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Eine Nachtmär von Ananke (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 22.04.2016
  • Verlag: Elysion Books
eBook (ePUB)
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Eine Nachtmär

Eine dunkle BDSM Traumphantasie Dreißig Tage lang muss Linda ihrem unbekannten neuen Dienstherrn bedingungslos ergeben sein, so will es der Vertrag, den sie mit ihm geschlossen hat. Als sie in dieses fragwürdige Engagement einwilligt, ahnt sie noch nicht, dass sie weit länger bleiben wird, als es die Abmachung verlangt, dass sie jede moralische Zurückhaltung vergessen und sich ganz und gar der dunklen Begierde überantworten wird. Diese Geschichte handelt von keiner realen Beziehung, von keinem einvernehmlichen oder auch nur vorstellbaren BDSM-Verhältnis. Es ist eine dunkle Traumphantasie, eine surreale Mischung aus Die Schöne und das Biest und Die Geschichte der O, in der alle Beschränkungen der realen Welt Stück für Stück zerfallen. Es ist eine Skizze über Verlangen, Pein und Leidenschaft, über die Überwindung des eigenen Selbst und die Fesseln der Lust.

Ananke schreibt Artikel und Kurzgeschichten für verschiedene SM-Portale und hat sich in der Szene nicht nur den Ruf erschrieben, kompromisslose Phantasien aufs Papier zu bringen, sondern ist auch immer wieder für erklärende Berichte und sanfte Töne gut.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 200
    Erscheinungsdatum: 22.04.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783960000303
    Verlag: Elysion Books
    Größe: 1143 kBytes
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Eine Nachtmär

Die Rückkehr

Linda ist wieder in ihrem alten Leben angekommen.

Kaum dass sie nach Hause gekommen ist, macht sie sich daran, sich die Körperhaare zu rasieren, sich die Haare zu waschen und zusammenzubinden, und sich etwas zum Anziehen zu suchen. Erst als sie gewaschen und gekleidet vor dem Spiegel steht und sich betrachtet, hat sie wirklich das Gefühl, dass sie dem Bannkreis des Herrn entkommen ist - dass sie seine Befehle hinter sich gelassen hat.

Als Linda an diesem Abend ihrem Vater gegenübersteht, haben sie sich beide nichts zu sagen. Linda kann die Spuren nicht verdecken, die ihre Arme, ihre Schultern und ihr Gesicht bedecken, all die roten Striemen und die dunklen Flecken, Überbleibsel der vergangenen Zeit. Stumm schaut ihr Vater sich die Male an, er stellt seiner Tochter keine Fragen und sie hat nicht vor, von sich aus etwas zu erzählen. Nicht über die Spuren auf ihrem Körper, nicht über das, was ihr in der vergangenen Zeit geschehen ist.

Der Herr hat die Wahrheit gesagt: Zwei Tage nach Lindas Dienstantritt ist bei ihnen Zuhause ein Umschlag mit dem vereinbarten Geld eingetroffen - genug, dass sich der Vater alle Hilfe und Unterstützung leisten kann, die er braucht. Ihm und Linda fehlt es nun an nichts: Wenn sie wollte, könnte sie die Tage müßig in ihrem Haus verbringen, auf dem Sofa liegend und in moderatem Luxus schwelgend. Aber Linda ist unruhig. Rastlos streift sie wieder und wieder durch das Haus und sie ergreift jede Möglichkeit, nach draußen zu gehen und sich persönlich um die Notwendigkeiten des Haushalts zu kümmern. Sie spürt sehr wohl die fragenden Blicke, die sie von allen Seiten verfolgen, wegen der blauen Flecken auf ihrem Arm, wenn sie der Bäckerin das Geld in die Hand drückt, wegen der Kratzer an ihrem Hals, wenn sie ins Kino geht oder alleine in einem Café sitzt. Aber anders als noch vor einigen Wochen scheinen die fremden Menschen mit ihrer Missbilligung Linda nun kaum noch zu berühren.

Natürlich bemüht sie sich, sich mit anderen Menschen zu treffen und zu unterhalten. Sie besucht alte Bekannte, verabredet sich mit Freundinnen und versucht, unverbindliche Gespräche zu führen. Zu Beginn hört sie viele Fragen nach dem vergangenen Monat und dem unverhofften Geldsegen - alles, nur nicht nach den Spuren an ihrem Leib. Doch als ihre Freundinnen verstehen, dass Linda über das Geschehene nicht sprechen wird, fragen sie nicht weiter und erzählen stattdessen von ihren eigenen Problemen, von ihren Kindern, ihrer Arbeit und ihrem eingetrockneten Liebesleben. Als ihre beste Freundin sie fragt, ob sie wieder anfangen will zu arbeiten, zuckt Linda unentschlossen mit den Schultern. Sie denkt an den engen Blumenladen, an den muffigen Geruch sterbender Pflanzen und an die nörgelnde Stimme ihrer Chefin. Was für einen Grund hätte sie, in diese Welt zurückzukehren?

Auf den Rat ihrer Freundin hin nimmt sich Linda vor, mehr aus dem Haus zu kommen und sie beschließt, sich mit einem netten jungen Mann auf ein Date zu treffen. Anfangs läuft es gut, es stört Linda nicht einmal, dass der Mann die Druckstellen an ihrem Dekolletee errötend mustert. Aber der Abend wird länger, der nette junge Mann versucht sich ihr auf schüchterne Weise zu nähern, und irgendwann erträgt sie den Blick seiner Dackelaugen einfach nicht mehr. Sie steht auf, legt einen Schein neben den Teller und geht nach Hause.

Zu Hause stellt sich Linda in ihrem Schlafzimmer in die Mitte des Raumes und reckt die Hände nach oben, so weit, wie sie sie nur ausstrecken kann. Sie stellt sich vor, ihre Arme würden mit Gewalt hinaufgezogen werden, an einer metallenen Kette oder einem Seil. Linda spürt, wie die Vorstellung ihr die Feuchtigkeit zwischen die frisch rasierten Beine treibt. Wütend legt sie sich ins Bett, sie masturbiert heftig und fällt schließlich in einen schwitzigen, zornig-feuchten Schlaf.

Linda ist seit einer Woche wieder zuhause, als ihr auffällt, dass die verräterischen Male auf ihr

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