht des Schicksals, die Kraft der Liebe, der Mut zum Neuanfang: 'Eine Liebe in der Provence' von Tania Schlie als eBook bei dotbooks. Das Gefühl, bei jedem Schritt den Boden unter den Füßen zu verlieren - Hanna kennt es nur zu gut: Die Karriere ist vorbei, ihre Ehe in der Sackgasse. Um endlich wieder zu sich selbst zu finden, kehrt Hanna nach Südfrankreich zurück, in jenes alte Bauernhaus, in dem sie die glücklichsten Tage ihre Jugend verbrachte. Dort begegnet sie der Französin Sophie. An langen Abenden erzählt diese ihr die Geschichte ihrer Mutter: Wie Victoire sich verliebte. Wie für einen kurzen Moment die Zeit stillzustehen schien. Und wie doch alles zum Scheitern verdammt war, weil ihr Geliebter aus Deutschland kam - und der zweite Weltkrieg seinen Schatten vorauswarf. So wie einst Victoire muss nun auch Hanna lernen, schmerzhafte Entscheidungen zu treffen und für ihr Glück zu kämpfen ... Die Presse über 'Eine Liebe in der Provence': 'Spannend wie ein Krimi. Der erfolgreichen Autorin ist ein mehr als unterhaltsames Buch gelungen, das von Anfang bis Ende den Leser fesselt.' GLÜCKSTÄDTER FORTUNA - 'Ein sehr gelungenes Unterhaltungswerk.' FRANKFURTER NEUE PRESSE Jetzt als eBook kaufen und genießen: 'Eine Liebe in der Provence' von Tania Schlie. Wer liest, hat mehr vom Leben: dotbooks - der eBook-Verlag.

Tania Schlie, geboren 1961, studierte Literaturwissenschaften und Politik in Hamburg und Paris. Bevor sie anfing zu schreiben, war sie Lektorin in einem großen Verlag. Heute lebt sie als erfolgreiche Autorin in der Nähe von Hamburg. Bei dotbooks veröffentlicht Tania Schlie, die auch unter den Namen Greta Hansen und Caroline Bernard erfolgreich ist, die Romane »Der Duft von Rosmarin und Schokolade«, »Der Duft von Sommerregen«, »Die Spur des Medaillons«, »Eine Liebe in der Provence«, »Ein Sommer in Bonneville«, »Die Liebe der Mademoiselle Godard« und - auch als Sammelband unter dem Titel »Auf den Flügeln der Hoffnung« erhältlich - »Elsas Erbe«, »Zwischen uns der Ozean« und »Die Jahre ohne dich«.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 393
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783958240056
    Verlag: dotbooks GmbH
    Serie: Ullstein Taschenbuch 26642
    Größe: 1282 kBytes
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Eine Liebe in der Provence

Kapitel 1

Hanna Ohnegroot nahm eine Flasche Evian aus dem Kühlschrank. Auf ein Glas verzichtete sie. Wenn sie richtig durstig war, hatte es ihr schon als Kind am besten geschmeckt, wenn sie in großen Schlucken direkt aus der Flasche trank. Sie wischte sich einige Tropfen von den Lippen und ließ den Blick durch den Raum schweifen.

Die Küche war immer noch der kühlste Ort des Hauses, weil die Kastanie vor dem Fenster sie fast den ganzen Tag in tiefe Schatten tauchte. Vielleicht hielt sich aus diesem Grund auch der leichte Geruch nach Geräuchertem, der sich bei geöffnetem Fenster mit den Düften aus dem Kräuterbeet mischte, das um die Ecke des Hauses lag. Hanna fuhr mit den Fingerspitzen über den wuchtigen Gasofen. Früher war an dieser Stelle eine offene Koch- und Feuerstelle gewesen. Der neue Herd war neben dem Kühlschrank das einzige Zugeständnis an die Moderne. Der Spülstein in der Farbe von Wachteleiern war schon Jahrzehnte alt und hatte Risse und abgeschlagene Stellen. Aber er paßte in dieses Haus. Die dicken Mauern bestanden aus blendendweiß getünchten, behauenen Natursteinen. In der Küche vereinigten sie sich zu einem Gewölbedach, welches über dem Herd dunkel geworden war. Die Mauern waren so uneben, daß es unmöglich war, die Töpfe, die an großen Haken an der Wand hingen, gerade auszurichten. Aber sie und die Balkendecken gaben dem Haus seine romantische Gemütlichkeit.

Vor dreißig Jahren war ihr Haus, das von allen Les Oliviers genannt wurde, das letzte des Dorfes gewesen, bevor der ungepflasterte Weg sich weiter den Hang hinaufschlängelte, zwischen Stechginster und Korkeichen, bis er sich irgendwann in den Berglavendelfeldern verlor. Heute war die Straße breiter und geteert, und oberhalb von Les Oliviers waren neue Häuser entstanden.

Sobald das Haus hinter der letzten Kurve in Sicht gekommen war, hatte Hanna gewußt, daß es richtig gewesen war, wieder herzukommen. Sie fuhr durch das Tor und spürte grenzenlose Erleichterung, die sich aus einem leichten Gefühl der Fremdheit und im gleichen Atemzug Verheißung zusammensetzte. Sie parkten, und Hanna suchte nach dem Haustürschlüssel. Ihre Finger ertasteten den zerkratzten Anhänger, der einen kitschigen Skorpion in Kunstharz zeigte. Sie zögerte, bevor sie den Schlüssel in das Schloß steckte. Marita sah sie fragend an, dann verstand sie.

»Ich stelle nur kurz den Koffer ab und fahre hinunter in den Ort, um etwas zum Abendessen zu besorgen. Dann kannst du dich erst einmal allein umsehen.«

Hanna nickte dankbar.

Durch das Küchenfenster sah sie, wie ihre beste Freundin Marita ins Auto stieg. Sie fuhr an, und die tiefhängenden Äste der großen Kastanie an der Hofeinfahrt schrammten mit einem quietschenden Geräusch über das Autodach. Wie groß der Baum geworden ist, dachte Hanna. Ich muß ihn unbedingt beschneiden lassen, bevor er das Auto ruiniert.

Hanna hatte ohne Zögern zugestimmt, als Marita sie gefragt hatte, ob sie mit nach Saint Luron kommen dürfe. Marita hatte Liebeskummer und wollte nichts lieber als Hamburg den Rücken kehren. Und Hanna war froh gewesen, daß sie sich nicht allein der Wiederbegegnung mit diesem Ort stellen mußte. Aber jetzt, wo sie angekommen war, wollte sie die erste Stunde ganz für sich haben.

Sie ging durch den kleinen Flur in das Zimmer hinüber, das sie und ihre Schwester Maren früher geteilt hatten. Auf der anderen Seite des Gangs lag das ehemalige Elternschlafzimmer, in dem Marita wohnen würde. Beide Räume waren ähnlich eingerichtet: zwei altmodische Einzelbetten aus dunklem Holz, die sich an den Wänden gegenüberstanden und bei jeder Bewegung leise knarrten. Hanna stellte ihren Koffer neben das Bett unter dem Fenster. Mein Gott, war das etwa der Quilt? Sie setzte sich auf die buntgemusterte Decke. An einigen Stellen, wo die Sonne ihn traf, war der Stoff über die Jahre ausgeblichen, aber Hanna fühlte sich beim Anblick der schwach leuchtenden Farben sofort wieder an das Dächergewirr ein

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