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Eine Romanze wie im Märchen von Brooks, Helen (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 11.06.2012
  • Verlag: CORA Verlag
eBook (ePUB)
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Eine Romanze wie im Märchen

Als Marigold den Heiratsantrag von Flynn Moreau annimmt, ist sie die glücklichste Frau auf der Welt. Der reiche Chirurg hat ihr Herz im Sturm erobert. Obwohl sie sich erst seit einigen Wochen kennen, ist Marigold überzeugt davon, die richtige Entscheidung

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 160
    Erscheinungsdatum: 11.06.2012
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783864942341
    Verlag: CORA Verlag
    Größe: 496 kBytes
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Eine Romanze wie im Märchen

1. Kapitel

"O nein, bitte, bitte tu mir das nicht an." Marigold schloss die Augen, ihre langen dunklen Wimpern berührten kurz ihre zarten Wangen, und sah noch einmal aufs Armaturenbrett. "Was soll das, Myrtle? Wir sind am Ende der Welt, und das bei fürchterlichem Wetter! Du kannst doch jetzt nicht plötzlich den Geist aufgeben. Was ich vorhin zu dir gesagt habe, habe ich doch gar nicht so gemeint."

Das uralte kleine Auto antwortete mit einem kurzen Stottern, als wolle es Marigold klar machen, dass sie das nächste Mal erst denken und dann reden sollte. Bereits seit einer halben Stunde hatte der Motor unter einer Art Schluckauf gelitten. Und nun starb er komplett ab.

Toll. Einfach toll. Marigold sah auf die Windschutzscheibe, die völlig mit Schnee bedeckt war, seit die Scheibenwischer nicht mehr funktionierten. In etwa einer Stunde würde es dunkel werden. Sie konnte schlecht im Auto sitzen bleiben und darauf hoffen und warten, dass zufällig jemand vorbeikam. Schon eine ganze Weile hatte sie keine Häuser mehr gesehen.

Sie schnappte sich den Zettel mit der Wegbeschreibung zum Sugar Cottage und fragte sich, ob sie vielleicht irgendwo die falsche Abzweigung genommen hatte. Nein, nach einem Blick auf die Karte war sie sich sicher, dass sie richtig gefahren war. Das Cottage lag nun einmal sehr abgeschieden, und genau diese Abgeschiedenheit hatte sie ja auch gewollt. Und sie wollte sie noch immer - vorausgesetzt, sie kam überhaupt jemals dort an.

Sie las sich noch einmal die Wegbeschreibung durch. Ihre hübsch geschwungenen Augenbrauen zogen sich über den lebhaften veilchenblauen Augen zusammen, während sie versuchte, die Entfernung zum Cottage abzuschätzen. Das letzte Gebäude, einen altmodischen Pub, hatte sie vor etwa zehn Meilen gesehen, danach war sie von der Hauptstraße auf diese holprige Seitenstraße abgebogen. Vielleicht war es ja gar nicht mehr so weit bis zum Sugar Cottage? Wie auch immer, sie hatte keine andere Wahl, als zu Fuß zu gehen.

Sie stieß einen tiefen Seufzer aus, drehte sich um und betrachtete stirnrunzelnd die voll beladene Rückbank. Ihre Gummistiefel befanden sich zusammen mit ihrem knöchellangen Regenmantel in ihrem alten Rucksack. Eine Taschenlampe hatte sie sicherheitshalber ebenfalls dazugepackt, nachdem Emma zum tausendsten Mal betont hatte, wie abgeschieden das Landhaus liege und dass der Strom im Winter gelegentlich ausfalle. Bis auf ein großes Herrenhaus auf der anderen Seite des Tals war das kleine Cottage in Shropshire, das Emma von ihrer Großmutter geerbt hatte, von der Außenwelt völlig isoliert.

Und das, rief sich Marigold zur Ordnung, ist es doch nun wirklich wert, so einem läppischen Schneesturm zu trotzen. Entschlossen streifte sie ihren dicken, warmen Fleecepulli und den Regenmantel über. Kein Telefon und kein Fernseher, hatte Emma erklärt, als sie Marigold anbot, die Weihnachtstage im Cottage zu verbringen - ihre Großmutter hatte sich standhaft gegen diese modernen Errungenschaften gewehrt! Die alte Frau hatte ihr Brot noch selbst gebacken, Hühner und eine Kuh gehalten und nach dem Tod ihres Mannes allein in dem Haus gelebt, bis sie mit zweiundneunzig Jahren friedlich im Schlaf gestorben war. Diese Geschichte beeindruckte Marigold sehr, und sie hätte Emmas Großmutter gern kennen gelernt.

Mit Regenmantel und Gummistiefeln gegen das ungastliche Wetter geschützt, packte sie ein paar Lebensmittel in den Rucksack. Meinen Koffer und alles andere muss ich wohl vorerst zurücklassen, dachte sie betrübt. Hauptsache, sie erreichte nur irgendwie heute Abend noch das Cottage. Um alles andere konnte sie sich dann am nächsten Tag kümmern. Zu dumm, dass sie in der Hektik des Aufbruchs ihr Handy in London vergessen hatte.

Zuletzt nahm sie noch den Zettel mit der Wegbeschreibung, stieg aus dem Wagen und schloss die Tür ab. Sie straffte die Schultern. Ein Cottage während eines Schneesturms zu finden war doch nichts i

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