text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Eine unerhörte Affäre von Ahrnstedt, Simona (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 21.12.2018
  • Verlag: LYX
eBook (ePUB)

8,99 €1

3,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Eine unerhörte Affäre

Gefährliche Liebschaften vor üppiger schwedischer Kulisse Graf Gabriel de la Grip ist einer der reichsten Männer Schwedens, sein skandalöser Ruf eilt ihm stets voraus. Er bereist lieber die Weltmeere oder vergnügt sich mit seiner Mätresse, als sich in adligen Kreisen zu bewegen. Als er bei einem Fest der verarmten Madgalena Swärd begegnet, ist er trotz ihres steifen Auftretens fasziniert von ihrer Scharfzüngigkeit und Intelligenz. Und obwohl Magdalena Männer wie ihn zutiefst verabscheut, bringt eine gedankenlose Wette beide dazu, einen gewagten Pakt zu schließen. Eine leidenschaftliche Affäre beginnt, die ihrer beider Herzen in Gefahr bringt ... 'Eine emotionale, mitreißende Liebesgeschichte voller Dramatik.' BIBLIOFELES BÜCHERBLOG ÜBER EIN UNGEZÄHMTES MÄDCHEN Simona Ahrnstedt lebt in der Nähe von Stockholm. Mit Die Erbin, ihrem ersten zeitgenössischen Liebesroman, gelangte sie sogleich an die Spitze der schwedischen Bestsellerliste. Zuvor schrieb sie bereits erfolgreich historische Liebesromane, die ebenfalls alle in ihrer schwedischen Heimat spielen. Sie ist die erste schwedische Liebesromanautorin, deren Romane ins Englische übersetzt und in den USA erschienen sind. Weitere Informationen unter: www.simonaahrnstedt.se

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 442
    Erscheinungsdatum: 21.12.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783736308718
    Verlag: LYX
    Originaltitel: De Skandalösa
    Größe: 1023 kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Eine unerhörte Affäre

2

Stockholm, am selben Tag an einem anderen Ort

Als Graf Gabriel Magnus Christian de la Grip zum ersten Mal seit vielen Monaten Stockholm erblickte, die Stadt, in der er geboren war, lag der Regen wie ein schwerer Teppich über ihm. Gabriel entstammte einer Familie, deren Vorväter weit zurückzuverfolgen waren. Seit einiger Zeit war er Graf von Lilliesund und Freiherr von Storö und Bjelknäs. Außerdem gehörte ihm seit weniger als einem Jahr das sagenumwobene Schloss Wadenstierna in Uppland sowie der italienisch inspirierte Palast Goldener Grip auf Riddarholmen und ein luxuriöser Herrenhof auf Norra malmen. Weiterhin besaß er rund zwanzig Gutshöfe samt den dazugehörigen Gütern in den fruchtbarsten Teilen Schwedens und Finnlands.

Kurz gesagt: Gabriel de la Grip war einer der prominentesten und reichsten Männer Schwedens.

Doch heute fühlte sich Gabriel de la Grip weder gräflich noch hochwohlgeboren und noch nicht einmal sonderlich prominent.

Mehr als alles andere fühlte er sich nass.

Der Regen, der keinen Standesunterschied kannte, prasselte jedoch nicht nur auf Gabriel nieder. Er ergoss sich auch über seinem Schiffer Lars, der mit gewohnt düsterem Blick Richtung Horizont blickte, über ihren Steuermann Sven und die übrige Besatzung des Schiffes Delphin hinweg. Trotzdem war das alles nichts gegen die Erlebnisse der letzten Wochen. Gabriel liebte die Elemente der Natur, gerade weil sie niemanden verschonten, aber zwischendurch waren ihm Zweifel gekommen, ob sie es diesmal überleben würden. Seine Hand strich über die glatte Reling, und er lächelte in sich hinein. Selbst in diesem grauen, kalten Regenwetter schimmerte das Holz. Er sah sich um und spürte, wie seine Brust vor Liebe anschwoll. Es war ein wohlbekanntes, beinahe beschämendes Gefühl. Delphin , die schnelle, elegante Pinasse, das beste Schiff in Gabriels Flotte, war in Holland gebaut worden und besaß perfekte Proportionen. Schiffer, Steuermann und der Rest der Besatzung hatten geschuftet wie die Tiere. Gabriel war ihnen zutiefst dankbar, doch er wusste auch, dass sie es nicht durch den Sturm geschafft hätten, wären sie mit einem anderen Schiff als der Delphin gesegelt. Die Delphin war wie Poesie im Wasser. Im Vergleich zu den holländischen Dreideckern, den Handelsschiffen, die auf denselben Routen unterwegs waren, war die Pinasse nicht groß, aber sie war leicht und elegant. Beständig und verlässlich. Zusammen hatten sie die meisten der Weltmeere durchsegelt. Von der Ostsee im Norden bis zu den wärmeren Ozeanen des Südens. Sie hatten Stürmen in der Karibik und Wolkenbrüchen über dem Mittelmeer getrotzt. Mehr als einmal waren sie den berüchtigten Seeräubern entkommen, die vor der Küste Nordafrikas ihr Unwesen trieben. Wenn man einen Gegenstand lieben konnte, dann empfand Gabriel für das erste Schiff, das er jemals gekauft hatte, genau das: Liebe.

"Danke", flüsterte er. Denn während einiger Tage draußen auf der Ostsee hatte er tatsächlich geglaubt, für seinen Übermut mit dem Leben zahlen zu müssen. Doch die Delphin , die noch vor weniger als einem Tag Sturm und mannshohe Wellen bezwungen hatte, ließ sich munter und beinahe eifrig in den Hafen Stockholms steuern.

Wenn man Stockholm auf dem Seeweg aus östlicher Richtung erreichte - so wie sie es jetzt taten, mit der Ostsee und der Bucht Saltsjön im Rücken -, dann dominierte die Festung Tre Kronor das Stadtbild. Türme und Zinnen, Wimpel, Verteidigungswehre und hohe, unbezwingbare Burgmauern erwarteten geduldig den Besucher. Um diese Jahreszeit war die Handelssaison in vollem Gang und der Hafen voller Schiffe. Doch das spielte keine Rolle, da die Delphin nicht im allgemein zugänglichen Hafen vor Anker gehen sollte. Die Pinasse würde sich direkt zu Gabriels Stadtpalast begeben und in seinem privaten Hafen drauß

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen